redblog - 15. Juli, 18:22 -
Politik
"Reisefreiheit ist eine der wichtigsten Freiheiten der westlichen Demokratie." Diesen Satz bekam der Autor in seiner Schulzeit mehrfach von seinem Politiklehrer zu hören. Man könne reisen wie man wolle und sei nicht eingesperrt.
Ganz klar gehörten die Vereinigten Staaten für ihn zu den "westlichen Demokratien". Dabei gibt es besonders dort erhebliche Einschränkungen dieser - sowohl bei der Ein- wie bei der Ausreise.
So ist es zum Beispiel US-Amerikanern
verboten nach Kuba zu reisen. Dies ist nur mit einer Sondergenehmigung des Finanzministeriums und unter strengen Auflagen möglich. Aber auch die Einreise ist reglementiert. Gesprochen wird hier aber nicht von den Menschen aus Lateinamerika, die versuchen über die südliche Landesgrenze in die USA zu gelangen. Jeder der auf dem legalen Weg in die USA einreisen will, wird von den Behörden vorher durchgecheckt. Taucht man jedoch auf der sogenannten "US-Terrorliste" auf, ist eine Einreise nicht möglich. Auf diese Liste stehen Personen, die sich terroristisch verhalten, auf Terrorismus vorbereitet oder diesen unterstützt haben sollen.
Laut Angaben der Bürgerrechtsorganisation
American Civil Liberties Union (ACLU) befinden sich mittlerweile
mehr als eine Million Menschen auf der Liste, monatlich sollen 20.000 neue hinzukommen. Die ACLU fordert eine Überarbeitung der Liste in den kommenden drei Monaten. "Sie ist ungerecht, ausufernd, eine Ressourcenverschwendung, belastet Unschuldige und behindert Millionen Reisende in diesem Land". In eine solche Liste gehörten nur Personen, denen stichhaltige Beweise für terroristische Aktivitäten nachgewiesen werden können.
Vielfach bleibt unbekannt, wen die USA als "Terroristen" führen. Bekannt wird es nur, wenn man versucht in die USA einzureisen oder innerhalb der USA Flugzeuge benutzt. Doch nicht nur Ausländer sind auf der "Terroristenlisten" zu finden, auch US-Amerikaner wie der demokratische Senator
Edward Kennedy, die Kongressabgeordnete
Loretta Sanchez oder der sechs-jährige
John William Anderson.
Bis vor kurzem stand auch noch der erste schwarze Präsident Südafrikas,
Nelson Mandela, auf der "Terrorliste". Mandela wurde auch während der Regierungszeit von Clinton regierungsamtlich als Terrorist geführt. In der Regierungszeit eben jenes Mannes, der sich in jeder Mandela-Doku als Freund dessen aufdrängt.
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