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Donnerstag, 17. Januar 2008

Institution Tagesshow


Der Journalist Walter van Rossum schaute hinter die Kulissen der Tagesschau. Im letzten Jahr veröffentlichte er mit "Die Tagesshow - We man in 15 Minuten die Welt unbegreiflich macht" ein sehr lesenswertes Buch über die Nachrichtensendung. Es ist "ein Lehrstück über unsere Medienrealität" wie es auf dem Klappentext heißt.

Van Rossum analysiert minutiös eine Tagesschau-Ausgabe und zeigt auf, wie die Tagesschau desinformiert statt informiert. Wichtigen Fragen wird nicht nachgegangen, unsinnige Informationen unkritisch in die Welt posaunt.



Ein lesenswertes und wichtiges Buch über die Nachrichtensendung, die täglich von ca. 10 Millionen Zuschauern gesehen wird und der ARD als Flagschiff des "guten Journalismus" gilt.

Walter van Ross um: Die Tagesshow. Wie man in 15 Minuten die Welt unbegreiflich macht. Kiepenheuer & Witsch, 2007, 208 Seiten, ISBN-13: 978-3462039511

Im Juli 2007 sendete der DLF ein Feature des Autors.
DLF: Die Tagesshow oder Die Welt in 15 Minuten
Download [mp3, 41:46 Min., 14,36 MB]

Nachtrag:
Am 17.10.2007 kommentiere Arno Orzessek im Deutschlandradio Kultur das Buch und verreißt es gnadenlos, jedoch ohne wirklich den Inhalt zur Kenntnis zu nehmen. Aber wie so immer gilt, wenn man nicht weiterweiß, greift man zur Anti-Amerikanismuskeule. "... denn in Wahrheit glaubt er, daß die Tagesschau und diese Nachrichtensendungen in einem hohen Maße von einer unkritischen Haltung gegenüber Amerika gekennzeichnet sind. Und das beantwortet er dann durch einen wutschnaubenden Anti-Amerikanismus, der ihm sicherlich den Hauptvortrag auf der nächsten Rosa-Luxemburg-Konferenz bringen könnte. ..."

Kritik - Deutschlandradio Kultur, 17.10.2007
Download [mp3, 7:13 Min., 2,48 MB]

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Max (Gast) - 17. Januar, 09:33

So lala

Um ehrlich zu sein fand ich das Buch nicht so toll. Van Rossums Medienkritik ist nur eine Textkritik, er analysiert aber nicht die Bilder die in der Tagesschau gesendet werden, was viel wichtiger gewesen wäre!

redblog - 17. Januar, 18:28

mag sein, ...

aber zur bildanalyse sollte man vielleicht auch ein anderes medium wählen. das ist in einem buch nicht sonderlich praktisch.
Disturbed (Gast) - 17. Januar, 14:07

hm

Was nützen tausend Bücher, wenn jene, die es verstehen müssten, sie nicht lesen? Menschen, denen eine objektive Betrachtung der Dinge wichtig ist, werden sich nicht blind auf eine Nachrichtensendung mit bunten Bildchen verlassen. Sei es nun die Tagesschau oder die RTL2-News...
Die Wahrheit bringt halt oft keine Quoten!


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