Montag, 2. November 2009

Fanny van Dannen über Kapitalismus und Sozialismus


Kapitalismus (Groooveman)


Sozialismus (Saharasand)

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Dietz-Motoren kündigt unbequemen Betriebsrat fristlos


Über die Krise berichtete SPIEGEL TV Magazin am 26.10.2009 und begleitete dabei den 1. Bevollmächtigten der IG Metall Esslingen, Sieghard Bender. Dieser ist in dem Beitrag zu sehen bei einer Versammlung mit dem Betriebsrat der
Dietz-motoren GmbH + Co. KG. Dort erklärt Betriebsrat Günther Albrecht, dass die Banken dem Unternehmen Schwierigkeiten machen und: "im letzten Monat war bis einen Tag vor Lohnauszahlung nicht klar, ob noch Löhne gezahlt werden können". (Video, ab 5:25 Minuten)

Die Geschäftsleitung hat Günther Albrecht am Freitag, den 30. Oktober 2009 fristlos gekündigt. Und, was besonders delikat ist, der Betriebsrat hat der Kündigung mehrheitlich zugestimmt. SPON:
Was zwischen Montagmorgen und der Entlassung am Freitag passierte, darüber gehen die Meinungen auseinander. Bereits zuvor war für den Montag eine Betriebsversammlung angesetzt, in der die Frage auf der Tagesordnung stand, wie es mit der Kurzarbeit in der Firma weitergehen sollte. Der Chef habe sich auf der Veranstaltung über ihn aufgeregt, sagt Albrecht.

Danach sei unter den Mitarbeitern die Stimmung gekippt und viele hätten ihn in den Folgetagen geschnitten. Offenbar habe Strauß sich rasch für eine Kündigung entschieden und im Folgenden Druck auf den Betriebsrat ausgeübt, der fristlosen Entlassung zuzustimmen. In dem Gremium, dem er bis vor anderthalb Jahren vorgesessen habe, gebe es seit einiger Zeit eine arbeitgeberfreundliche Mehrheit. "Angesichts der Wirtschaftskrise, die auch die Firma trifft, haben alle Angst", so Albrecht. Entsprechend habe ihn das Votum der eigenen Leute gegen ihn nicht überrascht.

Firmenchef hat keine Angst vor Klage

Strauß weist den Vorwurf, der Betriebsrat sei inzwischen der Unternehmensleitung hörig und habe seiner Entlassung nicht zuletzt auf Druck von ihm zugestimmt, zurück. "Das ist doch absurd. Die Mitarbeiter wählen die Betriebsräte und die wiederum einen Vorsitzenden - da kann ich als Chef doch gar keinen Einfluss auf Entscheidungen nehmen."

Der Geschäftsführer ist sich seiner Sache somit ziemlich sicher und sieht entsprechend auch einer Klage von Albrecht gelassen entgegen - selbst dann, wenn diese durch die Gewerkschaft unterstützt wird. Ilona Dammköhler von der IG Metall begründete im Gespräch mit SPIEGEL ONLINE die Unterstützung für Albrecht: "Für uns fallen die Aussagen von Albrecht unter freie Meinungsäußerung. Aber mit großer Wahrscheinlichkeit geht es dem Unternehmen eh nur darum, endlich einen Grund zu finden, ihn loszuwerden." Der IG Metall sei seit längerem der ruppige Umgangston bei Dietz bekannt, und bereits öfters habe die Firmenleitung versucht, sich von Arbeitnehmervertretern zu trennen.
Seinen Unmut kann man auf verschiedenen Wegen freien Lauf lassen:
per Brief: Dietz-motoren GmbH + Co. KG, z.H. Dipl.-Ing. Bernd Strauß, Eisenbahnstraße 67, 73265 Dettingen u. Teck
per Telefon: 0049-7021-5702-0
per Fax: 0049-7021-5702-14
per Mail: vertrieb@dietz-motoren.de oder e.broeckel@dietz-motoren.de

Link:
Resolution der IG Metall Esslingen

Spiegel TV, 1.11.2009

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Das Reservekabinett


logoWelche Rolle spielen die Mitglieder der Bundesregierung in der Bundeswehr? Schaut man sich das aktuelle Kabinett an, sieht man, dass zwei von ihnen längere Zeit bei der Bundeswehr arbeiteten und drei noch immer als Reservisten der Bundeswehr aktiv sind. Auch bei den Staatssekretären und -ministern gibt es sie, die Reservisten. Die Aufzählung beruht auf den Angaben in Wikipedia, sowie den Seiten des Bundestages und der einzelnen Ministerien. Nicht bei allen ist der Wehrdienst angegeben. Jedoch verschafft die Liste ein Wissen, dass lohnt im Hinterkopf behalten zu werden: Bundesminister
Philipp Rösler – Bundesminister für Gesundheit – trat 1992 er als Sanitätsoffizieranwärter in die Bundeswehr ein. 1999 begann er eine Facharztausbildung am Bundeswehrkrankenhaus Hamburg. 2002 wurde er im Bereich Herz-Thorax-Gefäßchirurgie zum Dr. med. promoviert. 2003 verließ er die Bundeswehr als Stabsarzt.

Dirk Niebel – Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung – arbeitete acht Jahre als Soldat auf Zeit, zuletzt als Zugführer eines Aufklärungs- und Erkundungszuges bei den Fallschirmjägern der Luftlandebrigade 25 "Schwarzwald" in Calw und ist heute Hauptmann der Reserve.

Franz Josef Jung – Bundesminister für Arbeit und Soziales – wurde nach seinem Wehrdienst bei der Pioniertruppe an der Heeresflugabwehrschule zum Reserveoffizier ausgebildet.

Karl-Theodor Freiherr von und zu Guttenberg – Bundesverteidugungsminster – wurde nach seinem Wehrdienst im Gebirgsjägerbataillon 233 in Mittenwald und ist seither Unteroffizier der Reserve.

Karl Ernst Thomas de Maizière – Bundesminister des Inneren – leistete seinen Wehrdienst ab.

Staatsminister
Eckart Peter Hans von Klaeden – Staatsminister bei der Bundeskanzlerin – absolvierte nach dem Wehrdienst und auch die Ausbildung zum Reserveoffizier.

Bernd Otto Neumann – Staatsminister bei der Bundeskanzlerin und Beauftragter der Bundesregierung für Kultur und Medien – leistete seinen Wehrdienst ab.

Staatssekretäre
Steffen Kampeter – Parlamentarischer Staatssekretär im Finanzministerium – leistete seinen Wehrdienst ab.

Hartmut Koschyk – Parlamentarischer Staatssekretär im Finanzministerium – trat nach seinem Wehrdienst als Offizieranwärter in die Bundeswehr ein, seit seinem Ausscheiden 1983 ist er Reservist, heute Major der Reserve.

Christian Schmidt – Parlamentarischer Staatssekretär im Verteidigungsmisterium – leistete seinen Grundwehrdienst bei der 1. Gebirgsdivision ab.

Thomas Kossendey – Parlamentarischer Staatssekretär im Verteidigungsmisterium – leistete seinen Grundwehrdienst.

Dr. Peter Wichert – Beamteter Staatssekretär – war nach seinem Wehrdienst zwei Jahre als Soldat auf Zeit und Reserveoffizieranwärter bei der Bundeswehr in Göttingen, heute ist er Oberstleutnant der Reserve.

Rüdiger Wolf – Beamteter Staatssekretär – leistete seinen Wehrdienst ab und ist heute Oberleutnant der Reserve.

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