Freitag, 13. April 2007

Medienangriffe gegen Demokratisierung


Für den ecuadorianischen Präsidenten geht es bei der Abstimmung am morgigen Sonntag um alles. Mehr als neuen Millionen Ecuadorianer sind aufgefordert, in einem Referendum abzustimmen, ob eine Verfassungsgebende Versammlung (Asemblea Constituyente) eingesetzt wird oder nicht. Diese ist ein zentrales Projekt der Regierung von Rafael Correa, die im Januar 2007 ihr Amt antrat.
Ziel der Asemblea soll nicht einfach nur eine neue Verfassung sein. Viel mehr soll mit der neuen Verfassung auch ein neues Ecuador geboren werden. Die Macht der Parteien soll zurückgedrängt werden, der Einfluß des Präsidenten und die Kontrolle des Staates über die Wirtschaft gestärkt werden. Zugleich soll der Stellenwert der bürgerschaftlichen Partizipation erhöht werden. ...


Weiterlesen, wie AP und die österreichische Tageszeitung Die Presse ein "antidemokratisches Horroszenarium" vom neuen "ecuadorianischen Chavez" zeichnen.

http://www.wikio.de

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George (Gast) - 15. April, 21:27

Genau studieren

Sei nicht so kritisch, sondern studier ein wenig lateinamerikanische Geschichte. Dann wirst du verstehen, warum man sehr vorsichtig sein muss, wenn in einem südamerikanischen Land etwas fundamental geändert werden möchte. Das hat mit Ideologie nichts zu tun, da muss man nicht die Reichen beschützen. Es ist ganz einfache Realität. Aber das ist in Europa auch nicht anders

redblog - 16. April, 08:08

natürlich ist dieser hinweis nicht ganz falsch. hier geht es jedoch schon um etwas anderes. wenn man sich die beiden zitierten artikel anschaut, erkennt man, dass hier ganz klar gegen die regierung stimmung gemacht werden soll. bei der neuen verfassungsgebenden versammlung geht es um eine demokratisierung. dazu muss man jedoch nicht nur "lateinamerikanische geschichte studieren", sondern sich mit den politischen und sozialen gegebenheiten in ecuador auseinandersetzen.
george (Gast) - 16. April, 10:34

verständnis

Es geht um Verständnis, nicht um Legitimierung. Geschichte ist dazu da, dem Warum der Gegenwart ein GEsicht zu gebem. Soziale und politische Zustände sind gewachsen, haben Wurzeln, die gezogen werden müssen. Wer sich nicht mit dem WEsen des Caudillismo auseinandersetzt, wird Correa nicht verstehen. Gefahren einer Autoritärisierung sind in Ecuador gegeben. Die Stärkung der Armen ist eine wichtige Aufgabe, allerdings dürfen deswegen die anderen Schichten nicht marginalisiert werden. Und vor allem: Macht braucht immer KOntrolle, vor allem in Lateinamerika, egal ob linker oder rechter Präsident.


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Erstklassig
Was politisch korrekt ist oder nicht will ich nicht...
Ingo Dittmann (Gast) - 21. April, 15:41
Chemnitz, diese Nazinest,...
Chemnitz, diese Nazinest, hat ja keine anderen Probleme.
Gibriam (Gast) - 19. April, 19:44
Contra
Mir hat die Dokumentation einen sehr guten Einblick...
- (Gast) - 1. April, 01:21

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