GraSS gegen FAZ
redblog - 9. Oktober, 14:12 - Literatur
G.G. galt als mahnendes Gewissen, meist als das schlechte Gewissen der deutschen Republik. Kurz vor der Veröffentlichung seiner Jugenderinnungen "Beim Häuten der Zwiebel" wurde seine SS-Mitgliedschaft bekannt. Das Buch kam schnell in die Bestsellerlisten, mittlerweile haben sich mehr als 200.000 Bücher verkauft, in mehr als 30 Ländern soll es demnächst erscheinen. In der letzten Woche legte die FAZ und druckte in ihrer Sonntagsausgabe zwei Briefe von Grass an den früheren Wirtschafts- und Finanzminister Karl Schiller aus den Jahren 1969 und 1970 ab. Das fand G.G. gar nicht nett und will jetzt klagen. Der FAZ ist das egal. Die Briefe seien privat gewesen. Nö, sagt die FAZ. Die geforderte Unterlassungserklärung will sie nicht unterschreiben und freut sich scheinbar schon auf einen möglichen Prozeß.
Auf der Buchmesse in Frankfurt brauchte G.G. keine Angst haben. Sein Buch ist ein Bestseller, seine Vergangenheit und sein Umgang mit ihr für die meisten OK. Bereits im August hatte die BILD mal wieder der SS einen Freibrift gegeben.
Auf der Buchmesse in Frankfurt brauchte G.G. keine Angst haben. Sein Buch ist ein Bestseller, seine Vergangenheit und sein Umgang mit ihr für die meisten OK. Bereits im August hatte die BILD mal wieder der SS einen Freibrift gegeben.
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