Immer feste drauf ...
redblog - 17. November, 20:25 - Medien
Wer das aktuelle Heft des ehemaligen Nachrichtenmagazins aus Hamburg kauf, stößt unweigerlich auf einen Artikel über Oskar Lafontaine, in die Tasten geklimpert von Stefan Berg und Markus Deggerich.
Man braucht kein Freund Lafontaines zu sein, um festzustellen, dass der viel gepriesene "objektive Journalismus" in diesem Artikel ganz sicher nicht anzutreffen ist. Nachdem die Linkspartei bei den Bundestagswahlen ihr bisher bestes Ergebnis erzielte, traf sich die neue Fraktion zwei Wochen später im brandenburgischen Rheinsberg zur Klausurberatung. Dort tauchte auch der Parteivorsitzende Lafontaine auf und erklärte, künftig nicht mehr für einen der beiden Fraktionchefposten zur Verfügung zu stehen.
Wie die beiden Schreiberlinge aus der Hauptstadtredaktion des ehemaligen Nachrichtenmagazins aus Hamburg nun mitteilen, war Lafontaine in den letzten Wochen eher wenig im Bundestag und Parteivorstand anzutreffen. Die Gründe für seine Abwesenheit kennen die beiden genau: Seine Frau habe ihn zurück an die Saar geholt, nach dem Lafontaine eine Affaire mit der mittlerweile ebenfalls im Bundestag sitzenden Sahra Wagenknecht. Keine Beweise, aber jede Menge Spekulationen und Halbwissenheiten.
Heute nun erklärte Lafontaine: "Ich werde mich am Donnerstag zu einem seit längerem geplanten chirurgischen Eingriff in eine Klink begeben. Es handelt sich um eine Krebserkrankung. Nach überstandener Operation werde ich zu Beginn des neuen Jahres unter Berücksichtigung meines Gesundheitszustandes und der ärztlichen Prognosen darüber entscheiden, in welcher Form ich meine politische Arbeit weiterführe." Nun kann man selbst an der Hamburger Brandstwiete nicht an einer solchen Nachricht vorbei. Natürlich schreibt man über die Erkrankung und bevorstehende OP. So ganz unter den Tisch fallen lassen, konnte man die "Enthüllungen" der beiden Superjournaillisten, nicht. Deshalb heißt es dort: Nach Informationen des SPIEGEL wurden in der Parteispitze andere Gründe für Lafontaines Rückzug ins Saarland diskutiert: Lafontaine sei seiner Parteigenossin Sahra Wagenknecht nicht nur inhaltlich näher gekommen, hieß es, von einem Verhältnis sei die Rede. Daher habe er sich auf Druck seiner Ehefrau vom Vorsitz der Bundestagsfraktion in Berlin zurückgezogen. Das Ehepaar Lafontaine und sein Parteikollege Gregor Gysi wollten zu den Gerüchten keine Stellung nehmen, Wagenknecht dementierte eine private Beziehung. Deggerich ist ein Experte seines Faches und bekannt für seine fundierten und detaillierten Artikel.

Man braucht kein Freund Lafontaines zu sein, um festzustellen, dass der viel gepriesene "objektive Journalismus" in diesem Artikel ganz sicher nicht anzutreffen ist. Nachdem die Linkspartei bei den Bundestagswahlen ihr bisher bestes Ergebnis erzielte, traf sich die neue Fraktion zwei Wochen später im brandenburgischen Rheinsberg zur Klausurberatung. Dort tauchte auch der Parteivorsitzende Lafontaine auf und erklärte, künftig nicht mehr für einen der beiden Fraktionchefposten zur Verfügung zu stehen.
Wie die beiden Schreiberlinge aus der Hauptstadtredaktion des ehemaligen Nachrichtenmagazins aus Hamburg nun mitteilen, war Lafontaine in den letzten Wochen eher wenig im Bundestag und Parteivorstand anzutreffen. Die Gründe für seine Abwesenheit kennen die beiden genau: Seine Frau habe ihn zurück an die Saar geholt, nach dem Lafontaine eine Affaire mit der mittlerweile ebenfalls im Bundestag sitzenden Sahra Wagenknecht. Keine Beweise, aber jede Menge Spekulationen und Halbwissenheiten.
Heute nun erklärte Lafontaine: "Ich werde mich am Donnerstag zu einem seit längerem geplanten chirurgischen Eingriff in eine Klink begeben. Es handelt sich um eine Krebserkrankung. Nach überstandener Operation werde ich zu Beginn des neuen Jahres unter Berücksichtigung meines Gesundheitszustandes und der ärztlichen Prognosen darüber entscheiden, in welcher Form ich meine politische Arbeit weiterführe." Nun kann man selbst an der Hamburger Brandstwiete nicht an einer solchen Nachricht vorbei. Natürlich schreibt man über die Erkrankung und bevorstehende OP. So ganz unter den Tisch fallen lassen, konnte man die "Enthüllungen" der beiden Superjournaillisten, nicht. Deshalb heißt es dort: Nach Informationen des SPIEGEL wurden in der Parteispitze andere Gründe für Lafontaines Rückzug ins Saarland diskutiert: Lafontaine sei seiner Parteigenossin Sahra Wagenknecht nicht nur inhaltlich näher gekommen, hieß es, von einem Verhältnis sei die Rede. Daher habe er sich auf Druck seiner Ehefrau vom Vorsitz der Bundestagsfraktion in Berlin zurückgezogen. Das Ehepaar Lafontaine und sein Parteikollege Gregor Gysi wollten zu den Gerüchten keine Stellung nehmen, Wagenknecht dementierte eine private Beziehung. Deggerich ist ein Experte seines Faches und bekannt für seine fundierten und detaillierten Artikel.
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