Im Zweifelsfall: Oskar!
dontbelievethehype - 19. November, 14:15 - Politik
Die mediale Berichterstattung über die Person Oskar Lafontaine hatte in jüngster Zeit immer weniger mit objektivem Journalismus und politischer Bildung gemein. Hier nun eine kleine Übersicht der Diffamierungs-Ergüsse unserer Mainstream Medien der letzten Jahre:
Lafontaine hat Schuld ...
…, dass die SPD '99 ohne Parteichef da stand:
"Also, Herr Lafontaine, wir haben hier die Möglichkeit 20 Minuten zu sprechen und wenn Sie mit dem "anständig" vielleicht mich gemeint haben, dann weise ich das zurück. Ich sag nochmal: Sie waren 1999 einer der mächtigsten Männer der Republik. Sie waren Finanzminister. Sie waren Parteichef der SPD. Sie hätten damals die Rentenformel ändern können. Sie hatten mit dem Haushalt zu tun. Sie hätten über Auslandseinsätze der Bundeswehr mitentscheiden können. Sie sind gegangen, das ist doch ein Faktum."
Berlin Direkt
… am Sieg der CDU bei den Landtagswahlen '99 im Saarland:
"13 Jahre lang hatte der damalige SPD-Spitzenmann Lafontaine das Saarland regiert. Sein Rückzug als Bundesfinanzminister und Vorsitzender der Sozialdemokraten trug jedoch viel dazu bei, dass die CDU im Jahr 1999 die Landtagswahlen klar gewinnen konnte."
Phoenix
… am schlechten Abschneiden der Linkspartei im Berliner Abgeordnetenhaus:
"Der SPD-Vorsitzende Kurt Beck hat den Sieg seiner Partei bei der Abgeordnetenhauswahl in Berlin als Vertrauensbeweis für Bürgermeister Klaus Wowereit gewertet. Die hohen Verluste der Linkspartei schob er Oskar Lafontaine zu."
FTD
…, dass Wowereit sich bei der Abstimmung zum Reformvertrag enthalten hat:
"Es war eine Offenbarung, die kein Politiker gerne leistet – schon gar keiner, der als Leitfigur für rot-rot-grüne Planspiele auf Bundesebene gilt. "Hier war das Diktat von Oskar Lafontaine zu spüren", sagte Klaus Wowereit zur Erklärung, warum Berlin als einziges Bundesland dem EU-Reformvertrag im Bundesrat nicht zugestimmt hat."
Spiegel
… an einer möglichen Tolerierung von rot-grün in Hessen:
"Der Parteichef der Linken lobte die hessische SPD-Frontfrau Ypsilanti beim Landesparteitag der Linken über den Klee - und ebnete damit den Weg für die Tolerierung einer rot-grünen Minderheitsregierung in Wiesbaden."
Spiegel
… die Wähler in Hessen verführt zu haben:
"45 Minuten lang spielt Lafontaine also mit der Menge wie ein Pianist, der mit seiner Klaviatur umzugehen vermag - und vermittelt eine einfache Botschaft: Die anderen Parteien sind an allem Schuld, und wenn überhaupt, dann kann nur die Linke den Karren aus dem Dreck ziehen."
FAZ
… an Kaufmanns Austritt:
"Lafontaines populistische Masche wurde nicht nur in Umfragen und Wahlkabinen abgestraft. Sie brachte vielmehr diejenigen in der Partei in Rage, die schon immer die marktschreierischen Methoden im Westflügel abgelehnt hatten. Mancher ging der Partei sogar von der Fahne: Im Mai wechselte die Europaabgeordnete Sylvia-Yvonne Kaufmann zur SPD, Carl Wechselberg verließ die Linke-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus, in Sachsen kehrte der Landtagsabgeordnete Ronald Weckesser der Partei den Rücken."
Focus
… an einer öffentlichen Diffamierung unserer rechtschaffenen Medien:
""Die Medien in Deutschland befinden sich in den Händen von zehn reichen Familien", sagte er und die hätten kein Interesse daran, dass sich die Positionen der Linken durchsetzen. Das sagte er ausgerechnet in einem öffentlich-rechtlichen Sender, was Illner ihm auch prompt unter die Nase rieb."
Welt
… am "unsymptomatischen" Abschneiden der Linkspartei im Saarland:
"Im Saarland kommen zwei Faktoren zusammen: Das eine ist ein Effekt der Person Oskar Lafontaine. Deshalb ist das Ergebnis der Linken dort auch überhaupt nicht symptomatisch für die Stärke der Linkspartei in anderen westdeutschen Bundesländern."
Welt
…, dass soziale Unruhen in Deutschland geschürt werden:
"Die Menschen sollten Autobahnen und Eisenbahnstrecken blockieren, um so gegen umstrittene Vorhaben der Bundesregierung zu protestieren. Solche Aktionen wünscht sich der Chef der Linken, Oskar Lafontaine."
Handelsblatt
… am Niedergang der SPD:
"Als Chef der Linken hat er dann alles getan, die SPD klein zu machen. Er dürfte das Ergebnis vom 27. September mit Genugtuung zur Kenntnis genommen haben: 23 Prozent bei der Bundestagswahl für die einst so stolze Sozialdemokratie. Tiefer kann es eigentlich gar nicht gehen."
Süddeutsche
… am Ergebnis der Bundestagswahl der SPD:
"Für das Wahldebakel der SPD macht er Oskar Lafontaine verantwortlich. "Er hat die Partei verlassen, dann verraten und anschließend ganz gezielt gegen uns organisiert", sagte Müntefering. Der jetzige Vorsitzende der Linkspartei habe die linke Mitte in Deutschland "aus niederen persönlichen Motiven" beschädigt. Die PDS hätte nach Ansicht Münteferings nie eine Chance gehabt, auch in den West-Ländern aufzutrumpfen, wenn der ehemalige SPD- Vorsitzende Lafontaine dies nicht organisiert hätte."
Tagesschau
… an Jamaica im Saarland:
"Andrea Nahles hat nach dem Scheitern einer rot-rot-grünen Regierungsbildung im Saarland Linke-Chef Oskar Lafontaine als "Steigbügelhalter für einen abgehalfterten Ministerpräsidenten" kritisiert. Dem sozialdemokratischen Landeschef Heiko Maas macht die stellvertretende SPD-Vorsitzende Mut. Sein klarer Kurs werde sich auszahlen."
Welt
... am Scheitern von Rot-Rot-Grün im Saarland:
Das Hauptargument gegen Rot-Rot-Grün war die Landtagsfraktion der Linkspartei, die Personen Ralf Georgi und Barbara Spaniol. Sie sind durch Dr. Pollack massiv beeinflusst, die Grünen haben lange genug unter diesem Trio gelitten. Dadurch sahen wir keine stabile Mehrheit gewährleistet. Das wusste Lafontaine."
Saarbrücker Zeitung
..., dass innerhalb der LINKEN ein Nachfolgerstreit entbrannt ist:
Einen Tag vor seiner geplanten Krebsoperation hat Linkspartei-Chef Oskar Lafontaine im saarländischen Landtag über alles gesprochen - nur nicht über seine Erkrankung. In seiner Partei dagegen löste Lafontaine mit der Nachricht über seine Krankheit einen Streit aus: Ein Streit, ob über mögliche Nachfolger diskutiert werden soll.
Tagesschau alle Quellen chronologisch geordnet
Lafontaine hat Schuld ...…, dass die SPD '99 ohne Parteichef da stand:
"Also, Herr Lafontaine, wir haben hier die Möglichkeit 20 Minuten zu sprechen und wenn Sie mit dem "anständig" vielleicht mich gemeint haben, dann weise ich das zurück. Ich sag nochmal: Sie waren 1999 einer der mächtigsten Männer der Republik. Sie waren Finanzminister. Sie waren Parteichef der SPD. Sie hätten damals die Rentenformel ändern können. Sie hatten mit dem Haushalt zu tun. Sie hätten über Auslandseinsätze der Bundeswehr mitentscheiden können. Sie sind gegangen, das ist doch ein Faktum."
Berlin Direkt
… am Sieg der CDU bei den Landtagswahlen '99 im Saarland:
"13 Jahre lang hatte der damalige SPD-Spitzenmann Lafontaine das Saarland regiert. Sein Rückzug als Bundesfinanzminister und Vorsitzender der Sozialdemokraten trug jedoch viel dazu bei, dass die CDU im Jahr 1999 die Landtagswahlen klar gewinnen konnte."
Phoenix
… am schlechten Abschneiden der Linkspartei im Berliner Abgeordnetenhaus:
"Der SPD-Vorsitzende Kurt Beck hat den Sieg seiner Partei bei der Abgeordnetenhauswahl in Berlin als Vertrauensbeweis für Bürgermeister Klaus Wowereit gewertet. Die hohen Verluste der Linkspartei schob er Oskar Lafontaine zu."
FTD
…, dass Wowereit sich bei der Abstimmung zum Reformvertrag enthalten hat:
"Es war eine Offenbarung, die kein Politiker gerne leistet – schon gar keiner, der als Leitfigur für rot-rot-grüne Planspiele auf Bundesebene gilt. "Hier war das Diktat von Oskar Lafontaine zu spüren", sagte Klaus Wowereit zur Erklärung, warum Berlin als einziges Bundesland dem EU-Reformvertrag im Bundesrat nicht zugestimmt hat."
Spiegel
… an einer möglichen Tolerierung von rot-grün in Hessen:
"Der Parteichef der Linken lobte die hessische SPD-Frontfrau Ypsilanti beim Landesparteitag der Linken über den Klee - und ebnete damit den Weg für die Tolerierung einer rot-grünen Minderheitsregierung in Wiesbaden."
Spiegel
… die Wähler in Hessen verführt zu haben:
"45 Minuten lang spielt Lafontaine also mit der Menge wie ein Pianist, der mit seiner Klaviatur umzugehen vermag - und vermittelt eine einfache Botschaft: Die anderen Parteien sind an allem Schuld, und wenn überhaupt, dann kann nur die Linke den Karren aus dem Dreck ziehen."
FAZ
… an Kaufmanns Austritt:
"Lafontaines populistische Masche wurde nicht nur in Umfragen und Wahlkabinen abgestraft. Sie brachte vielmehr diejenigen in der Partei in Rage, die schon immer die marktschreierischen Methoden im Westflügel abgelehnt hatten. Mancher ging der Partei sogar von der Fahne: Im Mai wechselte die Europaabgeordnete Sylvia-Yvonne Kaufmann zur SPD, Carl Wechselberg verließ die Linke-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus, in Sachsen kehrte der Landtagsabgeordnete Ronald Weckesser der Partei den Rücken."
Focus
… an einer öffentlichen Diffamierung unserer rechtschaffenen Medien:
""Die Medien in Deutschland befinden sich in den Händen von zehn reichen Familien", sagte er und die hätten kein Interesse daran, dass sich die Positionen der Linken durchsetzen. Das sagte er ausgerechnet in einem öffentlich-rechtlichen Sender, was Illner ihm auch prompt unter die Nase rieb."
Welt
… am "unsymptomatischen" Abschneiden der Linkspartei im Saarland:
"Im Saarland kommen zwei Faktoren zusammen: Das eine ist ein Effekt der Person Oskar Lafontaine. Deshalb ist das Ergebnis der Linken dort auch überhaupt nicht symptomatisch für die Stärke der Linkspartei in anderen westdeutschen Bundesländern."
Welt
…, dass soziale Unruhen in Deutschland geschürt werden:
"Die Menschen sollten Autobahnen und Eisenbahnstrecken blockieren, um so gegen umstrittene Vorhaben der Bundesregierung zu protestieren. Solche Aktionen wünscht sich der Chef der Linken, Oskar Lafontaine."
Handelsblatt
… am Niedergang der SPD:
"Als Chef der Linken hat er dann alles getan, die SPD klein zu machen. Er dürfte das Ergebnis vom 27. September mit Genugtuung zur Kenntnis genommen haben: 23 Prozent bei der Bundestagswahl für die einst so stolze Sozialdemokratie. Tiefer kann es eigentlich gar nicht gehen."
Süddeutsche
… am Ergebnis der Bundestagswahl der SPD:
"Für das Wahldebakel der SPD macht er Oskar Lafontaine verantwortlich. "Er hat die Partei verlassen, dann verraten und anschließend ganz gezielt gegen uns organisiert", sagte Müntefering. Der jetzige Vorsitzende der Linkspartei habe die linke Mitte in Deutschland "aus niederen persönlichen Motiven" beschädigt. Die PDS hätte nach Ansicht Münteferings nie eine Chance gehabt, auch in den West-Ländern aufzutrumpfen, wenn der ehemalige SPD- Vorsitzende Lafontaine dies nicht organisiert hätte."
Tagesschau
… an Jamaica im Saarland:
"Andrea Nahles hat nach dem Scheitern einer rot-rot-grünen Regierungsbildung im Saarland Linke-Chef Oskar Lafontaine als "Steigbügelhalter für einen abgehalfterten Ministerpräsidenten" kritisiert. Dem sozialdemokratischen Landeschef Heiko Maas macht die stellvertretende SPD-Vorsitzende Mut. Sein klarer Kurs werde sich auszahlen."
Welt
... am Scheitern von Rot-Rot-Grün im Saarland:
Das Hauptargument gegen Rot-Rot-Grün war die Landtagsfraktion der Linkspartei, die Personen Ralf Georgi und Barbara Spaniol. Sie sind durch Dr. Pollack massiv beeinflusst, die Grünen haben lange genug unter diesem Trio gelitten. Dadurch sahen wir keine stabile Mehrheit gewährleistet. Das wusste Lafontaine."
Saarbrücker Zeitung
..., dass innerhalb der LINKEN ein Nachfolgerstreit entbrannt ist:
Einen Tag vor seiner geplanten Krebsoperation hat Linkspartei-Chef Oskar Lafontaine im saarländischen Landtag über alles gesprochen - nur nicht über seine Erkrankung. In seiner Partei dagegen löste Lafontaine mit der Nachricht über seine Krankheit einen Streit aus: Ein Streit, ob über mögliche Nachfolger diskutiert werden soll.
Tagesschau alle Quellen chronologisch geordnet
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