Frontalangriff auf Lafontaine durch BILD
redblog - 22. Mai, 08:20 - Politik
Sonntag 21.45 Uhr in der ARD, Sabine Christiansen beginnt ihre Sendung zum Thema mit dem Thema "Tod am Hindukusch - Bundeswehr raus aus Afghanistan?". Neben Juso-Chef Annen und dem Journalisten Peter Scholl-Latour sitzen unter anderem auch Bundesverteidigungsminister Jung und Oskar Lafontaine, Co-Vorsitzender der Linksfraktion, in der Runde.
Anlaß der Sendung war der Tod von Bundeswehrangehörigen am Wochenende. Die Position von Lafontaine ist klar. Die Bundeswehr muß raus aus Afghanistan. Wie schon in den letzten Jahren kritisiert er den Einsatz unter dem Mantel des "Kampf gegen den Terror". Auch hier fügt er, wie seit Jahren, seine Definition von Terrorismus an und macht deutlich, daß die Bundesrepublik "mittelbar in terroristische Aktionen verwickelt" verwickelt ist. Im übrigen stimme seine Definition von Terrorismus mit der der Bundesregierung überein.
Heute nun startet BILD einen Frontalangriff auf Lafontaine. "Skandal um Terror-Vorwurf gegen die Bundeswehr. Lafontaine soll sich bei
Soldaten entschuldigen!" heißt es in dem Hamburger Blatt. Um der Forderung noch etwas mehr Gewicht zu verleihen, zitiert BILD führende Politiker der Parteien, die den weltweiten Einsatz der Bundeswehr unterstützen.
Struck wird mit den Worten zitiert, er habe für solche Lügengebäude nur Verachtung übrig. Oder CSU-Außenpolitiker Karl-Theodor zu Guttenberg: "Die Vorwürfe Lafontaines sind an Schäbigkeit nicht zu überbieten." Auch der verteidigungspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion Rainer Arnold durfte sich in BILD aufregen: "Das Schlimmste aber ist, dass Herr Lafontaine das Geschäft der Taliban-Terroristen betreibt, die darauf setzen, dass den 37 Ländern, die Truppen in Afghanistan haben, der lange Atem fehlt."
Und auch der notorische Briefeschreiber der BILD, Franz Josef Wagner, richtete seine heutige "Post" an Lafontaine. Ihm steige die "Magensekrete die Speiseröhre hoch, um nicht zu sagen die Kotze".
Wie wirbt BILD schon seit einigen Monaten? "Jede Wahrheit braucht einen Mutigen, der sie ausspricht." In diesem Falle war Lafontaine der Mutige.
Ausschnitt aus der Sendung Sabine Christiansen, 20.5.2007
via Linksfraktion
Anlaß der Sendung war der Tod von Bundeswehrangehörigen am Wochenende. Die Position von Lafontaine ist klar. Die Bundeswehr muß raus aus Afghanistan. Wie schon in den letzten Jahren kritisiert er den Einsatz unter dem Mantel des "Kampf gegen den Terror". Auch hier fügt er, wie seit Jahren, seine Definition von Terrorismus an und macht deutlich, daß die Bundesrepublik "mittelbar in terroristische Aktionen verwickelt" verwickelt ist. Im übrigen stimme seine Definition von Terrorismus mit der der Bundesregierung überein.
Heute nun startet BILD einen Frontalangriff auf Lafontaine. "Skandal um Terror-Vorwurf gegen die Bundeswehr. Lafontaine soll sich beiSoldaten entschuldigen!" heißt es in dem Hamburger Blatt. Um der Forderung noch etwas mehr Gewicht zu verleihen, zitiert BILD führende Politiker der Parteien, die den weltweiten Einsatz der Bundeswehr unterstützen.
Struck wird mit den Worten zitiert, er habe für solche Lügengebäude nur Verachtung übrig. Oder CSU-Außenpolitiker Karl-Theodor zu Guttenberg: "Die Vorwürfe Lafontaines sind an Schäbigkeit nicht zu überbieten." Auch der verteidigungspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion Rainer Arnold durfte sich in BILD aufregen: "Das Schlimmste aber ist, dass Herr Lafontaine das Geschäft der Taliban-Terroristen betreibt, die darauf setzen, dass den 37 Ländern, die Truppen in Afghanistan haben, der lange Atem fehlt."
Und auch der notorische Briefeschreiber der BILD, Franz Josef Wagner, richtete seine heutige "Post" an Lafontaine. Ihm steige die "Magensekrete die Speiseröhre hoch, um nicht zu sagen die Kotze".
Wie wirbt BILD schon seit einigen Monaten? "Jede Wahrheit braucht einen Mutigen, der sie ausspricht." In diesem Falle war Lafontaine der Mutige.
Ausschnitt aus der Sendung Sabine Christiansen, 20.5.2007
via Linksfraktion
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