Buchmesse Havanna

Freitag, 8. Februar 2008

Auf nach Havanna ...



Auch in diesem Jahr nimmt die junge Welt wieder an der XVII. Feria Internacional del Libro de La Habana (XVII. Internationale Buchmesse Havanna) teil. In diesem Jahr wurde für den Auftritt eine achtseitige Extraausgabe in Spanisch produziert.
Die Ausgabe steht als pdf-Download zur Verfügung.

Während der Buchmesse, die vom 13. - 24. Februar stattfindet, wird auf es auf der Internetseite der jW einen regelmäßig aktualisierten Ticker geben, mit Berichten, Reportagen und Fotos.

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Donnerstag, 8. Februar 2007

Kuba: Kulturboykott beendet

Wie die junge Welt in ihrer heutigen Ausgabe berichtet, hat die Bundesregierung ihren Kulturboykott gegen Kuba beendet und beteiligt sich über die Buchmesse Frankfurt nun an der Buchmesse Havanna, die am 8. Februar ihre Türen öffnen wird.

Im Jahre 2004 sollte die Bundesrepublik Deutschland Ehrengast der Buchmesse werden. Die Bundesregierung sagte ihre Beteiligung ab, der Auftritt der deutschsprachigen Verlage wurde dann vom »Büro Buchmesse Havanna« organisiert (redblog berichtete). Durch dieses Engagement konnte der Kulturboykott durchbrochen werden. Die erfolgreiche Präsentation deutscher Verlage in den vergangen Jahren schlug scheinbar einigen Herren im Auswärtigen Amt scheinbar schwer auf den Magen, wie Reinhard Thiele (Cuba Si und Mitglied des Sprecherkreises des »Büros Buchmesse Havanna«) gegenüber der jW erklärte.

Geistiger Höhepunkt des Auftrittes der Bundesregierung wird wohl am 12. Februar stattfinden. Dann Dagmar Schipanski, gescheiterte CDU-Kandidatin für das Bundespräsidentenamt, über "deutsch-deutsche Erfahrungen 1989/90" sprechen. Bleibt zu hoffen, daß ihr ordentlich Gegenwind auf der Veranstaltung ins Gesicht wehen wird. Diese "Erfahrungen" geben nur einen nämlich nur einen kleinen Einblick, was passieren würde, wenn die USA in "ihren" Hinterhof zurückkehren würden.

junge Welt, 08.02.2007
- Zweimal Deutschland
- »Man will einen Fuß in der Tür haben«
- Hintergrund: Contra el bloqueo

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Dienstag, 30. Januar 2007

Leer es creer: 16. Buchmesse Havanna

Am 8. Februar öffnen sich wieder die Türen einer der größten Buchmessen Lateinamerikas. Das Besondere der Buchmesse in der kubanischen Hauptstadt ist, daß sie nicht nur Besucherinnen und Besucher in die Messehallen locken wird. Nach dem 18. Februar, wenn sich die Türen wieder schließen, werden die Bücher eingepackt und machen eine Reise über die Insel. Eine Buchmesse, die durchs Land zieht.

Seit 1982 wurde fand die Buchmesse zum ersten Mal statt. In den kommenden Jahren unregelmäßig, seit dem Jahr 2000 jährlich.
Argentinien ist 2007 Gastland, die Ehrenpersonen in diesem Jahr sind die argentinischen Autoren Eduardo Torres Cuevas und César López Núñez .

Auch eine deutsche Präsenz wird es wieder geben, koordiniert vom Büro Buchmesse Havanna. Entstanden ist das Büro und die Initiative im Spätsommer 2003. Die Bundesrepublik Deutschland war für das kommende Jahr (also 2004) als Ehrengast eingeladen. Viel war schon vorbereitet, unter anderem der Druck zahlreicher Übersetzungen deutscher Autorinnen und Autoren. Aus Protest gegen die angeblich schlechte Menschenrechtslage, 2003 wurden 70 Dissidenten und Regierungsgegner verhaftet, entschied sich die rot-grüne Bundesregierung zu einem Kulturboykott. Alle bereits vorliegenden Planung für den Messeauftritt wurden auf Eis gelegt. Dann trat das Büro Buchmesse Havanna auf der Frankfurter Buchmesse an die Öffentlichkeit und bot an, die Messeauftritte deutscher Verlage zu organisieren. Die Initiatoren warfen der Regierung doppeltes Spiel mit den Menschenrechte vor. Eine solcher Boykott sei der falsche Weg. Die Buchmesse Havanna entschied sich, die deutschsprachige Kultur zum Thema zu machen. Die deutsche Regierung wollte mit ihrer Entscheidung verhindern, daß deutsche Verlage in großer Form teilnehmen. Sie erreichte jedoch das Gegenteil. Das Büro Buchmesse Havanna organisierte innerhalb kurzer Zeit den bis dahin größten deutschen Auftritt. Nicht nur linke Verlage stellten ihre Bücher aus, auch Bücher renommierter Verlagshäuser fanden den Weg nach Kuba. Zusätzlich wurde ein umfangreiches Kulturprogramm organisiert. Somit endete der Kulturboykott für dessen Initiatoren als Niederlage.
Seither organisiert nun das Buchmessebüro die Auftritte deutscher und deutschsprachiger Verlage in Havanna, mit zunehmendem Erfolg.

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Dienstag, 14. Februar 2006

Buchmesse beendet, weiter gehts

Am Sonntag endete die Buchmesse Havanna. Nachdem die Tore geschlossen waren begann der Streß: sie geht auf Reise. Bis zum 5. März wird die Messe durch das Land reisen, um so auch die Menschen zu erreichen, die den Weg nach Havanna nicht fanden.

In den neun Tagen der Buchmesse kamen 80.000 BesucherInnen, neuer Rekord. Das Interesse am gedruckten Wort war so groß wie nie. Am letzten Messetag wurden auch die Preise für die besten Standpräsentationen vorgestellt. Die Auszeichnung für den besten internationalen Auftritt wurde den deutschsprachigen Verlagen (Deutschland, Schweiz und Österreich) überreicht. Sicherlich auch als Zeichen der Anerkennung für ihren Einsatz. Nachdem die deutsche Regierung 2003 beschloß an der Buchmesse im Zusammenhang mit der europäischen Blockadepolitik nicht teilzunehmen, obwohl die BRD als Gastland eingeladen war, gründete sich das Büro Buchmesse Havanna. Nun im dritten Jahr, organisierte es die Auftritte deutschsprachiger Verlage in Havanna. Ihre Arbeit wurde zum Erfolg.

Weitere Berichte und Interviews zur Buchmesse aus junge Welt:
1; 2; 3; 4;

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Samstag, 4. Februar 2006

Alte Kanonen, neue Bücher

Internationale Buchmessen gibt es viele. Aber nur wenige finden vor einer so beeindruckenden Kulisse statt wie die in Havanna. Keine langweiligen Messehallen, kein Messehaus erwarten die Aussteller, sondern eine mittelalterliche Festung – das Castillo de San Carlos de la Cabaña.
...
Der erste Tag vergeht mit dem Dekorieren der Stände. Plakate machen auf zwei Höhepunkte des deutschen Programms zur Buchmesse aufmerksam: eine Konrad-Wolf-Retrospektive und eine Veranstaltung über Leben und Schaffen des Vormärz-Dichters Georg Weerth, der 1856 in Havanna starb.
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Quelle: junge Welt

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Donnerstag, 2. Februar 2006

Buchmesse Havanna öffnet ihre Türen

Am heutigen Mittwoch startet in Havanna die 15. Internationale Buchmesse. Wenn sich nach zehn Tagen die Türen der Buchmesse wieder schließen, ist sie aber noch lange nicht vorbei. Bis Anfang März wird sie in weiteren Städten des Landes präsentiert. Man stelle sich vor, nach der Frankfurter Buchmesse würde diese auf Reise durch das Land gehen, um ein breiteres Publikum zu erreichen.

Das Gastland ist in diesem Jahr die Bolivianische Republik Venezuela, breits vor der Eröffung wurden erste gemeinsame Projekte ziwschen den beiden Ländern bekanntgegeben. Nicht immer gestaltet sich die Zusammenarbeit mit dem Gastland so einfach. Zur Buchmesse im Jahr 2004 wurde die Bundesrepublik Deutschland eingeladen. Im Herbst 2003 sagte die Bundesregierung ihre Teilnahme ab, aus politischen Gründen. Die bereits für Kuba gedruckten Bücher verschwanden wo auch immer. In Folge der Absage wurde die damalige Buchmesse der "deutschen Kultur" gewidmet. Nach der Boykottankündigung gründete sich das Büro Buchmesse Havanna, welches die Organisiation des Auftrittes deutschsprachiger Verlage übernahm. Hauptakteure der Initiative waren Cuba Sí und die Tageszeitung junge Welt. Auf der Buchmesse Frankfurt 2003 wurde das Projekt vorgestellt, die Resonanz war groß. 35 Verlage machten sich auf die Reise nach Havanna, der Kulturboykott der Schröder/Fischer-Regierung war durchbrochen.
Mittlerweile organisiert das Büro Buchmesse Havanna das dritte Mal den Auftritt deutschsprachiger Verlage. In diesem Jahr werden 40 von ihnen teilnehmen, darunter auch große Häuser wie Rowohlt, S. Fischer, Westermann, Klett und Brockhaus.
Der offizielle Boykott geht jedoch weiter. Der Auftritt von deutschen Verlagen auf ausländischen Buchmesse wird durch die Bundesregierung unterstützt, im Fall der Buchmesse Havanna.

Quelle: junge Welt

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kommentare

Die Grüne Partei!...
Die Grüne Partei! Und wer hatte Recht? Karl Liebknecht!...
rotfront (anonym) - 9. Mai, 10:50
und wer war mit dabei?
... :D
redblog - 9. Mai, 09:43
Naja, "wer hat uns verraten...?"...
Naja, "wer hat uns verraten...?" Da wundert mich nichts...
Thomas Trueten (anonym) - 9. Mai, 09:32

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