Uribe weiter in Bedrängnis


Der Paraskandal in Kolumbien nimmt kein Ende. Gestern wurde der ehemalige Parlamentspräsident Mario Uribe Escobar festgenommen. Ihm wird vorgeworfen in Verbindung zu den Paramilitärs der AUC gestanden zu haben. Im Jahr 2002 soll er sich mit dem damaligen Chef der Paramilitärs, Salvatore Mancuso, getroffen und über den Stimmenkauf für die Präsidentenwahl im Mai des gleichen Jahres verhandelt haben. Gewählt wurde damals Alvaro Uribe, der das Land seitdem mit harter Hand regiert. Mario Uribe ist ein Cousin des Präsidenten und gehört(e) zu seinen wichtigsten politischen Verbündeten. Nachdem Mario Uribe vom Haftbefehl gegen ihn erfahren hatte, flüchtete er in die Botschaft Costa Ricas, um dort politisches Asyl zu beantragen. Dies wurde jedoch als "unbegründet" abgewiesen.
Mit diesen neuen Anschuldigungen gerät der Präsident weiter in Bedrängnis. Bereits mehrfach wurden Politiker aus dem direkten Umfeld des Präsidenten wegen Verbindungen zum Paramilitarismus angeklagt. Anfang des Jahres trat die Außenministerin Maria Consuelo zurück, nachdem ihr Bruder im Zusammenhang mit dem Para-Gate, wie der politische Skandal in Kolumbien genannt wird, verhaftet worden war.
Erst Anfang dieser Woche war bekannt geworden, daß der Präsident und einige seiner Minister Parlamentsabgeordnete bestochen haben sollen, um so die Wiederwahl Uribes zu ermöglichen (redblog berichtete).

Immer offensichtlicher wird durch diese Enthüllungen die Verbindung von Politik und Verbrechen.

Iván Cepeda: ''Escándalo de parapolítica comienza a comprometer al Gobierno colombiano''

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Gibriam (Gast) - 2. Februar, 17:16
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