Mittwoch, 12. März 2008

Erwin Geschonneck mit 101 Jahren verstorben


Wie die Akademie der Künste mitteilte, verstarb der Schauspieler Erwin Geschonneck heute im Alter von 101 Jahren in Berlin.

Geschonneck begann seine Schauspielerlaufbahn 1929 in kommunistischen Laienspiel-, Agitprop- und Kabarettgruppen und beim Film Kuhle Wampe. Als Kommunist landete er 1939 im KZ. Nach dem Krieg begann er seine Schauspielkarriere an den Hamburger Kammerspielen, bis ihn 1949 Bertholt Brecht und Helene Weigel ans Theater am Schiffbauerdamm (Berliner Ensemble) holten. Neben dem Theater begann der bekennende Kommunist für die DEFA zu arbeiten. Er spielte u.a. in "Das kalte Herz", "Nackt unter Wölfen", "Jakob der Lügner", "Fünf Patronenhülsen" und "Karbid und Sauerampfer".



Auch nach 1989/90 blieb er sich treu. In einem Interview sagte er: "Ich bin ein Sozialist, ein Kommunist, habe dafür gekämpft und gelitten. Daß wir eine Schlappe erlitten haben, das ist nun mal so. Aber damit ist noch nicht gesagt, daß die Idee vom Sozialismus falsch ist. Es gibt doch keine andere Alternative zum Kapitalismus."

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Onlinedemo in wessen Sinne?


Heute ruft die Organisation Reporter ohne Grenzen (ROG) zu einer Onlinedemo gegen Internetzensur auf. "Die 24 Stunden beginnen um 11 Uhr mitteleuropäischer Zeit. Interessierte können auf www.rsf.org, der internationalen Seite von Reporter ohne Grenzen, eine eigene virtuelle Figur erstellen und an einer der neun Online-Demonstrationen teilnehmen. Diese finden außer in China und Kuba in Ägypten, Burma, Eritrea, Nordkorea, Tunesien, Turkmenistan und Vietnam statt. In diesen Ländern ist die Meinungsfreiheit im Internet bzw. der Zugang zum Internet massiv eingeschränkt." Die Organisation steht jedoch unter massiver Kritik, die im Mainstream konsequent verschwiegen wird. Dabei geht es unter anderem um die Finanzierung der ROG. Der Haushalt der Organisation betrug 2006 4 Millionen US-Dollar. Davon stammen 57 % aus dem Verkauf eigener Publikationen, 24 % von Institutionen, Unternehmen und Stiftungen. Zu diesen Geldgebern zählen neben dem National Endowment for Democracy (NED) auch das Center for a Free Cuba (CFC). Offiziell gelten beide Organisationen als Nichtregierungsorganisationen, jedoch nur auf den ersten Blick. Das NED wurde erstmals 1982 unter Präsident Reagan gefördert und soll "die Demokratie fördern". Einen Großteil des Geldes wird vom US-Außenministerium gegeben, somit ist auch wenig verwunderlich, daß das NED ein zentrales Instrument US-amerikanischer Außenpolitik ist. Das Center for a Free Cuba agiert ebenfalls offiziell als Non-Profit-Organisation und setzt sich für die Menschenrechte und einen "demokratischen Wandel" in Kuba ein. Leiter des CFC ist der in Kuba geborene Frank Calzón, ein einschlägig bekannter CIA-Agent und ehemaliger Söldner der paramilitärischen Gruppe Alpha66, die in den 60er und 70er Jahren zahlreiche Anschläge in Kuba vornahm. Auch Otto Juan Reich gehört zum Umfeld des CFC, in den 80er Jahren spielte Reich eine zentrale Rolle in der aggressiven US-Politik gegen das sandinistische Nicaragua.

In seiner Arbeit konzentriert sich ROG vor allem auf Länder wie China, Kuba, Weißrussland, Russland. Währenddessen wird gegenüber westlichen Staaten eine deutlich unkritischere Haltung eingenommen. So finden sich weder auf den Internetseiten der deutschen Sektion, noch auf den Seiten der französischen Mutterorganisation, Informationen zu dem seit 1981 inhaftierten US-Journalisten Mumia Abu-Jamal. Auch kein Problem hat ROG scheinbar mit der Abschaltung von Internetseiten zu und über Kuba durch US-Behörden.

Auf der Internetseite der französischen Mutterorganisation prangt auch Werbung, die durch den "international führenden" Onlinevermarkter ADTECH vermarktet wird. Aufrufe wie der zur Onlinedemo, der Dank der Beachtung von RGO durch die Mainstreammedien, helfen natürlich auch ordentlich die Klickrate zu steigern und damit sicherlich auch der Werbeeinnahmen.

Links zum Thema:
redblog: In wessen Auftrag? (1.8.2007)
telepolis: Reporter ohne Grenzen im Dienste des US-Außenministeriums? (8.5.2005)
Wikipedia: Reporter ohne Grenzen

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Fidel Castro bleibt


Ignacio Ramonet über den Rückzug Fidel Castros und seine neue Rolle in der vierten Gewalt: Kuba hat den Austausch insbesondere mit den Ländern, die in der ALBA (»Bolivarische Alternative für die Amerikas«) zusammengeschlossen sind, intensiviert sowie Partnerschaftsabkommen mit den Staaten des Mercosur unterzeichnet.

Während auf Kuba, der zuletzt erwartbare Rückzug von Fidel Castro nichts am Gang der Revolution ändert, könnte eine mögliche Wahl von Barack Obama in den Vereinigten Staaten in der Evolution Kubas vielleicht einen kleines Erdbeben auslösen.


Siehe auch
redblog, vom 22. Februar 2008:
Ignacio Ramonet: "No es una sorpresa", Ramonet im Interview mit Radio Nederland über den Rückzug Castros aus der Staatsspitze

redblog vom 9. August 2006:
"Unter vier Augen", Beitrag zum Interviewbuch von Ramonet "Fidel Castro: Biografia a dos Voces"

redblog vom 26. November 2007:
Fidel Castro im Interview mit Ignacio Ramonet über Che

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Heldenkreuz für Soldaten


Mit dem Vorstoß zur Wiedereinführung des Eisernen Kreuzes für tapfere deutsche Soldaten beschäftigte sich Spiegel TV Magazin in seiner letzten Ausgabe. Dort wird deutlich, wie tapfer die Bundeswehrsoldaten in ihrem Alltag sind.

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Ich kann das irgendwie...
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Gibriam (Gast) - 2. Februar, 17:16
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nesta (Gast) - 10. Januar, 22:13
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