Chilenisches Verfassungsgericht verbietet "Pille danach"
redblog - 5. April, 09:29 - Lateinamerika
Seit dem 4. September 2006 konnten in Chile Jugendliche ab 14 Jahren jede Art von Verhütungsmittel ohne Erlaubnis der Eltern erhalten, sie erhielten auch kostenlosen Zugang zur "Pille danach". Schon damals sorgte die Initiative, die auf die chilenische Präsidentin Bachelet zurückging für einen Sturm der Entrüstung bei der katholischen Kirche und der konservativen Opposition. Grund für diese Entscheidung war der Fakt, daß in Chile über 13 Prozent aller 14-jährigen Mädchen bereits Mutter waren und jährlich 40.000 Neugeborene von Frauen gezeugt wurden, die unter 19 Jahre alt waren.
Das chilenische Verfassungsgericht stoppte am Freitag das Regierungsprogramm, nachdem 31 Abgeordnete mit Unterstützung konservativer Gruppen und der katholischen Kirche das oberste Gericht des Landes angerufen hatten, weil sie den Gebrauch des Verhütungsmittels mit Abtreibung gleichsetzen. Die Entscheidung fiel mit fünf gegen vier Richterstimmen.
Somit bliebt der Zugang zur "Pille danach" Jugendlichen und armen Frauen versperrt.

Das chilenische Verfassungsgericht stoppte am Freitag das Regierungsprogramm, nachdem 31 Abgeordnete mit Unterstützung konservativer Gruppen und der katholischen Kirche das oberste Gericht des Landes angerufen hatten, weil sie den Gebrauch des Verhütungsmittels mit Abtreibung gleichsetzen. Die Entscheidung fiel mit fünf gegen vier Richterstimmen.
Somit bliebt der Zugang zur "Pille danach" Jugendlichen und armen Frauen versperrt.
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