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Sonntag, 12. Oktober 2008

Bundesvorsitzender in spe abgesägt


Am Samstag wählte die Landesdelegiertenkonferenz der baden-württembergischen Grünen ihre Landesliste für die Bundestagswahlen im kommenden Jahr.
Auf einen der Listenplätze wollte auch Cem Özdemir. Von 1994 bis 2002 saß er bereits im Bundestag, musste dann jedoch seinen Platz räumen nachdem bekannt geworden war, daß er einen günstigen Privatkredit von PR-Berater Moritz Hunzinger bekam und er dienstlich erworbener Bonus-Meilen privat nutzte. Nach einer Politpause ging er 2004 ins Europäische Parlament. Jetzt stand ein großes Comeback bevor: Özdemir soll neuer Bundeschef der Grünen werden, ohne Gegenkandidat, nachdem der Berliner Ratzmann seine Kandidatur zurückzog.
Jedoch wollte Özdemir auch zurück in den Bundestag. So stellte es sich gestern zur Wahl. Da die Grünen jedoch ihre Listen noch immer quotieren, blieben ihm von den acht Plätzen nur vier. Von diesen vier Plätzen war einer vorab vergeben für den Fraktionschef Kuhn. Listenplatz vier ging an den Bundestagsabgeordneten Gerhard Schick. Blieben Özdemir also nur zwei Plätze für seine Kandidatur: Platz sechs und Platz acht.
Zweimal stellte er sich zur Wahl, zweimal scheiterte er grandios.



Damit gaben die Delegierten dem Oberrealo nicht nur eine gelbe, sondern gleich eine rote Karte. Laut SPON packte er sich nach der Bekanntgabe der letzten Ergebnisse seinen Rücksack und dampfte ab.

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peter s. (Gast) - 12. Oktober, 16:35

Grüne und andere Politiker

das erstaunt - das diesmal kein belasteter gewählt wurde.

früher war es sicher, das bei den demokratische parteien in die ämter gewählt wurde, wer mindestens ein ehemaliger nazi war oder schon eine affaire glatt überstanden hatte.

vielleicht hat er sich auch nur zu viel um sein eigenes wohl gekümmert und nicht um die kriegswichtigen ziele deutschlands - war nicht genügend kriegshetzer ... oder konnte nicht wie die hamburger grünen alle versprechen über bord werfen ... hatte vielleicht keine grünen versprechen ...

die karawane zieht weiter ...

bürger westberlins

redblog - 12. Oktober, 16:43

naja, von einer linkswende kann man noch lange nicht sprechen, da kuhn ein oberrealo ist, die linke bei den grünen ist doch eh nur noch marginal, war aber trotzdem ne nett geschichte, daher wurde sie hier veröffentlicht ;)

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