"Skandal" bei SPON
redblog - 7. Juli, 15:18 - Medien

Screenshot von SPON, 7.7.2006, 15:10 Uhr
In einem Gastbeitrag für die morgige "Welt am Sonntag" verteidige Oskar Lafontaine, Co-Vorsitzender der Linksfraktion und der Linken, die "Presse-Zensur in Venezuela".
Zitate zum Beleg gibt SPON nicht wirklich. Man wird also auf den morgigen Sonntag warten müssen.
Weiter heißt es im Text: "Der venezolanische Staatschef Hugo Chávez hatte im Mai die Lizenz für den regierungskritischen Fernsehsender RCTV nicht verlängert." Ja was denn nun lieber SPIEGEL? Senderschließung oder keine Verlängerung der Lizenz?
Aber es ist kein Wunder, daß man sich im Hause SPIEGEL angepißt fühlt. Kritisiert Lafontaine doch, daß die Pressefreiheit in Deutschland nur "die Freiheit einiger reicher Leute" sei, "ihre Meinung zu verbreiten".
Desinformation ist im Zuge der Berichterstattung zu RCTV nicht neu. Man erinnere sich nur an die Lüge, die durch Marietta Slomka im heute-journal am 16. Juni verbreitet wurde. Auf mehre Anfragen unterschiedlicher Blogger reagierte die Redaktion bis heute nicht.
Hintergründe
Interview mit dem Journalisten Dario Azzellini
Nachtrag, 7.7.2007, 20:15 Uhr
Der Gastbeitrag Lafontaines ist nun auf der Internetseite der WELT veröffentlicht worden. Liest man sich den Beitrag durch, wirken die Angriffe von SPON noch skurriler.
In der letzten Woche griff FDP-Chef Westerwelle an dieser Stelle die Linke für ihre Sympathie mit Morales und Chavez an. Darauf reagierte Lafontaine, und das nicht schlecht. Lest selbst.
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