Bolivien neu gründen


Vom 11. bis 13. Februar findet in der bolivianischen Stadt Cochabamba ein Kongreß von Cocabauern (8º Congreso de las Seis Federaciones Cocaleras del Trópico de Cochabamba) statt. Evo Morales, der der Vereinigung 18 Jahre vorstand, war auch anwesend. Er erläuterte vor den Delegierten seine Ideen für eine verfassungsgebende Versammlung, die im August ihre Arbeit aufnehmen soll. Durch die neue Verfassung sollen nicht nur die indigenen BürgerInnen mehr Rechte erhalten, sondern das Land "neu gegründet" werden. In seiner fast vierstündigen Rede ging der Präsident auf auf die Cocapolitik ein. Um herauszufinden, wie groß der traditionelle Konsum von Coca ist, wurde mit Hilfe der EU eine Studie in Auftrag gegeben. Coca ist die Grundlage für Kokain, aber auch, und das ist im Falle Boliviens wichtiger, Bestandteil einer jahrhundert alten Tradition für Zeremonien, Medizin oder als Nahrungsmittel. (Zur Rolle von Cocaanbau für die ländliche Bevölkerung siehe hier.)
Bis zur Veröffentlichung der Ergebnisse dieser Studie sollen die Richtlinien über die legalen Anbauflächen in Kraft bleiben. Diese liegen zur Zeit bei 1.600 km² pro Familie. Diese Flächengröße wurd zwischen der Regierung Mesa und den Cocaleros im Jahr 2004 fesgelegt. Einige Organisationen fordern die völlige Legalisierung des Cocaanbaus. Morales machte jedoch deutlich, daß diese Regelung solange gelte, bis die Ergebnisse der Studie vorgestellt werden würden.

Quellen: La Razón, BBC Mundo, Fotos des Kongresses

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Was politisch korrekt ist oder nicht will ich nicht...
Ingo Dittmann (Gast) - 21. April, 15:41
Chemnitz, diese Nazinest,...
Chemnitz, diese Nazinest, hat ja keine anderen Probleme.
Gibriam (Gast) - 19. April, 19:44
Contra
Mir hat die Dokumentation einen sehr guten Einblick...
- (Gast) - 1. April, 01:21

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