Kolumbien verschärft Beziehungen zu Nachbarn


Am 2. März verkündete der kolumbianische Kriegsminister Juan Manuel Santos, die Armee habe bei einem Einsatz nahe der Grenze zu Ecuador ein Camp der Guerilla FARC angegriffen und dabei die Nummer Zwei der Guerilla, Raul Reyes, sowie 17 weitere Guerilleros getötet.

Mittlerweile ist jedoch klar, daß Santos gelogen hat. Der Einsatz fand auf ecuadorianischem Staatsgebiet statt. Ecuadors Präsident bezeichnete dies als "schlimmsten Angriff" auf sein Land in der Geschichte und sprach zudem von einem Massaker, das die kolumbianische Armee auf dem ecuadorianischen Boden ausgeübt habe.

Ansprache von Präsident Correa


Als Reaktion zog Correa gestern seinen Botschafter aus dem Nachbarland ab und wies den kolumbianischen Botschafter aus. Auch Venezuela entschied sich dazu seine Botschaft in Bogota zu schließen. Beide Länder verstärkten zudem ihre Militärpräsenz an der Grenze zu Kolumbien.

Kaum hatte Correa die Ausweisung bekannt gegeben, verbreitete die kolumbianische Regierung, man habe Dokumente bei dem Einsatz gefunden, die Verbindungen zwischen Correa und der FARC belegen. Laut Medienberichten soll es sich um Unterlagen von Reyes handeln, in denen er dem Generalsekretariat mitteilt, Correa habe ein Interesse an einem Treffen, um sich aktiv für eine friedliche Lösung des Bürgerkrieges und einen humanitären Austausch einzusetzen.

Es ist nicht das erste Mal, daß Kolumbien die Souveränität Ecuadors verletzte.

Weitere Informationen:
amerika21.de: Bogotá provoziert den Krieg
La Hora: ‘Colombia bombardeó Ecuador’
redglobe.de: Guerilla-Kommandant Reyes getötet
redglobe.de: Venezuela und Ecuador brechen Beziehungen mit Kolumbien ab
TeleSUR: FARC aseguran que asesinato de ''Raúl Reyes'' no afectará acuerdo humanitario

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