Viva NOlympia!
tommegg - 8. August, 06:30 - Politik

Heute wird die Eröffnungszeremonie der 29. Olympischen Spiele stattfinden, ein pompöser Auftakt ist garantiert. Dabei wird man uns wieder denselben Blödsinn vom "Fest der Völker" und dem Olympischen Gedanken vorbeten, den es aus diesem Anlaß jedes mal zu hören gibt. Das klingt dann in etwa so: Ziel der Olympischen Bewegung ist es, zum Aufbau einer friedlichen und besseren Welt beizutragen und junge Menschen im Geiste von Freundschaft, Solidarität und Fair Play ohne jegliche Diskriminierung zu erziehen. Quelle
Dabei ist die olympische Tradition eine zutiefst kriegerische. Die antiken Olympische Spiele waren ein eher diplomatisches Spektakel ansonsten bis auf´s Blut verfeindeter Poleis, die damaligen Sportspiele waren von einer Reihe martialischer Wehr-Sportarten gekennzeichnet, darunter nicht nur das Ringen, der Faustkampf, der Waffenlauf und das Wagenrennen, sondern auch das unglaublich brutale Pankration. Der Sieg beim Pankration führte nur über K.O., Aufgabe oder den Tod des Gegners. Anders als beim Ringen oder Boxen waren die Sportler keinen technischen Beschränkungen unterworfen. Das heißt, es waren sowohl Schläge und Tritte, Knie- und Ellenbogenstöße aber auch Würfe, Hebel und Würgegriffe sowohl im Stand, als auch im Bodenkampf erlaubt, nur das Beißen des Gegners und das Eindrücken der Augen waren verboten.Auch der heute so euphorisch gepriesene Olympische Friede war in Wahrheit nicht mehr als eine schnöde Waffenruhe, um den Gästen die An- und Abreise zu den Spielen zu ermöglichen. Und selbst dieser Vertrag wurde von jeder unterzeichnenden Partei verletzt, es herrschte Mord und Totschlag, weil jeder die Olympischen Spiele selbst ausrichten wollte.
Der Begründer der "Modernen Olympischen Spiele" - Piere de Coubertin war ein Ultranationalist, der Frankreich mit einem durch (Zwangs-)Schulsport und Wehrertüchtigung gestähltem Volk zur Revanche für die Schmach von 1870/71 verhelfen wollte.Diese Elite (die Olympioniken, rb) muss eine Ritterschaft sein. Ritter sind in erster Linie Waffenbrüder, mutige, energiegeladene Menschen, die nicht nur durch Kameraderie verbunden sind ..., sondern auf ihr liegt beim Ritter noch der Wettkampfgedanke ... des ritterlichen und doch mit Gewalt geführten Kampfes.
Piere de Coubertin
In diesem Sinn war Olympia 1936 auch weniger ein Mißbrauch der olympischen Idee für die Propagandazwecke der Nazis, sondern eine höchst traditionelle Auslegung des olympischen Geistes.
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3 Kommentare - Kommentar verfassen - 0 Trackbacks
Karin (Gast) - 8. August, 08:47
Olympische Spiele
Vielen Dank für den Beitrag, aber warum kein Wort zu den heutigen Spielen. Wie schon 1936 finden sie in einer Diktatur statt und die Welt schaut zu, während das Regime Tibet und die Tibeter unterdrückt.
tommegg - 8. August, 09:38
Kein Wort zu Tibet
weil "die Tibeter" nicht unterdrückt werden. Zur Erleuchtung geht´s hier lang.
aka (Gast) - 9. August, 23:22
Reine Ablenkung
tibet und all das menschenrechtsgeschwafel von kriegstreibern, waffenhändlern, folterknechten usw. lenkt lediglich von der (weltweiten) unhaltbaren abwesenheit und abbau sozialer rechte ab. der dalai lama - als reliöser fundamentalist - hat nix mit emanzipation und demokratischer transformation zu tun!


























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