Medien

Mittwoch, 1. Februar 2012

Arnulf Rating über die BILD


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Dienstag, 3. Januar 2012

Fidel Castro verstorben - mal wieder


Da postete Santiago Contreras am 29. Dezember eine Twittermeldung mit einem Bild, wonach Fidel Castro gestorben sei.
Nichts passiert. Nun berichtete der Special Broadcasting Service (SBS, eine öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt aus Australien) über die Meldung und ein ganzer Shitstorm brach los.

"Ist Fidel Castro (85) tot?" fragt der Schweizer Blick und schreibt "Eine Meldung, die sich jedes Jahr wiederholt – oder an der diesmal wirklich etwas dran ist?". Qualitätsjournalismus auf der ganzen Linie.

Es ist bereits das gleiche Bild verwendet worden, wie bereits in den Meldungen von 2007 und 2008. Dank an David für diese beiden Links.

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Donnerstag, 17. November 2011

Migrantin oder Dealer - Schwarze im Fernsehen



16.11.2011, NDR, Zapp

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Sonntag, 13. November 2011

Neues vom Zeitungsmonopoly: FAZ verkauft MAZ


Im Oktober ging die Meldung, dass die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) die in Potsdam erscheinende Märkische Allgemeine Zeitung (MAZ), durch die Branchendienste.
Als Interessent war anfangs nur von der Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlag (SHZ) bekannt, bevor später die Mediengruppe Madsack in den Kreis der interessierten Käufer aufgenommen wurde.
Die Rede war von einem Kaufpreis zwischen 50 und 100 Millionen Euro.

Nun verkauft die FAZ-Gruppe die MAZ zum Jahresende an die Niedersachsen. Der Deal steht noch unter Vorbehalt der Zustimmung des Bundeskartellamtes. Über den Kaufpreis wurde nichts bekannt.
Die Frankfurter kauften 1991 beim allgemeinen Ausverkauf der ostdeutschen Medien durch die Treuhandanstalt die brandenburger Zeitung, die die einzige Regionalzeitung im Osten blieb, an der sich die FAZ beteiligte.

Nun mußte auch die größte MAZ deutliche Auflagenverluste in den vergangenen Jahren verkraften, das Unternehmen macht jedoch keine Verluste, sondern Gewinne.
Die beiden beteilgten Medienunternehmen zeigten sich zufrieden:
Die FAZ-Gruppe könne sich künftig nun wieder ganz auf seine "Zeitungen für Deutschland" konzentrieren, Madsack erweitert mit dem Kauf sein Protfolio an Regionalzeitungen.
Künftig gibt der Madsack-Konzern dann 18 Zeitungen heraus, darunter die Hannoversche Allgemeine Zeitung, die Leipziger Volkszeitung, die Ostsee-Zeitung sowie die Lübecker Nachrichten.
Natürlich könne man "Synergien" nutzen, freute sich Herbert Flecken, Vorsitzender der Geschäftsführung der Mediengruppe Madsack.

So werden alle Redaktionen für die überregionalen politischen Themen von einem zentralen Berliner Korrespondentenbüro beliefert werden, künftig auch die MAZ. Während der Deutsche Journalistenverband (DJV) vom neuen Eigentümer keine Stellenstreichungen erwartet, da die Personaldecke schon dünn sei, befürchtet der MAZ-Betriebsrat im rbb, "dass der neue Eigentümer in einigen Bereichen rationalisieren und Stellen abbauen" werde.

Freuen dürfte sich der Brandenburger Ministerpräsident Matthias Platzeck. Ist doch die SPD über ihre Deutsche Druck und Verlagsgesellschaft mit 23 % an der Mediengruppe Madsack beteiligt.

Literatur:
Horst Röper: Zeitungen 2010: Rangverschiebungen unter den größten Verlagen. Daten zur Konzentration der Tagespresse in der Bundesrepublik Deutschland im I. Quartal 2010, in Media Perspektiven 5/2010 [pdf]

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Sonntag, 9. Oktober 2011

Automatisierter Journalismus


Unzählige Meldungen werden jeden Tag von den Nachrichtenagenturen über ihre Ticker geschickt. Nicht einfach, alle zu lesen, zu gewichten und zu entscheiden, welche nun veröffentlicht werden sollen.

Im Wettlauf um die schnellste Meldung sind lesende, entscheidende und gewichtende Journalisten wenig hilfreich. Schnell muss die Nachricht online sein. Ausserdem kosten diese Journalisten auch noch ein Haufen Schotter, den sich die Verleger gern einsparen wollen. Also ist es doch ganz praktisch, wenn die eingehenden Meldungen automatisch gleich auf die Internetseite weitergeleitet werden.

Was dabei herauskommt, zeigten hunderte Tageszeitungen und Nachrichtenportale am vergangenen Wochenende. Die dpa hatte in einer Meldung die Gewinner des Deutschen Fernsehpreises bekannt gegeben. Da die Aufzeichnung der Preisverleihung jedoch erst am Montag auf RTL lief und die Preisträger noch nicht vorher bekannt sein sollten, hatte die Nachrichtenagentur die Meldung mit einer Sperrfrist vermerkt. Demnach sollte sie nicht vor dem 3. Oktober 23 Uhr veröffentlicht werden dürfen.

Naja, wo ein automatisierter Journalismus stattfindet, landen auch solche Meldungen auf den Websites, natürlich mit dem entsprechenden Hinweis auf die Sperrfrist in der Überschrift. Mittlerweile haben die meisten Seiten diese Meldung wieder gelöscht. Nicht so welt.de und sueddeutsche.de, dort ist sie noch immer zu finden.



In einer Gesellschaft, in der Aktienkurse wichtiger sind als alles andere, dürfen natürlich auch die Nachrichtenmagazine diese nicht vernachlässigen. Es ist schon praktisch, wenn automatisch Links zu den aktuellen Kursen in den Beiträgen gesetzt wird, wo über ein Unternehmen berichtet wird. Die Absurdität dieser automatisch generierten Verlinkung zeigt heute focus.de auf. In einem Artikel über den Bundestrojaner wird der ehemalige Bundestagsvizepräsident Burkhard Hirsch (FDP) erwähnt. Praktischerweise ist ist der Nachname des Politikers mit dem Akktienkurs der Hirsch AG verlinkt.

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Samstag, 8. Oktober 2011

Wenn FoxNews über Occuppy Wall Street berichtet ...



The Daily Show: Parks and Demonstration
America cannot expect a bunch of disenfranchised park-dwellers to come up with a solution to its economic woes - they have a political ruling class to do that.


via kellerabteil

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Montag, 12. September 2011

Neues von der Linken Medienakademie


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Donnerstag, 18. August 2011

Und was kommt am Ende? - Zum Boykott-Aufruf gegen die junge Welt


Zum 50. Jahrestag des Baus der Berliner Mauer veröffentlichte die Berliner Tageszeitung junge Welt eine Titelseite, die in den letzten Tagen für einigen Wirbel gesort hat. Dass die bürgerliche Politik und die ihr angeschlossenen Presseorgane mit Schaum vor dem Mund reagieren, ist wenig verwunderlich und nicht überraschend.

Das Titelbild nehmen nun Kreise der Linkspartei zum gefundenen Anlass, einen umfassenden Angriff auf die junge Welt zu führen. Auf der Internetseite www.freiheit-und-sozialismus.de rufen sie zum Boykott der Zeitung durch die Partei auf. Im Aufruf heißt es am Ende: "... Ein Anfang wäre die Einstellung jeder Kooperation mit der Tageszeitung “junge Welt”, was damit beginnt, diese Zeitung nicht mehr durch Anzeigenschaltung quasi “mit zu finanzieren” und ihr keine Stände mehr auf Veranstaltungen und Parteitagen zu genehmigen. ..." Da fragt man sich doch gleich, wo sie enden wollen.

Linksfraktionchef Gysi und andere aus der Fraktion erklärten bereits, dass es künftig keine Anzeigen mehr in der jW geben solle. Gysi verweist im Berliner Tagesspiegel drauf, dass man ohnehin schon "in der Printausgabe keine Anzeigen mehr" schalten würde.

Interessant zu lesen ist, dass sowohl die bürgerliche Presse als auch die Unterzeichner in diesem Falle bezahlte Anzeigen als rein finanzielle Unterstützung bezeichnen und nicht als Werbung. Somit diente auch jede andere (Partei-)Anzeige in Welt, FAZ & Co nicht der Werbung, sondern der finanziellen Unterstüzung der Verlage.

Wie der Bonner General-Anzeiger meldet, haben "namhafte Publizisten, Politiker, Bürgerrechtler und Opfer des DDR-Regimes die Partei- und Fraktionsführung der Linkspartei aufgefordert, die "Junge Welt" nicht länger zu unterstützen." Besonders empörten sich die Schreiberlinge über den Punkt "für 28 Jahre Hohenschönhausen ohne Hubertus Knabe".
Den offenen Brief haben Sie gleich zum Download auf Ihrer Internetseite bereit gestellt. Lädt man sich die Datei [pdf] runter und schaut in die Metadaten, sieht man, dass der Brief auf einem Rechner mit dem Namen "Knabe" erstellt wurde. Ein Schelm, ....

Die innerparteiliche Störmung Antikapitalistische Linke meldete sich nun auch zu Wort und wies die Boykott-Forderung zurück. In der Erklärung heißt es unter anderen: "Wenn Die Linke die Kooperation mit der jW einstellt, nimmt sie nicht zuletzt sich selber die Möglichkeit, ein nicht unbedeutendes Spektrum der Linken in Deutschland mit ihren Positionen zu erreichen."
Rüdiger Göbel, stellv. Chefredakteur der jW, im Interview auf Radio LORA

LORA München, 18.8.2011

Dokumentiert:
Titelbild der jW-Ausgabe vom 13. August 2011 - pdf-Download

Links:
jW: Wir sagen an dieser Stelle einfach mal: Danke, 13.8.11
jW: Leserbrife zum Artikel
trueten.de: Tugendbolde im Panikgalopp!, 17.8.11
Boykott-Aufruf: Keine Kooperation mit der Jungen Welt!
Generalanzeiger: Empörung über die "Junge Welt"
taz: Linkspartei will "junge Welt" kündigen
BILD: DDR-Verherrlichung muss strafbar sein!

Hinweis:
So privat dieses Blog ist, so privat ist dieser Beitrag. Zur Transparenz sei angefügt, dass der Verlag in dem die jW erscheint, Arbeitgeber des Autoren ist.

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Sonntag, 24. Juli 2011

Springers WELT löscht Broder


Nach den beiden Anschlägen am vergangenen Freitag in Norwegen überschlugen sich die Medien. Die üblichen Verdächtigen beschworen sogleich "die Islamisten" als Täter. Das war nichts. Einige Zeitungen versuchten gleich mit der Löschung von Kommentaren ihren Fehler zu beseitigen, wie zum Beispiel die Fuldaer Zeitung es mit einem Kommentar von Manfred Schermer tat.

Der Täter ist verhaftet und er ist kein Islamist, sondern ein islamophober Rechter. Ein von ihm verfasstes Manifest bzw. dessen Inhalt wird derzeit in den Medien ausgebreitet. Auch der Springer-Journalist Florian Flade befaßt sich damit in zwei gleichlautenden Artikeln auf WELT online und Berliner Morgenpost. Bei der WELT hat man jedoch gleich den folgenden Absatz wieder gelöscht: Auch Kolumnist Henryk Broder findet Erwähnung in dem Manifest des norwegischen Attentäters. Anders B. zitiert ein Interview, das Broder einer niederländischen Zeitung gab, und in dem der Autor Europäer aufforderte auszuwandern, sollten sie ihre Freiheit weiter behalten wollen.
"Broder ist überzeugt, dass die Europäer sich der Islamisierung nicht widersetzen werden", so B. "Viele Deutsche haben nicht auf Broders Rat gewartet. Die Zahl der Migranten aus Deutschland hat längst die Zahl der Immigranten übertroffen."
Quellen:
- Florian Flade: Massaker angekündigt. Terrorist veröffentlicht vor der Tat Manifest, WELT Online, 24.7.2011 (Absatz gelöscht)
- Florian Flade: Massaker angekündigt. Attentäter gesteht und hinterlässt ein Manifest, Berliner Morgenpost, 24.7.2011

Wenig verwunderlich, ist doch Broder Haus-und-Hof-Kolumnist bei Springer. Es bleibt nun noch die Frage, wie lange der Absatz auf der Internetseite der Berliner Morgenpost zu finden sein wird, gehört sie doch ebenfalls zum Springer-Konzern ist mittlerweile nichts weiter, als die Berliner Regionalausgabe der WELT.

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Montag, 18. Juli 2011

Parteienkauf über Anzeigenwerbung


Die Parteienfinanzierung ist ein Thema, dass es immer mal wieder schafft, kurz das öffentliche und mediale Interesse zu wecken. Kurzer Aufregung folgt betroffenes Schweigen. Wie sollen auch SPD und Grüne reagieren, wenn sie sich erst über die Spenden der Mövenpicks aufregen und dann nach den hunderttausenden Euros gefragt werden, die ihnen die Industrie und Lobbyverbände zugeschoben haben. Grüne regen sich über das Sponsoring der Sommerfeste auf, um dann einige Tage später zu hören, dass sich auch die grün-rote Landesregierung ihr Sommerfest von EnBW & Co. finanzieren ließ.

Zufällig fiel dem Autoren die aktuelle Ausgabe des vorwärts in die Hände, dem Parteiblättchen der SPD.
Neben zahlreichen unteressanten Beiträgen und Selbstbelobigungen finden sich in dem Blatt reichlich Anzeigen: Lufthansa, Deutsche Bahn AG, EnBW, Vattenfall, ...

Nimmt man die Preise der Mediadaten [pdf] als Grundlage zur Berechnung der Einzeigeneinnahmen, kommt man auf einen stolzen Betrag von 159.400 Euro (Fremdanzeigen). Selbst wenn man noch großzügige Rabatte einrechnet, es bleibt ein eine Menge Geld für das spezialdemokratische Zentralorgan.

Eine Summe, die in keinem Rechenschaftsbericht auftaucht.

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Gibriam (Gast) - 2. Februar, 17:16
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nesta (Gast) - 10. Januar, 22:13
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peinlich.... *kennt man dieses gefühl eigentlich...
rosmarin - 6. Januar, 01:49

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