Für Jorge Julio López und die Aufarbeitung
redblog - 9. Oktober, 12:02 - Lateinamerika
Am vergangenen Freitag zog eine riesige Demonstration durch die argentinische Hauptstadt Bueno Aires, um für eine schonungslose Aufklärung der Menschenrechtsverletzung während der Jahre der Militärdiktatur (1976-1983) einzutreten.
Mehr als 100.000 Menschen reihten sich beim "Marcha por Jorge Julio López" ein. Während der Militärdikatur wurden mehr als 30.000 Menschen ermordet bzw. sie verschwanden spurlos. Nach dem Ende der Dikatur konnten ihre Schergen durch eine Amnestie mit Straffreiheit rechnen, die erst 2003 abgeschaft worden ist. Seither kommt es zu immer neuen Verfahren gegen die Mörder und Folterer der blutigen Jahre. Jorge Julio López war einer der wichtigsten Zeugen in den Verfahren gegen den früheren Polizeioffizier Miguel Etchecolatz, der auf Grund der Aussage wegen Folter, Mordes und Entführung am 19. September 2006 zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt worden ist. Zehn Tage nach der Urteilsverkündung verschwand Jorge Julio López spurlos. Menschenrechtsgruppen und andere Aktivisten gehen davon aus, daß er durch alte Seilschaften aus Geheimpolizei und Militär beiseite geschafft worden ist. Das könnte auch andere Zeugen von ihrer Aussage abhalten.
Gegen den Richter, der die Verhandlung gegen Etchecolatz führte, sollen Morddrohungen gerichtet worden sein.
Quelle: argentina.indymedia.org
Mehr als 100.000 Menschen reihten sich beim "Marcha por Jorge Julio López" ein. Während der Militärdikatur wurden mehr als 30.000 Menschen ermordet bzw. sie verschwanden spurlos. Nach dem Ende der Dikatur konnten ihre Schergen durch eine Amnestie mit Straffreiheit rechnen, die erst 2003 abgeschaft worden ist. Seither kommt es zu immer neuen Verfahren gegen die Mörder und Folterer der blutigen Jahre. Jorge Julio López war einer der wichtigsten Zeugen in den Verfahren gegen den früheren Polizeioffizier Miguel Etchecolatz, der auf Grund der Aussage wegen Folter, Mordes und Entführung am 19. September 2006 zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt worden ist. Zehn Tage nach der Urteilsverkündung verschwand Jorge Julio López spurlos. Menschenrechtsgruppen und andere Aktivisten gehen davon aus, daß er durch alte Seilschaften aus Geheimpolizei und Militär beiseite geschafft worden ist. Das könnte auch andere Zeugen von ihrer Aussage abhalten.
Gegen den Richter, der die Verhandlung gegen Etchecolatz führte, sollen Morddrohungen gerichtet worden sein.
Quelle: argentina.indymedia.org
- Doku mit Aussagen von Jorge Julio López und Bildern der Demonstation vom Freitag, 12 Minuten
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