Chaos bei der Bahn
redblog - 5. Oktober, 20:24 - Politik
Die Lokführergewerkschaft GDL hatte für Freitag einen dreistündigen Streik im Fern-, Güter- und Nahverkehr angekündigt. Nach einem Beschluß des Arbeitsgerichtes Chemnitz (Pressemitteilung zur Entscheidung [pdf]) wurde der GDL ein Streik im Fern- und Güterverkehr untersagt. Die DB hatte auf die Streikankündigung mit einem Notfallfahrplan reagiert.
Nicht der Streik, sondern der Notfahrplan führte zu einem flächendeckenden Chaos. Zwar konnte die Bahn die meisten Fernverkehrverbindungen bedienen, der Regionalverkehr fiel jedoch hinten runter.
In Berlin und Brandenburg fielen über den ganzen Tag mindestens 75 % der Regionalzüge aus. Die DB erklärte hingegen permanent, 50 % der Verbindungen zu bedienen.
Die GDL sprach von einem erfolgreichen Streik und weiß damit auch die Fahrgäste hinter sich.
Aus München berichtete n-tv, daß hier der S-Bahn-Verkehr teilweise lahm lag. Mehrere Medien berichteten, daß Gewerkschaftsmitglieder mit Kündigung bedroht worden sind, obwohl der Streik im Nahverkehr gerichtlich bestätigt worden war. Die rbb-abendschau berichtete, daß ein Lokführer bereits entlassen worden sei.
Einen ausführlichen Bericht von Streik in Stuttgart gibt es auf trueten.de.
Aus der Sicht des Bahnvorstandes griff der Notfahrplan, bei geschloßenen Augen kann man bei Regen auch denken, die Sonne scheint. Die Bahn stellt sich weiter stur. Man habe der GDL 10 % mehr Lohn angeboten, keiner der Fahrgäste habe eine solche Lohnsteigerung erfahren. Über eine deutlichere Lohnsteigerung durfte sich in den letzten Jahren der Bahnvorstand freuen. So stiegen zwischen 1999 und 2006 die Bezüge um 300 % (Focus, 15.10.06).

Nicht der Streik, sondern der Notfahrplan führte zu einem flächendeckenden Chaos. Zwar konnte die Bahn die meisten Fernverkehrverbindungen bedienen, der Regionalverkehr fiel jedoch hinten runter.
In Berlin und Brandenburg fielen über den ganzen Tag mindestens 75 % der Regionalzüge aus. Die DB erklärte hingegen permanent, 50 % der Verbindungen zu bedienen.
Die GDL sprach von einem erfolgreichen Streik und weiß damit auch die Fahrgäste hinter sich.
Aus München berichtete n-tv, daß hier der S-Bahn-Verkehr teilweise lahm lag. Mehrere Medien berichteten, daß Gewerkschaftsmitglieder mit Kündigung bedroht worden sind, obwohl der Streik im Nahverkehr gerichtlich bestätigt worden war. Die rbb-abendschau berichtete, daß ein Lokführer bereits entlassen worden sei.
Einen ausführlichen Bericht von Streik in Stuttgart gibt es auf trueten.de.
Aus der Sicht des Bahnvorstandes griff der Notfahrplan, bei geschloßenen Augen kann man bei Regen auch denken, die Sonne scheint. Die Bahn stellt sich weiter stur. Man habe der GDL 10 % mehr Lohn angeboten, keiner der Fahrgäste habe eine solche Lohnsteigerung erfahren. Über eine deutlichere Lohnsteigerung durfte sich in den letzten Jahren der Bahnvorstand freuen. So stiegen zwischen 1999 und 2006 die Bezüge um 300 % (Focus, 15.10.06).
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