Fujimori ist da, wo er hingehört. Im Knast.
redblog - 23. September, 15:24 -
Um bei den Präsidentschaftswahlen 1990 antreten zu können, mußte Alberto Fujimori auf eine Lüge zurückgreifen. Er sei als Sohn von japanischen Einwanderern 1938 geboren worden. Hätte er offen bekannt, daß er in Janpan geboren worden war, hätte er nicht antreten können. Das Land wurde unter dem nun wieder regierenden Alan García in ein wirtschaftliches und soziales Choas gestützt. In der Stichwahl setzte sich der Rechte Fujimori gegen den Favoriten Mario Vargas Llosa durch. Um die Krise des Landes zu überwinden, setzte Fujimori auf die knallharten neoliberalen Rezepte. Da er jedoch über keine politische Mehrheit im Parlament verfügte, putsche er im sogenannten autogolpe (Selbstputsch) 1992. Das Parlament wurde aufgelöst. Wichtige Positionen im Staat besetzte er mit Vertrauten.
Vladimiro Montesinos, Geheimdienstchef, Vertrauter des Präsidenten und Ex-Agent der CIA, übernahm die schutzigen Aufgaben der Regierung.
Während der zehnjährigen Regierungszeit gab es immer die Menschenrechtsverletzungen. Anfang 1997 rückte die peruanische Politik ins Interesse der Weltöffentlichkeit.
Guerilleros der MRTA (Movimiento Revolucionario Tupac Amaru) besetzten die japanische Botschaft in Lima. Von den über 400 Geiseln wurden noch am Abend des 17. Dezembers 200 Geiseln freigelassen. In den kommenden Monaten zeigte Fujimori kein Interesse an einer politischen Lösung. Am 22. April 1997 ließ der Präsident die Botschaft stürmen. Alle 14 Guerilleros, eine Geisel und 2 Militärs wurden getötet. Die Ursachen blieben unklar. Schnell wurde bekannt, daß ein großer Teil der Guerilleros durch Soldaten hingerichtet worden sind, ebenso wie die einen getötete Geisel.
Triumphierend wandelte der Präsident anschließend durch die Botschaft.
Im Jahre 2000 war der politische Druck so groß, daß Fujimori seinen Hut nehmen mußte. Im Fernsehen wurden Bilder veröffentlicht, wie Fujimoris enger Freund und Geheimdienstchef Montesinos einen oppositionellen Abgeordneten kaufte. Der Montesinos-Skandal war der Anfang vom Ende der Regierung Fujimori, der Präsident setzte Neuwahlen an, zu denen er nicht mehr kandidierte. Nach einer Dienstreise nach Asien reiste er nicht zurück nach Peru, sondern nach Japan, in sein Geburtsland. Das Parlament, wo er seine Mehrheit nach dem Skandal verloren hatte, erklärte ihn für amtsunfähig. Per Fax erklärte er seinen Rücktritt und blieb in Japan.
Der neue Präsident Toledo konnte bei der Bevölkerung nicht punkten. Trotz Korruption und Menschenrechtsverbrechen hatte Fujimori noch immer eine Anhängerschaft in Peru. Dies nährte in ihm die Hoffnung, sich erneut einer Kandidatur stellen zu können. Aus dem sicheren Japan reisete er im Herbst 2005 nach Chile, trotz einem internationalen Haftbefehl. In Chile wurde Fujimori auf Grund des Haftbefehls verhaftet. Im Mai 2006 wurde er auf Kaution freigelassen. Peru bemühte sich um die Auslieferung. Im Juni 2007 wurde er unter Hausarrest gestellt, um einer möglichen Auslieferung nicht entgehen zukönnen. Gestern war es nun so weit und die Auslieferung nach Peru erfolgte.
Dort erwarten den ehemaligen Präsidenten zahlreiche Verfahren wegen Korrupution, Amtsmissbrauch und Menschenrechtsverbrechen.
via TeleSUR
Vladimiro Montesinos, Geheimdienstchef, Vertrauter des Präsidenten und Ex-Agent der CIA, übernahm die schutzigen Aufgaben der Regierung.
Während der zehnjährigen Regierungszeit gab es immer die Menschenrechtsverletzungen. Anfang 1997 rückte die peruanische Politik ins Interesse der Weltöffentlichkeit.
Guerilleros der MRTA (Movimiento Revolucionario Tupac Amaru) besetzten die japanische Botschaft in Lima. Von den über 400 Geiseln wurden noch am Abend des 17. Dezembers 200 Geiseln freigelassen. In den kommenden Monaten zeigte Fujimori kein Interesse an einer politischen Lösung. Am 22. April 1997 ließ der Präsident die Botschaft stürmen. Alle 14 Guerilleros, eine Geisel und 2 Militärs wurden getötet. Die Ursachen blieben unklar. Schnell wurde bekannt, daß ein großer Teil der Guerilleros durch Soldaten hingerichtet worden sind, ebenso wie die einen getötete Geisel.Triumphierend wandelte der Präsident anschließend durch die Botschaft.
Im Jahre 2000 war der politische Druck so groß, daß Fujimori seinen Hut nehmen mußte. Im Fernsehen wurden Bilder veröffentlicht, wie Fujimoris enger Freund und Geheimdienstchef Montesinos einen oppositionellen Abgeordneten kaufte. Der Montesinos-Skandal war der Anfang vom Ende der Regierung Fujimori, der Präsident setzte Neuwahlen an, zu denen er nicht mehr kandidierte. Nach einer Dienstreise nach Asien reiste er nicht zurück nach Peru, sondern nach Japan, in sein Geburtsland. Das Parlament, wo er seine Mehrheit nach dem Skandal verloren hatte, erklärte ihn für amtsunfähig. Per Fax erklärte er seinen Rücktritt und blieb in Japan.
Der neue Präsident Toledo konnte bei der Bevölkerung nicht punkten. Trotz Korruption und Menschenrechtsverbrechen hatte Fujimori noch immer eine Anhängerschaft in Peru. Dies nährte in ihm die Hoffnung, sich erneut einer Kandidatur stellen zu können. Aus dem sicheren Japan reisete er im Herbst 2005 nach Chile, trotz einem internationalen Haftbefehl. In Chile wurde Fujimori auf Grund des Haftbefehls verhaftet. Im Mai 2006 wurde er auf Kaution freigelassen. Peru bemühte sich um die Auslieferung. Im Juni 2007 wurde er unter Hausarrest gestellt, um einer möglichen Auslieferung nicht entgehen zukönnen. Gestern war es nun so weit und die Auslieferung nach Peru erfolgte.
Dort erwarten den ehemaligen Präsidenten zahlreiche Verfahren wegen Korrupution, Amtsmissbrauch und Menschenrechtsverbrechen.
via TeleSUR
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