Menschenrechte und die Kriminalisierung der sozialen Kämpfe in Kolumbien werden in Deutschland verschwiegen!


Vom 25.10.09 bis 31.10.09 veanstaltet die kolumbianische Botschaft in Berlin die "ExpoKolumbien" eine Veranstaltungsreihe mit dem Ziel, mehr auländisches Kapital für die Kriegsökonomie in Kolumbien zu beschaffen. Deutsche Unternehmen sollen ein Bild davon bekommen, welche "Möglichkeiten" es gibt, in Kolumbien zu investieren und Geld zu verdienen.
Es geht gemäss der Regierungsdoktrin von "Fortschritt und Entwicklung" um die weitere Expansion der neoliberalen Projekte in diesem Land. Bedeutende Megaprojekte, wie extensiver Anbau von afrikanischer Palme zur Gewinnung von Agrotreibstoffen und der grossflächige Abbau von Steinkohle zur Abdeckung der Energiebdürfnisse des europäischen und nordamerikanischen Marktes stehen an der Tagesordnung.
Diese Megaprojekte sind die gegenwärtigen Motoren der Gewalt in Kolumbien. Ganze Landstriche werden gewaltsam entvölkert, um Platz zu schaffen für Plantagen oder Mienen, allein im Jahr 2008 wurden in Kolumbien über 500 000 Menschen vertrieben. Die Industrialisierung schreitet vor allem auf Kosten des Regenwalds voran, der rücksichtslos vernichtet wird. Angestrebt wird ein komplettes Ersetzen lokaler ländlicher Ökonomien und Lebenswelten, durch Vertreibung der Bevölkerung, Zerstörung ihrer natürlichen Lebensgrundlage, Zerschlagung des sozialen Gefüges und Ermorung politischer SprecherInnen. Dies trifft vor allem Kleinbauern, sowie Indigene und afrokolumbianische Gemeinschaften zu, die mit ihren gewachsenen Selbstverwaltungs-strukturen und kapitalarmer Wirtschaftsweise vom Regime pauschal als potentiell subversive Bevölkerungsteile gesehen werden. Es geht um die Konsolidierung eines autoritären Gesellschaftsmodells, nicht integrierte ländliche Strukturen sollen zerstört werden, der Bevölkerung bleib nur die Flucht oder eine Zukunt als Lohnpräkariat unter oft elenden Bedingungen. Die gesamte soziale Bewegung wird systematisch kriminalisiert und verfolgt:
Es gibt in Kolumbien 7500 politische Gefangene, 1400 Ermordete, die als getötete Guerrilleros deklariert werden, 4,7 Millionen Binnenflüchtlinge und mehr als 2 Millionen Kolumbianer leben ausserhalb Kolumbiens. Diese sind die Ergebnisse der international gestützten Politik der sogenannten “demokratischen Sicherheit” des Präsidenten Uribes.
Da Deutschland ein sehr wichtiger Handelspartner Kolumbiens ist, fordern wir von den wirtschaftlichen Akteuren die Verurteilung dieser Politik, keine Verhandlungen, die zum Ausverkauf des Landes führen, und der Rückzug aus Projekten, die in einem Zusam-menhang stehen mit Vertreibungen und politschen Morden.

KOLUMBIEN IST NICHT ZU VERKAUFEN!!!!!!

Dazu einige wichtige Protestveranstaltungen in Berlin

Videokundgebung gegen die ExpoKolumbien
So, 25.10.09
Ort: KinoBabylon,Rosa-LuxemburgStr.
Zeit:16:30Uhr
VeranstalterInnen:
Berliner Solidaritätskomitee für den Widerstand in Kolumbien, kanalB, FAU

Kundgebung vor der Deutschen Industrie und Handelskammer
Mi, 28.10.09
Ort: Breitestr.29, Berlin-Mitte
Zeit:18:00 Uhr

Informationsveranstaltungen mit dem studentischen Aktivisten
Diego Fernando Marin

Do, 29.10.09
Ort: Rotes Café an der FU, Harnackstr. 1a, U-Bhf Thielplatz
Zeit: 12:00 Uhr

Fr, 30.10.09
DKP Berlin
Ort:Franz-Mehring-Platz 1
10243 Berlin (Nähe Ostbahnhof)
Zeit: 19:00 Uhr

Unterstützt durch:
Berliner Solidaritätskomitee für den Widerstand in Kolumbien, kanalB, FAU, Breites Bündnis für Kolumbien, junge Welt, DKP Berlin

http://www.wikio.de

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