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Montag, 17. Dezember 2007

Stapelweise Bücher, Diskussionen und Lesungen


linke buchmesse Zum 12. Mal fand am Wochenende in Nürnberg die Linke Literaturmesse statt, veranstaltet vom Literaturverein Libresso e.V. und Metroproletan Archiv & Bibliothek.
Die Veranstalter zeigten sich zufrieden mit Publikumszuspruch, ca. 1500 Menschen besuchten zwischen Freitag und Sonntag die Messe und die zahlreichen Veranstaltungen im Kulturzentrum K4.

Die Eröffnungsveranstaltung bestritt am Freitag Jutta Ditfurth mit ihrer Biografie über Ulrike Meinhof vor einem vollen Auditorium.
Auch die übrigen, mehr als 40, Veranstaltungen konnte sich über das Interesse nicht beklagen.
Im Großen Saal präsentierten linke Verlage und Antiquariate ihr Angebot, auf der Bühne führte Radio Z zahlreiche Interviews mit Autorinnen und Autoren. Die Interviews sollen in der nächsten Zeit auch als mp3-Dateien auf der Hompepage des freien Radios verfügbar sein.
Anwesend war auch Heike Schrader, die das Buch "Guantanamo auf griechisch" von Savvas Xiros übersetzt hat und in Nürnberg präsentierte. In der letzten Woche war die jW-Korrespondentin nach ihrer Ankunft am Flughafen Köln-Bonn festgenommen worden.

Völlig deplatziert auf dieser linken Buchmesse war der antideutsche ça ira-Verlag, der seine Aufgabe in der Beerdigung der deutschen Linken sehen. Für sie sind die deutschen Linken doch eh nur verkappte Antisemiten. Deutlich wurde das auch an der von ihnen angebotenen Veranstaltung "Rote Armee Fiktion", in der nur dumme Sprüche und die üblichen Antisemitismusvorwürfe aneinandergereiht wurden. Der Messe würde nichts fehlen, wenn sie im nächsten Jahr nicht mehr erscheinen würden. Es wäre auch nicht der "linke Pluralismus der Messe" in Gefahr, wenn sie nicht mehr erscheinen dürften. Verlage und Gruppen, die sich die Bekämpfung der Linken auf die Fahne geschrieben haben, haben auf einer linken Buchmesse einfach nichts zu suchen.

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Trackbacks zu diesem Beitrag

12. Linke Literaturmesse: Stapelweise Bücher, Diskussionen und Lesungen

Zum 12. Mal fand am Wochenende in... [weiter]
LeserIn (Gast) - 17. Dezember, 19:54

ADs ade!

Yo, es war so voll wie schon lang nicht mehr.

Das mit ca ira fiel mir auch negativ auf; leider gehört es bei der LLM seit ewig zum Konzept mindestens einen extrem-AD einzuladen (Bahamas & Co waren auch schon da). Und dass, obwohl von dieser Seite nur Statements kommen, á la Nürnbergs Linke sei die reaktionärste Deutschlands, und man könne sich nicht unter Linke trauen, weil man dann als Jude bezeichnet und umgebracht werden würde. Irgendwie macht sich das Pack doch mit solchen Aussagen auch selbst unglaubwürdig, wenn es dann auf der Linken Literaturmesse auftaucht und da eine Veranstaltung abhält wie alle anderen auch.

leo (Gast) - 18. Dezember, 23:48

unglaubwürdig?

irgendwie macht ihr beide euch selbst unglaubwürdig, wenn ihr sachen unterstellt, die noch nie jemand behauptet hat. nennt doch mal quellen.

solidarische reklame
linke literaturmesse nürnberg


redblog erhält für diese reklame kein geld.

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