Sonntag, 6. Juli 2008

EU-Abschieberichtlinie: Chavez geht weiter


Nachdem am 18. Juni das Europäische Parlament der "EU-Abschieberichtlinie" zustimmte, reagierten vor allem die lateinamerikanischen Regierungen, gleich welcher politischer Ausrichtung, sehr verärgert über die EU-Migrationspolitik. In den bürgerlichen Medien spielte dieser Protest kaum eine Rolle. Ausnahme wie so oft bildete die Reaktion von Venezuelas Präsident Hugo Chavez. Dieser hatte angekündigt, allen europäischen Länder, die die Richtlinie umsetzen, künftig kein Öl mehr liefern zu wollen.

Sowohl Medien als auch Politik reagierten gelassen und bezeichneten die Ankündigung von Chavez als Spinnerei und leere Drohung, Europa würde so gut wie kein Öl aus Venezuela beziehen. So ganz leicht will sich Chavez dann doch nicht abspeisen lassen.
Am Samstag erklärte er nun, "Banken und andere Unternehmen aus Ländern, die die neue Richtlinie anwenden, könnten ihre Zulassung in Venezuela verlieren".

Wer nicht hören will, muß spüren ...

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Standpunkt (anonym) - 6. Juli, 15:03

Richtig so!

Es ist zu Hoffen, das Chavez konsequent weitergeht.

Killerkeks (anonym) - 6. Juli, 16:50

Wer Macht hat..

absolut richtig so. So sehen die europäischen Länder mal was sie in all den anderen drittweltstaaten mit ihrer Erpressung machen. Ich hoffe Chavez zieht das durch!

Enrico (anonym) - 8. Juli, 09:14

Ich bin mal gespannt, ob er das auch wirklich umsetzt. Ich könnte mir vorstellen, dass er diese Schritte vielleicht auch so kurz oder langfristig vor hatte und den Vorwand der EU-Richtlinie dafür nutzt, da sich dann eigentlich niemand über die tatsächliche Umsetzung beschweren kann.
Da in Venezuela gerade die Konsumentenkredite (z.B. zum Autokauf) enorme Volumen angenommen haben, werden die Banken nur ungern auf ihre Zulassung verzichten wollen.


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