Donnerstag, 26. März 2009

Die Wiener Zeitung und ihre vielen Probleme Venezuela


Am 14. März veröffentlichte Jorge Castañeda, der ehemalige mexikanische Außenminister, einen Artikel in Newsweek in welchem er behauptet, dass Hugo Chávez mit Hilfe von Carlos Lage und Felipe Pérez Roque einen Putsch gegen Raúl Castro planen würde. Eine gewagte These, denn sein einziger "Anhaltspunkt" dafür ist ein Artikel von Fidel Castro über Baseball! Eine unglaubwürdige Story, die eigentlich keine Erwähnung wert sein sollte, aber nicht wenn es nach Christine Leitner geht. Sie griff Castañedas absurde Theorie auf und brachte sie in einem Kommentar der Wiener Zeitung unter. Chávez sei die Annäherung zwischen Kuba und den USA ein Dorn im Auge gewesen. Weiters erfährt man, dass Chávez an "seinem harten Kurs" gegenüber der USA festhält. So hat der venezolanische Präsident Barack Obama als "ignorant" bezeichnet, nachdem ihn Obama beschuldigt hatte, Terrorismus zu exportieren und ein Hindernis für den Fortschritt in der Region zu sein. Was es bedeuten kann vom amerikanischen Präsidenten als Exporteur von Terror genannt zu werden zeigt die aktuelle Situation im Irak.

Interessant geht es im Artikel weiter: "Die Mehrwertsteuer wird von neun auf zwölf Prozent erhöht"
Die Mehrwertsteuer wird erhöht, jedoch beträgt sie immer noch weniger als bei Hugo Chávez' Amtsantritt als sie noch bei 16,5 Prozent war. Ebenso wurde zusätzlich angekündigt, dass zum Ausgleich der Mindestlohn, innerhalb des Jahres 2009 in zwei Schritten um insgesamt 20% gesteigert werden soll.
"zudem will er Staatsanleihen in der Höhe von umgerechnet zehn Milliarden US-Dollar zur Zeichnung ausgeben und zum ersten Mal seit 2003 ein Budgetdefizit in Kauf nehmen"
Dazu sollte hinzugefügt werden, dass die Staatsverschuldung Venezuelas nur bei 13,5 Prozent des Bruttoinlandsproduktes liegt. Zum Vergleich: Die Staaten der Europäischen Union sind durchschnittlich mit 58,9 Prozent verschuldet.
"Von seinem "sozialen Weg" will Chávez trotz der finanziellen Turbulenzen und einer jährlichen Inflationsrate von 29,5 Prozent – der höchsten in ganz Lateinamerika –  nicht abgehen."
Die Bezeichnung "jährlichen Inflationsrate von 29,5 Prozent" ist nicht korrekt. Das ist die Inflation im Jahr 2008. Die hohe Inflation ist in Venezuela auch kein neues Problem . Venezuela kämpft schon seit mehreren Jahren gegen eine hohe Inflation. In der Amtszeit des vorhergehenden Präsidenten, Rafael Caldera, betrug die durchschnittliche Inflation 59,4 Prozent.

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heinzi (Gast) - 27. März, 14:07

omg

ja aber das bedeutet im endeffekt eine verdreifachung der staatsverschuldung bei einer unsicherer finanzieller entwicklung und das nicht um nachhaltig das BIP zu pushen, sondern um die massen ruhig zu stellen, checks halt!

tommegg - 29. März, 09:29

und? da werden nicht "die massen ruhiggestellt", das hat nur ein regime wie die deutsche oder amerikanische pseudodemokratie nötig. die venezuelanische regierung versorgt die bevölkerung. das ist ein wesentlicher unterschied. checks halt!

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