Freispruch für kolumbianischen Soziologen
redblog - 5. Juni, 09:07 - Lateinamerika
Die kolumbianische Justiz hat am Freitag Miguel Ángel Beltrán Villegas freigesprochen. Vorgeworfen wurde ihm im Auftrag der Guerilla FARC unter dem Namen 'Jaime Cienfuegos' "akademische Zirkel in Lateinamerika" infiltriert zu haben. Der Soziologe lehrte bis zum Jahr 2009 an der Nationalen Autonomen Universität Mexikos (UNAM). (siehe Vom Soziologen zum "Terroristen", redblog, 11.06.2009)

Am 22. April 2009 war er von Mexiko nach Kolumbien deportiert worden. Die Anklage basierte auf Daten, die auf Laptops des FARC-Kommandanten Raúl Reyes gefunden worden seien. Reyes war 2008 bei einem Angriff der kolumbianischen Armee auf ecuadorianischen Territorium getötet worden. Seither versuchten der kolumbianische Staat, die Jstiz und Medien des Landes immer wieder mit angeblichen Daten von den Laptops gegen Kritiker derkolumbianischen Rechtsregierung vorzugehen. Zuletzt traf es den in Schweden im Exil lebenden kolumbianischen Journalisten Joaquín Pérez Becerra, der Ende April 2011 von Venezuela nach Kolumbien ausgeliefert worden war.
Die Echtheit der Daten von den Computern wurde immer wieder in Zweifel gezogen.
Wie Redglobe berichtet, soll Miguel Ángel Beltrán Villegas am kommenden Dienstag freikommen. Auch wenn die Justiz keine handfesten Beweise für die Arbeit des kritischen Wissenschaftlers innerhalb der FARC vorlegen konnte, schreiben kolumbianische Medien in ihren Berichten zum Prozess weiterhin vom vom "Guerillero Jaime Cienfuegos".
Bereits unmittelbar nach seiner Festnahme und Abschiebung erklärte der Soziologe am 3. Juni gegenüber dem kolumbianischen Radiosender WRadio, daß er kein Mitglied der FARC sei. Kontakte zur FARC bestanden einzig im Zusammenhang mit seiner wissenschaftlichen Arbeit.
Der Festnahme folgte eine internationale Kampange zur Freilassung des Soziologen. Der Stadtsoziologe Andrej Holm, gegen zeitweise durch die deutsche Justiz wegen Mitgliedschaft in der mg ermittelt wurde, forderte in einem offenen Brief ebenfalls die Freilassung des kritischen Wissenschafters.

Am 22. April 2009 war er von Mexiko nach Kolumbien deportiert worden. Die Anklage basierte auf Daten, die auf Laptops des FARC-Kommandanten Raúl Reyes gefunden worden seien. Reyes war 2008 bei einem Angriff der kolumbianischen Armee auf ecuadorianischen Territorium getötet worden. Seither versuchten der kolumbianische Staat, die Jstiz und Medien des Landes immer wieder mit angeblichen Daten von den Laptops gegen Kritiker derkolumbianischen Rechtsregierung vorzugehen. Zuletzt traf es den in Schweden im Exil lebenden kolumbianischen Journalisten Joaquín Pérez Becerra, der Ende April 2011 von Venezuela nach Kolumbien ausgeliefert worden war.
Die Echtheit der Daten von den Computern wurde immer wieder in Zweifel gezogen.
Wie Redglobe berichtet, soll Miguel Ángel Beltrán Villegas am kommenden Dienstag freikommen. Auch wenn die Justiz keine handfesten Beweise für die Arbeit des kritischen Wissenschaftlers innerhalb der FARC vorlegen konnte, schreiben kolumbianische Medien in ihren Berichten zum Prozess weiterhin vom vom "Guerillero Jaime Cienfuegos".
Bereits unmittelbar nach seiner Festnahme und Abschiebung erklärte der Soziologe am 3. Juni gegenüber dem kolumbianischen Radiosender WRadio, daß er kein Mitglied der FARC sei. Kontakte zur FARC bestanden einzig im Zusammenhang mit seiner wissenschaftlichen Arbeit.
Der Festnahme folgte eine internationale Kampange zur Freilassung des Soziologen. Der Stadtsoziologe Andrej Holm, gegen zeitweise durch die deutsche Justiz wegen Mitgliedschaft in der mg ermittelt wurde, forderte in einem offenen Brief ebenfalls die Freilassung des kritischen Wissenschafters.
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