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Montag, 20. August 2007

Chavez unter den Tisch gefallen ...


Üblicherweise findet sich auf der Titelseite der deutschsprachigen Ausgabe der Le Monde Diplomatique ein Leitartikel des Chefredakteurs Ignacio Ramonet. Nicht so in der Ausgabe vom August. Es fehlt aber nicht nur Ramonets Leitartikel in der aktuellen Ausgabe, die als Beilage zur Berliner tageszeitung (taz) erscheint, sondern auch ein Bericht des Kolumbianers Hernando Calvo Ospina über die Finanzierung der NGO Reporter ohne Grenzen durch die CIA und die us-amerikanische Regierung.

Der Bericht Ospinas wurde in deutsch zumindest auf der Internetseite veröffentlicht, mit einer nichtssagenden Erklärung aus dem Hause taz.
Was könnte am Leitartikel von Ramonet gestört haben? Nicht unwahrscheinlich, daß es die Person war, der Ramonet den Beitrag widmete: Hugo Chavez.

Der Artikel von Ramonet wurde von Thomas Immanuel Steinberg übersetzt und über seine Homepage veröffentlicht.

Es ist nicht das erste Mal, daß deutlich wird, warum die deutsche Ausgabe beim falschen Verlag erscheint. So wunderte sich Marie-Dominique Vernhes 2002 und 2005 über die deutschen Übersetzungen von Orginaltexten.

via amerika21.de

http://www.wikio.de

Trackback URL:
http://redblog.twoday.net/stories/4179182/modTrackback

uebel (Gast) - 20. August, 15:54

schade

gibt es nicht eine möglichkeit, dass le monde diplomatique von einem anderen verlag herausgebracht wird? denn grundsätzlich ist es eine gute zeitschrift, aber solange sie von der taz verfälscht wird ist die deutsche ausgabe unnötig.

redblog - 20. August, 19:08

@ uebel: du hast recht, es gäbe da einen ganz anderen verlag, wo die diplo inhaltlich und politisch viel besser aufgehoben wäre.
no85 (Gast) - 20. August, 23:28

Stellungnahme

Micht würde die Begründung der Berliner Redaktion interessieren. Leider gibt es nur eine Erklärung, warum der Artikel über RSF nicht in der deutschen Printausgabe abgedruckt wurde. Zum Leitartikel kein Wort. Man sollte mal bei der Redaktion nachfragen und die Reaktion dokumentieren. So etwas ist enttäuschend, weil die Diplo an sich ein großartiges Blatt ist.

uebel (Gast) - 21. August, 18:02

das ist deren begründung

haben sie vielen dank für ihre mail! zu ihrer frage möchte ich im namen
der berliner redaktion von le monde diplomatique folgendes sagen:
wir hatten mit dem editorial von ignacio ramonet ein aktualitätsproblem.
denn vor dem erscheinen der deutschen ausgabe, aber nachdem ramonet das
editorial geschrieben hatte, wurden, wie sie bestimmt wissen, die
jüngsten verfassungsänderungen breit debattiert. auf diese geht ramonet
gar nicht ein - was wir für unerlässlich gehalten haben.
da wir den artikel unseren leserinnen und lesern nicht vorenthalten
wollen (jedenfalls denen, die über internet verfügen), werden wir ihn in
deutscher übersetzung auf unsere website stellen.
wir wollen als deutsche ausgabe einer linken monatszeitung die in
venezuela erzielten sozialen fortschritte wahrlich nicht unter den
teppich kehren (und planen für unsere septemberausgabe einen
ausführlichen beitrag zu dem thema).
können sie das als erklärung akzeptieren?
redblog - 21. August, 19:01

@ uebel: hallo, wäre nett wenn du mich mal per mail kontaktieren könntest. redblog [@] freenet.de
ich hätte interesse, dass du mir mal die antwortmail, falls du sie hast zumailst. danke.

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