Der SPIEGEL kann viel schreiben
redblog - 13. November, 10:54 - Lateinamerika
Populist, Nationalist, Antiamerikaner; das sind die Schlagwörter, mit denen Hugo Chavez in der aktuellen Ausgabe des SPIEGEL (Nr.46, 14.11.05) beschrieben wird.
An seiner Politik der Integration (Erdöllieferungen gegen soziale Unterstützung, kostengünstige Öllieferung in die Karibik, ...) wird deutlich, daß er kein Nationalist sein kann, sondern Internationalist.
Der Vorwurf des Antiamerikanismus ist einer der dümmsten Sprüche, egal ob es aus dem bürgerlichen oder dem antideutschen Lager kommt. Amerika endet nicht am Rio Grande zwischen USA und Mexiko. Amerika reicht von Feuerland bis Alaska. Daraus folgt, daß Chavez ein Amerikaner ist, ebenso Castro und Morales, der im SPIEGEL als das mögliche neue Übel des Kontinentes beschrieben wird.
Jens Glüsing, Lateinamerikakorrespondent im SPIEGEL-Büro Rio de Janeiro, scheut nicht davor zurück zu behaupten, bislang habe die US-Adminstration die „Provokationen“ von Chavez ignoriert. Kein Wort von der Verbindungen zu den Putschisten vom April 2002. Kein Wort, von den regelmäßigen Angriffen aus den Ministerien gegen Venezuela. Irgendein kleines Licht der Administration stellt Behauptungen auf, die Medien greifen begierig das Thema auf, einige Tages später kommt das Dementi, das keinen mehr interessiert. Inzwischen hatte man die Story bekommen, die man wollte: „Venezuela unterstützt die Guerilla in Kolumbien“, ...
Achja, und die Opposition ist auf dem Vormarsch, daher sollen die Chavistas bei den Wahlen im Dezember auch eine 2/3-Mehrheit erhalten. hääääää??
War des nicht der SPIEGEL, der im April 2002 kurz vor Redaktionsschluß noch schnell einen Artikel ins Blatt brachte, mit dem der Putsch gewürdigt und der angeblich gestürzte Präsident höhnisch belächelt wurde. Pech war nur, daß Chavez zwischen Druck und Auslieferung, mit Hilfe der Straße und regierungstreuen Militärs, wieder sein rechtmäßiges Amt ausführen konnte.
An seiner Politik der Integration (Erdöllieferungen gegen soziale Unterstützung, kostengünstige Öllieferung in die Karibik, ...) wird deutlich, daß er kein Nationalist sein kann, sondern Internationalist.
Der Vorwurf des Antiamerikanismus ist einer der dümmsten Sprüche, egal ob es aus dem bürgerlichen oder dem antideutschen Lager kommt. Amerika endet nicht am Rio Grande zwischen USA und Mexiko. Amerika reicht von Feuerland bis Alaska. Daraus folgt, daß Chavez ein Amerikaner ist, ebenso Castro und Morales, der im SPIEGEL als das mögliche neue Übel des Kontinentes beschrieben wird.
Jens Glüsing, Lateinamerikakorrespondent im SPIEGEL-Büro Rio de Janeiro, scheut nicht davor zurück zu behaupten, bislang habe die US-Adminstration die „Provokationen“ von Chavez ignoriert. Kein Wort von der Verbindungen zu den Putschisten vom April 2002. Kein Wort, von den regelmäßigen Angriffen aus den Ministerien gegen Venezuela. Irgendein kleines Licht der Administration stellt Behauptungen auf, die Medien greifen begierig das Thema auf, einige Tages später kommt das Dementi, das keinen mehr interessiert. Inzwischen hatte man die Story bekommen, die man wollte: „Venezuela unterstützt die Guerilla in Kolumbien“, ...
Achja, und die Opposition ist auf dem Vormarsch, daher sollen die Chavistas bei den Wahlen im Dezember auch eine 2/3-Mehrheit erhalten. hääääää??
War des nicht der SPIEGEL, der im April 2002 kurz vor Redaktionsschluß noch schnell einen Artikel ins Blatt brachte, mit dem der Putsch gewürdigt und der angeblich gestürzte Präsident höhnisch belächelt wurde. Pech war nur, daß Chavez zwischen Druck und Auslieferung, mit Hilfe der Straße und regierungstreuen Militärs, wieder sein rechtmäßiges Amt ausführen konnte.
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