Die Propagandamaschine „Project Syndicate“
"Project Syndicate" ist ein Zusammenschluss von 393 "Qualitäts"-Zeitungen in 146 Ländern. Es verbreitet Texte von diversen Persönlichkeiten und stellt sie in verschiedenen Sprachen zur Verfügung.
Das Syndikat engagiert hauptsächlich Autoren, die von den bürgerlichen Medien dem linken Spektrum zugeordnet werden. Zu den bekanntesten gehören z.B. der ehemalige deutsche Außenminister Joseph Fischer, der frühere US-Präsident Jimmy Carter und der letzte sowjetische Staatspräsident Michail Gorbatschow.
Die Inhalte der Kommentare sind zumeist propagandistisch, richten sich gegen progressive Entwicklungsmodelle und unterstützen eine neoliberale Weltordnung.
Am besten erkennt man dies im Lateinamerika - Ressort des "Project Syndicates". In dieser Rubrik werden hauptsächlich Artikel von rechten Autoren veröffentlicht. Ein gutes Beispiel ist das Kommentar "Lateinamerikas Anti-Chávez-Achse" von Charles Tannock. Das Essay des außenpolitischen Sprechers der britischen Konservativen im Europäischen Parlament, will ich nun genauer beleuchten:
Schon auf den ersten Blick erkennt man die Absicht des Autors. Der venezolanische Präsident Hugo Chávez wird diffamiert, während der kolumbianische Präsident Alvaro Uribe hochgejubelt wird.
Charles Tannock schreckt auch nicht davor zurück Lügen zu verbreiten. So behauptet er in dem Artikel, dass Alvaro Uribes Vater von der Guerilla FARC ermordet wurde. Das stimmt zwar mit den Äußerungen des Präsidenten überein, aber die U.S. Defense Intellingence Agency berichtet, dass der Mord im Zusammenhang mit seinen Verbindungen zum Drogenhandel stand.
So wird in diesem Kommentar auch in den Raum gestellt, dass der brasilianische Präsident Luiz Inácio Lula da Silva sich im März 2008 von Chávez distanziert hatte. Dies entspricht nicht den Tatsachen. Zum Beispiel meinte Lula im Mai 2008 in einem Interview mit dem Spiegel, dass Chávez der beste Präsident Venezuelas in den letzten hundert Jahren sei.
Venezuela wird in dem Essay vorgeworfen, dass der Staat die FARC nicht als terroristische Gruppe einstuft und dies ein Mitgrund für die angebliche Distanzierung Lulas von Chávez ist. Anscheinend weiß der Autor nicht, dass auch Brasilien und die meisten anderen Länder der Welt die FARC nicht als Terrororganisation sehen.
Man könnte nun noch auf weitere Ungenauigkeiten, Unterstellungen oder Falschmeldungen in dem Artikel eingehen, es zeigen jedoch schon die drei ausgewählten Punkte, dass Charles Tannock in seinem Kommentar mit Absicht die Fakten verdreht oder verfälscht um Stimmung für Uribe bzw. gegen Chávez zu machen.
Diese Tendenz sieht man in fast jedem Artikel die das Thema Venezuela bzw. Kolumbien behandeln.
Ein Grund könnte sein, dass die venezolanische Oppositionszeitung "El Nacional" ein Teil des Syndikats ist. Ebenso wie die kolumbianische regierungsnahe Tageszeitung "El Tiempo".
Interessant ist auch die Finanzierung der Non-Profit-Organisation, die ihren Hauptsitz in Prag hat. Neben den beteiligten Zeitungen wird "Project Syndicate" auch von verschiedenen Organisationen finanziert. So fördert das George Soros "Open Society Institute" das Syndikat. Die Organisation des aus Ungarn stammenden Investmentbanker und US-Milliardärs George Soros finanzierte in Osteuropa verschiedene US-nahe Oppositionsgruppen und die "bunten Revolutionen".
Ein weiterer Partner der Organisation ist die NGO "The Asia Society", die wiederum von Unternehmen wie Citigroup, Coca-Cola, Sony oder ExxonMobil finanziert wird.
Auch das europäische Pendant des US-amerikanischen Think-Thanks "Council on Foreign Relations", "European Council on Foreign Relations", fördert das Syndikat.
Im deutschsprachigen Raum sind folgende Medien Teil des Syndikats:
Deutschland: Börsen Zeitung, Die Welt, FT Deutschland, Sächsische Zeitung und Süddeutsche Zeitung
Österreich: Börsen-Kurier , CorporAID, Der Standard und Die Presse
Schweiz: Tagesanzeiger

Das Syndikat engagiert hauptsächlich Autoren, die von den bürgerlichen Medien dem linken Spektrum zugeordnet werden. Zu den bekanntesten gehören z.B. der ehemalige deutsche Außenminister Joseph Fischer, der frühere US-Präsident Jimmy Carter und der letzte sowjetische Staatspräsident Michail Gorbatschow.
Die Inhalte der Kommentare sind zumeist propagandistisch, richten sich gegen progressive Entwicklungsmodelle und unterstützen eine neoliberale Weltordnung.
Am besten erkennt man dies im Lateinamerika - Ressort des "Project Syndicates". In dieser Rubrik werden hauptsächlich Artikel von rechten Autoren veröffentlicht. Ein gutes Beispiel ist das Kommentar "Lateinamerikas Anti-Chávez-Achse" von Charles Tannock. Das Essay des außenpolitischen Sprechers der britischen Konservativen im Europäischen Parlament, will ich nun genauer beleuchten:
Schon auf den ersten Blick erkennt man die Absicht des Autors. Der venezolanische Präsident Hugo Chávez wird diffamiert, während der kolumbianische Präsident Alvaro Uribe hochgejubelt wird.
Charles Tannock schreckt auch nicht davor zurück Lügen zu verbreiten. So behauptet er in dem Artikel, dass Alvaro Uribes Vater von der Guerilla FARC ermordet wurde. Das stimmt zwar mit den Äußerungen des Präsidenten überein, aber die U.S. Defense Intellingence Agency berichtet, dass der Mord im Zusammenhang mit seinen Verbindungen zum Drogenhandel stand.
So wird in diesem Kommentar auch in den Raum gestellt, dass der brasilianische Präsident Luiz Inácio Lula da Silva sich im März 2008 von Chávez distanziert hatte. Dies entspricht nicht den Tatsachen. Zum Beispiel meinte Lula im Mai 2008 in einem Interview mit dem Spiegel, dass Chávez der beste Präsident Venezuelas in den letzten hundert Jahren sei.
Venezuela wird in dem Essay vorgeworfen, dass der Staat die FARC nicht als terroristische Gruppe einstuft und dies ein Mitgrund für die angebliche Distanzierung Lulas von Chávez ist. Anscheinend weiß der Autor nicht, dass auch Brasilien und die meisten anderen Länder der Welt die FARC nicht als Terrororganisation sehen.
Man könnte nun noch auf weitere Ungenauigkeiten, Unterstellungen oder Falschmeldungen in dem Artikel eingehen, es zeigen jedoch schon die drei ausgewählten Punkte, dass Charles Tannock in seinem Kommentar mit Absicht die Fakten verdreht oder verfälscht um Stimmung für Uribe bzw. gegen Chávez zu machen.
Diese Tendenz sieht man in fast jedem Artikel die das Thema Venezuela bzw. Kolumbien behandeln.
Ein Grund könnte sein, dass die venezolanische Oppositionszeitung "El Nacional" ein Teil des Syndikats ist. Ebenso wie die kolumbianische regierungsnahe Tageszeitung "El Tiempo".
Interessant ist auch die Finanzierung der Non-Profit-Organisation, die ihren Hauptsitz in Prag hat. Neben den beteiligten Zeitungen wird "Project Syndicate" auch von verschiedenen Organisationen finanziert. So fördert das George Soros "Open Society Institute" das Syndikat. Die Organisation des aus Ungarn stammenden Investmentbanker und US-Milliardärs George Soros finanzierte in Osteuropa verschiedene US-nahe Oppositionsgruppen und die "bunten Revolutionen".
Ein weiterer Partner der Organisation ist die NGO "The Asia Society", die wiederum von Unternehmen wie Citigroup, Coca-Cola, Sony oder ExxonMobil finanziert wird.
Auch das europäische Pendant des US-amerikanischen Think-Thanks "Council on Foreign Relations", "European Council on Foreign Relations", fördert das Syndikat.
Im deutschsprachigen Raum sind folgende Medien Teil des Syndikats:
Deutschland: Börsen Zeitung, Die Welt, FT Deutschland, Sächsische Zeitung und Süddeutsche Zeitung
Österreich: Börsen-Kurier , CorporAID, Der Standard und Die Presse
Schweiz: Tagesanzeiger
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1 Kommentar - Kommentar verfassen - 0 Trackbacks
machnow (Gast) - 14. Dezember, 12:21
wirklich eine nette sammlung von widerlichen zeitungen.
übrigens scheint zur zeit eine (r)echte kampagne welle gegen chavez in den westlichen länmdern zu laufen. bei inforadio gab es zum tag der menschenrechte ein interview mit dem bundesdeutschen sogenannten 'menchenrechtsbeauftragten' und ex-ddr-dissidenten günter nooke, der permant dagegen wetterte, was an ganz schlimmen menschenrechtsverletzungen in venezuela laufen würden. er pochte mehrfach darauf, das dieses 'regime' im diskurs zu menschenrechten vernachlässigt würde. nooke stellte venezuela in eine reihe mit dafur, kongo, china und russland, nich ohne venezuela im punkto menschenrechtsverletzungen herauszuheben. ich hätte kotzen können... nichtmal der moderator wollte sich aber darauf einlassen und verscuhte nooke zu unterbrechen. der sprühte weiter vor antisozialismus und ließ sich in seinem antivenezuelaredeschwall einfach nicht aufhalten. echt ekelhaft!
übrigens scheint zur zeit eine (r)echte kampagne welle gegen chavez in den westlichen länmdern zu laufen. bei inforadio gab es zum tag der menschenrechte ein interview mit dem bundesdeutschen sogenannten 'menchenrechtsbeauftragten' und ex-ddr-dissidenten günter nooke, der permant dagegen wetterte, was an ganz schlimmen menschenrechtsverletzungen in venezuela laufen würden. er pochte mehrfach darauf, das dieses 'regime' im diskurs zu menschenrechten vernachlässigt würde. nooke stellte venezuela in eine reihe mit dafur, kongo, china und russland, nich ohne venezuela im punkto menschenrechtsverletzungen herauszuheben. ich hätte kotzen können... nichtmal der moderator wollte sich aber darauf einlassen und verscuhte nooke zu unterbrechen. der sprühte weiter vor antisozialismus und ließ sich in seinem antivenezuelaredeschwall einfach nicht aufhalten. echt ekelhaft!





























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