Politik

Sonntag, 5. Juli 2009

Soziale Inkompetenz: Piraten sterben jung - Rente mit 67 unnötig!


Vorneweg: Ich bin Parteilos. Und werde es auch bleiben. Erst recht nach dieser Vorstellung. Für die Wahlzulassung der Piraten habe ich aus demokratischen Erwägungen unterschrieben. Ich meine, wenn schon, dann soll der Wähler entscheiden können, ober er die Piraten wählt oder nicht. Das sollte nicht an der Wahlzulassung scheitern.

Die Chance, sozialpolitisches Profil zu zeigen, habe die Piraten bzw. das einzige Piratenmitglied im Bundestag versiebt. Und zwar gründlichst: Aufgrund eines Antrags der Linken (16/12295, 16/12737) diskutierte der Bundestag zur Rente mit 67 am 3.4.2009. In namentlicher Abstimmung lehnte die Mehrheit der Abgeordneten den Vorstoß ab mit 412 Nein- bei 52 Ja-Stimmen und zwei Enthaltungen ab. Vertreter der Koalitionsfraktionen verteidigten in der rund 45-minütigen Debatte die schrittweise Heraufsetzung des Renteneintrittsalters auf 67 Jahre als "alternativlos".

a) Anträge der Linken
16/12295
16/12737

b) Abstimmverhalten bei der namentlichen Abstimmung
(Pirat Tauss zeigt sich ArbeitnehmerInnenfeindlich und stimmt mit "JA" zur Rente mit 67)

Ein paar wüste Gedanken zum Thema.

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Freitag, 3. Juli 2009

Mt Union, SPD, FDP, Grünen und Piraten in die Rente mit 67 ...


Am heutigen Freitag müssen sich alle Bundestagsabgeordnete klar positionieren: Ja oder Nein zur Rente mit 67 Jahren. Die Linksfraktion hat einen entsprechenden Antrag eingebracht und nun folgt heute die namentliche Abstimmung. Was wird wohl der Oberliebling der Piraten machen, der Herr Jörg Tauss? Nimmt er teil an der Abstimmung, wird er wieder für dei Rente mit 67 stimmen. Er hatte ja nach seinem Wechsel angekündigt, im Bundestag - bis auf Bürgerrechte/Internetzensur/... - die gleiche rechte sozialdemokratische Politik machen zu wollen.

Müntefering und Co haben sich schon lange entschieden. Im kommenden Wahlkampf werden Sie dann wieder das Blaue vom Himmel versprechen (keine Erhöhung der Märchensteuer, ...), so wie auch 2005.

Franz Müntefering in "Die Wahllüge"

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Donnerstag, 2. Juli 2009

Bankenraub mal andersrum


Die Bilanz Enric Durans ist beachtlich: 68 Kreditlinien bei 39 Banken und Kaufhäusern wurden ihm binnen gut zweier Jahre bewilligt, 492 000 Euro insgesamt. Sicherheiten: keine – bis auf gefälschte Einkommensnachweise. Für Duran ist das Wiederaneignung von Mitteln, die durch Banken geraubt wurden. Mittel, mit denen er zahllose kleine, finanzschwache, linke Projekte unterstützte. Seit März sitzt Duran als erster Kreditschuldner in Spanien überhaupt in Untersuchungshaft – sonst geht es für das Vergehen schlimmstenfalls nach dem Prozess hinter Gitter. ...
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Teile 2 und 3

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USA: Maryland vor erneuten Hinrichtungen? Todesstrafengegner fordern zu Eilaktionen auf


Im US Bundesstaat Maryland wurden Schritte zur Wiederaufnahme von Hinrichtungen durch die Giftspritze eingeleitet. Die Hinrichtungen mittels Giftspritze wurden 2006 nach Protesten zahlreicher Menschenrechtsgruppen durch ein Moratorium gestoppt, da festgestellt wurde, daß die verabreichten Medikamente den Delinquenten möglicherweise unerträgliche Schmerzen verursachten. Durch den Bestandteil Pancuronium Bromid werden Muskelreaktionen stillgelegt, was dazu führt, daß das Opfer Schmerzen nicht signalisieren kann.

Jane Henderson, Vorsitzende der Bürgerinitiative gegen staatliche Hinrichtungen beurteilt den Zweck der Wirkung des Giftcocktails: "Das dient nur einem bestimmten Zweck: Damit es wie ein friedlicher Tod aussieht".

Sie äußerte sich ebenfalls besorgt darüber, dass über das medizinische Personal die Suche nach anderen Zugängen - etwa wenn diese aufgrund von Drogen oder Insulinspritzen nicht zugänglich sind -  für das sogenannte "Cut-Off" Verfahren, mit dem dem Todeskandidaten die Venen für die Todesspritze geöffnet werden erfolgen könnte. Sie sagte, es würde eindeutig gegen die ethischen Richtlinien für Ärzte und Krankenschwestern verstoßen, sich an einer solchen Verfahrenswise zu beteiligen.

Die Todesstrafe darf in Maryland nur verhängt werden, wenn eindeutige Beweise, sprich beweiskräftige DNA oder biologische Erkenntnisse, eine Videoaufnahme des Verbrechens oder eines aufgenommen Geständnisses des Mörders die Tat belegen.

Martin O'Malley, Gouverneur des Staates Maryland ist erklärter Gegner der Todesstrafe. Er scheiterte jedoch mit seinen Versuchen, den Senat für die Abschaffung der Todesstrafe in Maryland zu gewinnen. Statt dessen wurde die Überarbeitung der Verfahren bei der Hinrichtung mit der Giftspritze beschlossen. Diese neuen Verfahrensweisen wurden noch nicht durch den  zuständigen Kontrollausschuss genehmigt.

Im Streit um das Verfahren geht es unter anderem darum, dem Todeskandidaten vor der Hinrichtung mehr Zeit mit seinen Angehörigen zu gewähren. Diese sollen ihn nun drei statt bislang vier Stunden vor der Hinrichtung verlassen. Ebenso betroffen ist die bekannte "letzte Mahlzeit".

Die neuen Vorschriften müssen noch durch den Überprüfungsausschuss für Ausschusses für Verwaltungs-, Exekutiv-, Legislativfragen bestätigt werden. Dem Ausschuss sitzen zwei Gegner der Todesstrafe bei, die sich der endgültigen Verabschiedung der Verordnungen entgegesetzen und für öffentliche Anhörungen eintreten. Diese sollen den Gegnern der Todesstrafe die Darlegung ihrer Bedenken über die Zusammensetzung des Gift"Cocktails" für die Hinrichtungen und die zynisch anmutende Präsenz von medizinischem Personal bei den Hinrichtungen zu ermöglichen. Vertreter der Kommission befürchten rassistische Vorurteile und die Möglichkeit, daß trotz aller Beweise eine unschuldige Person hingerichtet wird. Der demokratische Senator Paul G. Pinsky, Co-Vorsitzender der Jury Gegner der Todesstrafe sagte: "Wir werden dafür sorgen, daß sich der Ausschuss im Überprüfungsverfahren die Zeit nimmt, gründlich über alle Bedenken zu beraten."

Cindy Boersma, Vorsitzende der "Vereinigung für Bürgerrechte" in Maryland kommentierte die erneuten Vorstöße: "Dies ist der erste Schritt auf dem Weg zu einem Neustart der Maschine des Todes in Maryland und das ist bedauerlich. Aber gleichzeitig ermöglicht das uns, die Zeit zu nutzen, um die Öffentlichkeit weiter gegen die Giftspritze und für öffentliche Anhörungen zu mobilisieren."

Doch wittern gerade auch die Befürworter der Todesstrafe Morgenluft. Scott D. Shellenberger, Staatsanwalt aus Baltimore, sieht die "Todesstrafe in Maryland wieder auf dem richtigen Weg" und daß Vernon L. Evans Jr. - dessen Fall der Anlass für das Moratorium war - "der nächste sein könnte, der hingerichtet wird".  Offenbar eine späte Genugtuung für Shellenberger: Er war als Jurastudent in der Staatsanwaltschaft in Baltimore in den 1980er Jahren, als Evans verurteilt wurde, beschäftigt. Er sieht die Auseinandersetzungen scheinbar nur als untergeordnet an: "Ich glaube daran, daß verzögerte Gerechtigkeit im Grunde verweigerte Gerechtigkeit ist" so Shellenberger, denn: "die Todeskandidaten haben alle zahlreiche Beschwerden, das betrifft nicht die Frage der Schuld."

Ob und wann die anstehenden fünf Hinrichtungen letztlich durchgeführt werden, ist momentan unklar und hängt mit von der Mobilisierung und dem Protest der Gegner der Todesstrafe ab. Diese rufen unter anderem dazu auf, sich mit Einwänden gegen die neuen Vorschriften an den zuständigen Ausschuss zu wenden. Diese Möglichkeit ist gerade auch für internationale Gegner der Todesstrafe geeignet. Die Kampagne für ein Ende der Todesstrafe bittet darum, davon reichlich Gebrauch zu machen:

Senatsvorsitzender: Sen. Paul G. Pinsky, paul.pinsky@senate.state.md.us
Vorsitzende des Repräsentantenhauses: Del. Anne Healey, anne.healey@house.state.md.us

Senatsmitglieder:
Sen. David R. Brinkley david.brinkley@senate.state.md.us
Sen. James Brochine jim.brochin@senate.state.md.us
Sen. Richard Colburn richard.colburn@senate.state.md.us
Sen. Jennie Forehand jennie.forehand@senate.state.md.us
Sen. Lisa Galdden lisa.gladden@senate.state.md.us
Sen. Nancy J. King nancy.king@senate.state.md.us
Sen. Alan H. Kittleman allan.kittleman@senate.state.md.us
Sen. Richard StuartMadaleno Jr. richard.madaleno@senate.state.md.us
Sen. Robert A. (Bobby) Zirkin bobby.zirkin@senate.state.md.us

Mitglieder des Repräsentantenhauses:
Del. Eric M. Bromwell eric.bromwell@house.state.md.us
Del. William A. Bronrott william.bronrott@house.state.md.us
Del. Adelaide C. (Addie) Eckardt adelaide.eckardt@house.state.md.us
Del. Brian J. Feldman brian.feldman@house.state.md.us
Del. Keith E. Haynes keith.haynes@house.state.md.us
Del. Dan K. Morhaim dan.morhaim@house.state.md.us
Del. Justin D. Ross justin.ross@house.state.md.us
Del. Michael D. Smigiel Sr. michael.smigiel@house.state.md.us
Del. Paus S. Stull paul.stull@house.state.md.us

 


Quelle: USA: Maryland vor erneuten Hinrichtungen? Todesstrafengegner fordern zu Eilaktionen auf

Verfasst für: Mumia Hörbuch

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Freitag, 26. Juni 2009

"Meine Kugelschreiber wurden sichergestellt, weil sie als Waffe angesehen wurden."


600 weltweite Organisationen haben monatelang die NATO-Gipfel-Proteste vorbereitet, um ihre Kritik an der militaristischen Politik auszudrücken. Die Behörden haben sich entschieden, eine angespannte Stimmung zu erzeugen und eine provozierende Strategie zu fahren, damit die TeilnehmerInnen der Nato-Gipfel Proteste nicht die laufenden internationalen militaristischen Verhandlungen stören können und damit jeder Ausdruck von Protest kriminalisiert werden kann. Deswegen haben die Demonstierenden aus Straßburg, sowie die, die von weit entfernt kamen und sich im Camp niedergelassen hatten, eine sehr massive Repression erlebt, die zugleich körperlich, psychologisch und antidemokratisch war. Diese Repression hat lange vor dem Gipfel angefangen und hat bis zum Gerichtsprozess gegen die Personen, die zwischen den 2 und 5. April verhaftet wurden, angehalten.

Französisch [pdf]
Deutsche Übersetzung (Auszug) [pdf]

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Die Gedenkstätte KZ Kochendorf muss bestehen bleiben!


Die Südwestdeutschen Salzwerke Heilbronn (SWS) wollen für die geplante Sanierung des Besucherbergwerks Bad Friedrichshall-Kochendorf in Höhe von 3 Millionen Euro nicht alleine aufkommen und fordern finanzielle Unterstützung von der Stadt, dem Landkreis und dem Land Baden-Württemberg. Andernfalls soll das Besucherbergwerk und damit auch die Gedenkstätte KZ Kochendorf geschlossen bleiben.

Die endgültige Entscheidung soll bei der Finanzsitzung des SWS-Aufsichtsrates im Oktober 2009 getroffen werden.

Gemeinsam für den Erhalt der Gedenkstätte
Die Miklos-Klein-Stiftung macht sich indessen zusammen mit der Landesarbeitsgemeinschaft der Gedenkstätten (LAGG) für den Erhalt der Gedenkstätte KZ Kochendorf stark. Die LAGG hat eine Resolution verabschiedet, die bereits den Landtagsfraktionen, dem baden-württembergischen Ministerpräsidenten Günther Oettinger, den Gesellschaftern und allen SWS-Aufsichtsratmitgliedern vorgelegt wurde.

>>> Petition unterschreiben!
via

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Dienstag, 23. Juni 2009

Hagen Rether über Populisten




via Gonorrea

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Sonntag, 21. Juni 2009

Zensi Zensa Zensursula


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Freitag, 19. Juni 2009

Who the Fuck is ... Jörg Tauss?


TaussEr ist einer von drei SPD-Bundestagsabgeordneten, die in der Abstimmung über die Einrichtung von Internetzensur, gegen diese votiert haben. Bereits im Vorfeld gehörte er zu den Gegener des Zensursela-Gesetzentwurfes.

Nun geistert durchs Netz, Tauss erwäge möglicherweise von der SPD zur Piratenpartei wechseln. Es scheint als sei er der Lieblingsbundestagsabgeordneten der Web2.0-Gemeinde geworden. Doch wofür steht Tauss sonst eigentlich? Ein Blick auf sein vergangenes Abstimmungsverhalten gibt einen guten Einblick:

Datum Thema dafür/dagegen/ent.
13.05.2009 Anbauverbot von Genmais dagegen
19.12.2008 Kampf gegen Piraten dafür
28.11.2008 Bundeshaushalt 2009 dafür
13.11.2008 Verlängerung des Anti-Terror-Einsatzes (OEF) dafür
12.11.2008 BKA-Gesetz dagegen
17.10.2008 Banken-Rettungspaket dafür
16.10.2008 Verlängerung Afghanistan-Einsatz (ISAF) dafür
17.09.2008 Verlängerung Libanon-Einsatz dafür
05.06.2008 Verlängerung Kosovo-Einsatz dafür
30.05.2008 Bahnprivatisierung dafür
24.04.2008 EU-Vertrag von Lissabon dafür
16.11.2007 Diätenerhöhung dafür
15.11.2007 Verlängerung des Anti-Terror-Einsatzes (OEF) dafür
12.10.2007 Verlängerung Afghanistan-Einsatz (ISAF, Tornado) dafür
12.09.2007 Verlängerung Libanon-Einsatz dafür
21.06.2007 Verlängerung Kosovo-Einsatz dafür
14.06.2007 Aufenthalts- und Asylrecht dafür
14.06.2007 Mindestlöhne (Antrag Die Linke.) dagegen
09.03.2007 Rente mit 67 dafür
09.03.2007 Tornado-Einsatz dafür
02.02.2007 Gesundheitsreform dafür
10.11.2006 Verlängerung des Anti-Terror-Einsatzes (OEF) dafür
28.09.2006 Verlängerung des Afghanistan-Einsatzes (ISAF) dafür
01.06.2006 Bundeswehreinsatz im Kongo dafür
19.05.2006 Erhöhung der Mehrwertsteuer dafür

Quelle: abgeordnetenwatch.de

Nachtrag: Beim BKA-Gesetz hat er mit NEIN gestimmt, wurde beim Erstellen der Tabelle übersehen, wurde nachträglich eingefügt. Danke für Hinweis per Mail an Dirk.

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Feindbild Demonstrant: Wie ein Grundrecht in Verruf gerät



3sat: Kulturzeit, 16.06.2009

via Schweineherbst

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oder opera der auch gut,...
oder opera der auch gut, auf jedenfall nicht der IE....
lolnma (anonym) - 5. Juli, 00:02
rente mit 67
es ist schon rührend wie sozial diese spezialdemokraten...
peter s. (anonym) - 1. Juli, 21:36
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