Bolivien holt Che Guevaras Tagebücher aus Geheimarchivt


Boliviens Kulturministerium will zum Treffen der Bolivarianischen Allianz für Amerika (ALBA) vom 16. bis 17. Oktober in Cochabamba Tagebücher des berühmten Revolutionärs Che Guevara in Faksimile mit einer Auflage von über 1000 Bücher herausgeben. Das berichteten lateinamerikanische Medien am Montag.

"Wir machen ein Faksimile der Tagebücher von Che Guevara. Das Dokument blieb seit 1985 als Staatsgeheimnis im Archiv der Zentralbank Boliviens. Jetzt werden die Leute eine Möglichkeit bekommen, sich damit bekannt zu machen", sagte der bolivianische Kulturminister Pablo Groux.

Ihm zufolge wurden die Notizen von El Commandante in der Zeit vom 7. November 1966 bis zum 6.Oktober 1967 während seiner bolivianischen Kampagne gemacht. 2008 wurden die Notizen eingescannt und zur Grundlage des Buches, das auch Bildmaterial und politisch relevante Fakten beinhalten wird.

Die Sonderausgabe werden nur die Staatschefs und Außenminister der ALBA-Mitgliedsstaaten geschenkt bekommen. Das Buch wird in einem Beutel ausgehändigt, der eine exakte Kopie des Beutels ist, in dem Che Guevara die Tagebücher bis zu seinem Todestag aufbewahrt hatte.

Dem Minister zufolge wird das Buch nicht in den Verkauf gehen. Die Auflage soll nach bolivianischen Medien 23 000 Dollar kosten.

In Bolivien hatte Che Guevara seine letzten Lebensjahre verbracht. Im November 1966 ging er in das lateinamerikanische Land, um eine Rebellenarmee aufzubauen. Im Oktober 1967 geriet er in Gefangenschaft und wurde ohne Gerichtsverhandlung exekutiert.
via RIA Novosti

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