Automatisierter Journalismus
redblog - 9. Oktober, 16:25 - Medien
Unzählige Meldungen werden jeden Tag von den Nachrichtenagenturen über ihre Ticker geschickt. Nicht einfach, alle zu lesen, zu gewichten und zu entscheiden, welche nun veröffentlicht werden sollen.
Im Wettlauf um die schnellste Meldung sind lesende, entscheidende und gewichtende Journalisten wenig hilfreich. Schnell muss die Nachricht online sein. Ausserdem kosten diese Journalisten auch noch ein Haufen Schotter, den sich die Verleger gern einsparen wollen. Also ist es doch ganz praktisch, wenn die eingehenden Meldungen automatisch gleich auf die Internetseite weitergeleitet werden.
Was dabei herauskommt, zeigten hunderte Tageszeitungen und Nachrichtenportale am vergangenen Wochenende. Die dpa hatte in einer Meldung die Gewinner des Deutschen Fernsehpreises bekannt gegeben. Da die Aufzeichnung der Preisverleihung jedoch erst am Montag auf RTL lief und die Preisträger noch nicht vorher bekannt sein sollten, hatte die Nachrichtenagentur die Meldung mit einer Sperrfrist vermerkt. Demnach sollte sie nicht vor dem 3. Oktober 23 Uhr veröffentlicht werden dürfen.
Naja, wo ein automatisierter Journalismus stattfindet, landen auch solche Meldungen auf den Websites, natürlich mit dem entsprechenden Hinweis auf die Sperrfrist in der Überschrift. Mittlerweile haben die meisten Seiten diese Meldung wieder gelöscht. Nicht so welt.de und sueddeutsche.de, dort ist sie noch immer zu finden.

In einer Gesellschaft, in der Aktienkurse wichtiger sind als alles andere, dürfen natürlich auch die Nachrichtenmagazine diese nicht vernachlässigen. Es ist schon praktisch, wenn automatisch Links zu den aktuellen Kursen in den Beiträgen gesetzt wird, wo über ein Unternehmen berichtet wird. Die Absurdität dieser automatisch generierten Verlinkung zeigt heute focus.de auf. In einem Artikel über den Bundestrojaner wird der ehemalige Bundestagsvizepräsident Burkhard Hirsch (FDP) erwähnt. Praktischerweise ist ist der Nachname des Politikers mit dem Akktienkurs der Hirsch AG verlinkt.

Im Wettlauf um die schnellste Meldung sind lesende, entscheidende und gewichtende Journalisten wenig hilfreich. Schnell muss die Nachricht online sein. Ausserdem kosten diese Journalisten auch noch ein Haufen Schotter, den sich die Verleger gern einsparen wollen. Also ist es doch ganz praktisch, wenn die eingehenden Meldungen automatisch gleich auf die Internetseite weitergeleitet werden.
Was dabei herauskommt, zeigten hunderte Tageszeitungen und Nachrichtenportale am vergangenen Wochenende. Die dpa hatte in einer Meldung die Gewinner des Deutschen Fernsehpreises bekannt gegeben. Da die Aufzeichnung der Preisverleihung jedoch erst am Montag auf RTL lief und die Preisträger noch nicht vorher bekannt sein sollten, hatte die Nachrichtenagentur die Meldung mit einer Sperrfrist vermerkt. Demnach sollte sie nicht vor dem 3. Oktober 23 Uhr veröffentlicht werden dürfen.
Naja, wo ein automatisierter Journalismus stattfindet, landen auch solche Meldungen auf den Websites, natürlich mit dem entsprechenden Hinweis auf die Sperrfrist in der Überschrift. Mittlerweile haben die meisten Seiten diese Meldung wieder gelöscht. Nicht so welt.de und sueddeutsche.de, dort ist sie noch immer zu finden.

In einer Gesellschaft, in der Aktienkurse wichtiger sind als alles andere, dürfen natürlich auch die Nachrichtenmagazine diese nicht vernachlässigen. Es ist schon praktisch, wenn automatisch Links zu den aktuellen Kursen in den Beiträgen gesetzt wird, wo über ein Unternehmen berichtet wird. Die Absurdität dieser automatisch generierten Verlinkung zeigt heute focus.de auf. In einem Artikel über den Bundestrojaner wird der ehemalige Bundestagsvizepräsident Burkhard Hirsch (FDP) erwähnt. Praktischerweise ist ist der Nachname des Politikers mit dem Akktienkurs der Hirsch AG verlinkt.

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