Sie war eine lateinamerikanischer Internationalistin

Im Oktober diesen Jahre jährt sich zum 40. Mal die Ermordung von Ernesto Che Guevara, bereits im September der 40. Todestag von Tamara Bunke. Bunke kämpfte als Tania la Guerrillera gemeinsam mit Che und anderen Compañeros in der bolivianischen Guerilla.

Geboren wurde sie 1937 in Buenos Aires, dem Exil der Eltern, die als jüdische Kommunisten aus Deutschland flüchten mußten. Im Alter von 14 siedelte Tamara mit ihren Eltern in die DDR über. Das Interesse an der sozialen und politischen Entwicklung Lateinamerikas riss nie ab. Dank ihrer Zweisprachigkeit dolmetschte sie für verschiedene Delegationen, vor allem aber auch für die kubanischen, die nach dem Sieg der Revolution politische und wirtschaftliche Beziehungen aufnahmen. So traf Tamara auch auf Che Guevara.
Tamara entschied sich nach Kuba zu gehen und am Aufbau einer neuen Gesellschaft mitzuarbeiten. Begeistert von den nationalen Befreiungsbewegungen wollte sie sich den Sandinisten in Nicaragua anschließen. Ein Auftrag brachte sie jedoch nach Bolivien, wo sie die Vorbereitungen für die Entwicklung der Guerilla traf.
Im September 1967 starb sie durch Kugeln der Armee.

Ulises Estrada Lescaille bekam 1963 den Auftrag, Tamara Bunke auf ihren Einsatz in Bolivien vorzubereiten. Aus einer Arbeitsbeziehung entwickelte sich eine Liebesbeziehung. Mit »Tania – Mit Che Guevara im bolivianischen Untergrund« legt Ulises Estrada ein spannenden und lesenswertes Buch über das Wirken von Tania la Guerrillera vor.

Es gibt viele Geschichte über sie. Sie sei Doppel- oder gar Dreifachagentin gewesen sein. Sie sei die Frau gewesen, die Che im bolivianischen Urwald liebte. Für nichts gibt es Beweise, aber für Medien und Verlage lassen sich so "tolle" Geschichte verkaufen. Dem Buch ist ein umfangreicher Anhang angefügt. Ihm ist zum Beispiel zu entnehmen, daß weder die Staatssicherheit noch der sowjetische Geheimdienst sie als Agentin führten.
Im 40. Todesjahr wird wohl wieder viel Dreck hochgespült werden, meinte der Verleger Jürgen Heiser vom Bremer Atlantik Verlag. Daher sei das Buch notwendig.
Angeboten wurden dem Atlantik Verlag das Buch von Ocean Press. Dort war man der Meinung, daß es gut in einen Verlag passe, der auch die Bücher von Mumia Abu-Jamal, Assata Shakur und Malcolm X herausgibt.

Ulises Estrada Lescaille
Tania – Mit Che Guevara im bolivianischen Untergrund
Atlantik Verlag, ca. 320 Seiten, 20.00 Euro, ISBN 3-026529-67-9

Zur Zeit findet noch eine Lesereise durch mehrere deutsche Städte statt:
Do 17.05. Heidelberg; Fr 18.05. Stuttgart; Mo, 21.05. München; Di 22.05. Konstanz; Mi 23.05. Freiburg; Do 24.05. Würzburg; Fr 25.05. Göttingen; Di 29.05. Freiberg/Sachsen; Mi 30.05. Leipzig; Do 31.05. Chemnitz; Fr 01.06. Magdeburg
Weitere Angaben unter www.cuba-si.org

PS: Bücher beim Buchhändler direkt oder bestellt sie beim Verlag.

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superguppi (anonym) - 4. Juli, 13:07
Der Beitrag bei Gonorrea...
BoRev.net hat ebenfalls einen schönen Beitrag...
uebel (anonym) - 4. Juli, 09:40
schoßhündchen...
man ist das geil! der typ am andern ende iss schon...
tommegg (anonym) - 4. Juli, 09:24

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