Verantwortlicher des Pando-Massakers will Boliviens Vizepräsident werden
uebel - 3. September, 12:15 - Lateinamerika
Bei den vorgezogenen Präsidentschaftswahlen in Bolivien geht der amtierende Staatspräsident, Evo Morales, als Favorit ins Rennen. Eine Gallup-Umfrage, die im August veröffentlicht wurde, sieht Morales 48 Prozentpunkte vor dem aussichtsreichsten Gegenkandidaten. Selbst eine geeinte Opposition wäre laut dieser Umfrage chancenlos gegen den gegenwärtigen Staatspräsidenten, der auf 57,5% der Stimmen kommen würde.
Ebenfalls zur Wahl am 6. Dezember stellt sich Manfred Reyes Villa, der schon 2002 für das Amt kandidierte. Damals erreichte er mit 20,9% den dritten Platz. Bei der Gallup-Umfrage liegt er in der Wählergunst der diesjährigen Wahlen bei 8,6%.
Für Überraschung sorgte Manfred Reyes Villa als er seinen Vizepräsidentschaftskandidaten Leopoldo Fernandez vorstellte. Der ehemalige Präfekt des Departement Pando wurde im September 2008, nach einem Massaker an der Landbevölkerung, für welches er die Verantwortung trägt, verhaftet. Eine extra einberufene Untersuchungskomission der Union Südamerikanischer Staaten (UNASUR) verurteilte die Angriffe im Abschlussbericht als "Verbrechen gegen die Menschlichkeit" und bestätigte die Beteiligung der lokalen Autoritäten am Massaker.
Ebenfalls zur Wahl am 6. Dezember stellt sich Manfred Reyes Villa, der schon 2002 für das Amt kandidierte. Damals erreichte er mit 20,9% den dritten Platz. Bei der Gallup-Umfrage liegt er in der Wählergunst der diesjährigen Wahlen bei 8,6%.
Für Überraschung sorgte Manfred Reyes Villa als er seinen Vizepräsidentschaftskandidaten Leopoldo Fernandez vorstellte. Der ehemalige Präfekt des Departement Pando wurde im September 2008, nach einem Massaker an der Landbevölkerung, für welches er die Verantwortung trägt, verhaftet. Eine extra einberufene Untersuchungskomission der Union Südamerikanischer Staaten (UNASUR) verurteilte die Angriffe im Abschlussbericht als "Verbrechen gegen die Menschlichkeit" und bestätigte die Beteiligung der lokalen Autoritäten am Massaker.
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