redblog - 3. Juli, 06:44 -
Lateinamerika
Seit Juni 2006 protestieren chilenische Schülern immer wieder, gemeinsam mit Lehrern, Studenten, Dozenten, Eltern und vielen anderen, gegen die Bildungspolitik der Regierung Bachelet.
Die öffentlichen Bildungseinrichtungen sind schlecht ausgestattet, die Qualität wird von Schülern als schlecht beschrieben. Während der Diktatur von Augusto Pinochet wurde auch das Bildungssystem einer neoliberalen Öffnung unterzogen.
Auf Grund ihrer Uniform werden die Schüler auch Pinguine genannt, und ihre Proteste als "Revolution der Pinguine" bezeichnet.
"Aus dem Klassenzimmer zum Klassenkampf"
Die Sozialdemokratin Bachelet war auch angetreten, um das öffentliche Bildungssystem zu reformieren und auszubauen. Die noch aus der Pinochet-Ära stammenden Gesetze sollten überarbeitet werden. Doch mit ihren Änderungen stieß die Politik auf den geballten Widerstand der Schülerinnen und Schüler.
Eine Abkehr von der alten Politik sehen sie nicht, das öffentliche Bildungssystem bleibt unterfinanziert und schlecht.
Am Dienstag zogen wieder tausende Schüler und Lehrer vor das Parlament in Valparaíso, um gegen das neue Bildungssystem zu protestieren. Die Antwort folgte promt und war dieselbe wie schon bei den vergangenen Protesten: Repression durch die Polizei. Mehr als 300 Demonstranten wurden festgenommen. Die Polizei setzte Wasserwerfer, Tränengas und Schlagstöcke ein.
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