TV-Tipp: Vermißt


Der junge amerikanische Fotograf Charles Horman und seine Frau Beth leben in der chilenischen Hauptstadt Santiago. Während der Unruhen im Verlauf des Militärputsches 1973 versuchen sie, das Land zu verlassen. Dabei verschwindet Charles spurlos. Beth wendet sich hilfesuchend an dessen Vater, den konservativen Geschäftsmann Ed Horman. Bei ihrer gemeinsamen Suche nach dem Verschollenen erfahren sie weder von amerikanischen noch von chilenischen Behörden Unterstützung. Vielmehr müssen beide erkennen, dass die USA in den Putsch verstrickt sind.

Das Drehbuch entstand nach dem Buch "The Execution of Charles Horman" von Thomas Hauser, das dem amerikanischen Schriftsteller die Nominierung für den renommierten Pulitzer-Preis einbrachte.
Der Regisseur Costa-Gavras, Absolvent der Pariser Filmhochschule IDHEC, arbeitete als Assistent unter anderem für Yves Allégret, René Clair und Jacques Demy, bevor er selbst erstmals Regie führte. Besonders an politischen Themen interessiert, drehte Costas-Gavras so engagierte Filme wie "Z" (1969), über die Methoden der griechischen Militärjunta, "Das Geständnis" (1970), über das kommunistische Regime in der Tschechoslowakei, und "Der unsichtbare Aufstand" (1973), über eine Operation eines CIA-Agenten in Uruguay.
"Vermisst" wurde unter anderem 1982 in Cannes als bester Film mit einer Goldenen Palme ausgezeichnet, die Jack Lemmon auch als bester Darsteller erhielt. Außerdem bekam der Film im gleichen Jahr den Oscar für das beste Drehbuch nach einer literarischen Vorlage.



Vermißt (Missing)
USA, 1982, 122 Minuten
Regie: Constantin Costa-Gavras

arte: Sonntag 20. Juni 2010 um 20.15 Uhr
Wiederholung am Donnerstag 24. Juni um 23.40 Uhr

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