Distanzierung von "Pro Reli"
redblog - 20. April, 06:27 - Politik
Desirée Nick ist übergelaufen: Die Entertainerin und ehemalige Religionslehrerin hat sich mit harten Vorwürfen von Pro Reli distanziert - sie sei auf Parolen reingefallen. Eigentlich ist sie als prominente Unterstützerin aufgeführt, plädiert aber nun für Ethik - sie kann die Scheinheiligkeit der Katholiken nicht mehr ertragen. ... Genau genommen sei sie Pro Reli auf den Leim gegangen: "Die haben bei mir angeklopft mit dem Argument, Religionsunterricht solle abgeschafft werden in Berlin", sagte die Schauspielerin. "Da war ich natürlich dagegen." Doch das sei ja nicht mehr als eine Bauernfangparole gewesen, ärgert sie sich. "Und ich bin drauf reingefallen." ... Desirée Nick könne die von Pro Reli propagierte Wahlpflicht, die Schüler zu einer Entscheidung zwischen Religions- und Ethikunterricht zwingt, nicht mit sich vereinbaren. "Ich habe mich von Pro Reli abgewandt, nachdem ich erlebt habe, wie die Katholiken intolerant und fanatisch anderen Gläubigen gegenüber ihren Kreuzzug führen", sagt die Entertainerin. Sie spricht sich für das bisherige Modell aus, Ethik als Pflichtfach an den Schulen zu belassen und Religion weiterhin als ordentliches Fach anzubieten.
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