Leyla Zana erneut verurteilt
redblog - 4. Dezember, 21:37 - Politik
Die bekannteste Kurdenpolitikerin der Türkei, Leyla Zana, ist am Donnerstag erneut zu einer zehnjährigen Haftstrafe verurteilt worden. Das Schwurgericht in Diyarbakır wertete mehrere Reden der Politikerin als Propaganda für die kurdische Rebellengruppe PKK. Eine davon hielt Zana in Großbritannien und wurde falsch ins Türkische übersetzt, wie die 47-Jährige vor Gericht betonte. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Leyla Zana begann sich zu engagieren, nachdem ihr Ehemann Mehdi Zana, Bürgermeister von Diyarbakır, 1980 inhaftiert worden war. In der Folge lernte Leyla Zana lesen, schreiben und die türkische Sprache. Sie gründete eine Selbsthilfegruppe für Frauen inhaftierter Männer und wurde Journalistin.
1991 zog Leyla Zana als Abgeordnete ins türkische Parlament, wo sie für deutlichen Unmut und hasserfüllte Reaktionen sorgte, als sie mit den traditionellen kurdischen Farben Gelb, Grün und Rot um den Kopf ans Pult trat, um ihren Amtseid abzulegen. Dies tat sie in türkisch, der damals einzigen offiziellen Sprache des Landes. Im Anschluß fügte sie jedoch auf Kurdisch die Worte "Ich werde mich dafür einsetzen, dass das kurdische und das türkische Volk zusammen in einem demokratischen Rahmen leben können." hinzu. Es war der erste Satz auf Kurdisch, der je im türkischen Parlament gesprochen worden war. In Folge dieses Auftrittes und der politischen Arbeit der kurdischen Abgeordneten wurde ihre Partei HEP verboten. Im März 1004 hob das Parlament Zanas Immunität auf, bereits im Dezember verurteilte das Leyla Zana und ihre Kollegen wegen Landesverrats und Unterstützung einer terroristischen Organisation zu 15 Jahren Haft.
Trotz internationalem Drucks wurden die vier kurdischen Politiker erst 2004 freigelassen. Sie begann sofort wieder mit ihrer politischen Arbeit und waren somit wieder sofort im Visier des türkischen Staates und der türkischen Justiz. Auch wenn sie heute kein politisches Mandat besitzt ist sie der Rechten ein Dorn im Auge, nicht umsonst werden ein Prozeß nach dem anderen gegen sie angestrengt.
Der erste Satz auf Kurdisch, der je im türkischen Parlament gesprochen worden war, 1991


Leyla Zana begann sich zu engagieren, nachdem ihr Ehemann Mehdi Zana, Bürgermeister von Diyarbakır, 1980 inhaftiert worden war. In der Folge lernte Leyla Zana lesen, schreiben und die türkische Sprache. Sie gründete eine Selbsthilfegruppe für Frauen inhaftierter Männer und wurde Journalistin.
1991 zog Leyla Zana als Abgeordnete ins türkische Parlament, wo sie für deutlichen Unmut und hasserfüllte Reaktionen sorgte, als sie mit den traditionellen kurdischen Farben Gelb, Grün und Rot um den Kopf ans Pult trat, um ihren Amtseid abzulegen. Dies tat sie in türkisch, der damals einzigen offiziellen Sprache des Landes. Im Anschluß fügte sie jedoch auf Kurdisch die Worte "Ich werde mich dafür einsetzen, dass das kurdische und das türkische Volk zusammen in einem demokratischen Rahmen leben können." hinzu. Es war der erste Satz auf Kurdisch, der je im türkischen Parlament gesprochen worden war. In Folge dieses Auftrittes und der politischen Arbeit der kurdischen Abgeordneten wurde ihre Partei HEP verboten. Im März 1004 hob das Parlament Zanas Immunität auf, bereits im Dezember verurteilte das Leyla Zana und ihre Kollegen wegen Landesverrats und Unterstützung einer terroristischen Organisation zu 15 Jahren Haft.
Trotz internationalem Drucks wurden die vier kurdischen Politiker erst 2004 freigelassen. Sie begann sofort wieder mit ihrer politischen Arbeit und waren somit wieder sofort im Visier des türkischen Staates und der türkischen Justiz. Auch wenn sie heute kein politisches Mandat besitzt ist sie der Rechten ein Dorn im Auge, nicht umsonst werden ein Prozeß nach dem anderen gegen sie angestrengt.
Der erste Satz auf Kurdisch, der je im türkischen Parlament gesprochen worden war, 1991
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