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Montag, 3. März 2008

Raul Reyes Laptops: Man findet was man braucht


Nach der Bombardierung eines Guerillacamps der FARC in der Nacht zum Sonntag triumphierte der kolumbianische Staat nicht nur mit den Toten, darunter der Nummer Zwei der FARC, Raul Reyes. Nein, sie haben auch drei seiner Laptops gefunden.
Kurz nachdem Ecuadors Präsident die Ausweisung des kolumbanischen Botschafters ankündigte, "zauberte" die kolumbianische Seite ein Dokument hervor, das Beziehungen zwischen der ecuadorianischen Regierung und der Guerilla belegen sollte. So habe die Regierung von Correa geplant offizielle Beziehungen zur FARC aufzunehmen.

Auch Venezuela sah sich durch die Aggression des kolumbianischen Staates provoziert und verlegte Truppenteile an die Grenze zu Kolumbien. Und nun? Nun "zauberte" man aus einem von Rayes Laptops erneut die gewünschten Dokumente. Nach diesen soll Präsident Hugo Chavez die kolumbianische Guerillabewegung mit 300 Millionen Dollar unterstützt haben. Doch nicht nur das! Eine Hand wäscht ja bekanntlich die andere: "Aus einem anderen Dokument auf dem Laptop von Raul Reyes gehe hervor, dass die FARC Anfang der 90er Jahre den damals inhaftierten Chavez mit 100 Millionen Pesos (damals rund 150.000 Dollar) unterstützt habe. Chavez sei sehr dankbar für diese Hilfe gewesen, zitierte der General aus dem Dokument."

Vielleicht sollte mal jemand dem Jens Glüsing bescheid geben, damit er auch diese Geschichte in seinen Artikel einarbeitet.

via AP

Nachtrag
Und wieder wurde ein Dokument aus dem Laptop "gezaubert". Demnach sollte de FARC Uran kaufen ...
Polizeichef General Oscar Naranjo : «Wenn sie (die Rebellen) Verhandlungen über 50 Kilogramm Uran erwähnen, dann bedeutet das, dass die FARC große Schritte in der Welt des Terrorismus unternommen hat, um ein globaler Aggressor zu werden.»

RCN Noticas: Die FARC und das Uran


wieder via AP

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SPON: Jens Glüsing blickt's mal wieder


Der Lateinamerika-Korrespondent des Spiegels hat mal wieder zugeschlagen:


Damit glänzte Glüsing in seinem Beitrag über die aktuelle Konfrontation zwischen Kolumbien auf der einen Seite und Ecuador und Venezuela auf der anderen Seite nach der Ermordung von 17 FARC-Guerilleros durch die kolumbianische Armee auf ecuadorianischem Territorium.

Siehe auch Der SPIEGEL kann viel schreiben (redblog, 13.11.2005) und SPON: "Wir biegen uns die Welt zurecht" (redblog, 19.02.2008).

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Kolumbien verschärft Beziehungen zu Nachbarn


Am 2. März verkündete der kolumbianische Kriegsminister Juan Manuel Santos, die Armee habe bei einem Einsatz nahe der Grenze zu Ecuador ein Camp der Guerilla FARC angegriffen und dabei die Nummer Zwei der Guerilla, Raul Reyes, sowie 17 weitere Guerilleros getötet.

Mittlerweile ist jedoch klar, daß Santos gelogen hat. Der Einsatz fand auf ecuadorianischem Staatsgebiet statt. Ecuadors Präsident bezeichnete dies als "schlimmsten Angriff" auf sein Land in der Geschichte und sprach zudem von einem Massaker, das die kolumbianische Armee auf dem ecuadorianischen Boden ausgeübt habe.

Ansprache von Präsident Correa


Als Reaktion zog Correa gestern seinen Botschafter aus dem Nachbarland ab und wies den kolumbianischen Botschafter aus. Auch Venezuela entschied sich dazu seine Botschaft in Bogota zu schließen. Beide Länder verstärkten zudem ihre Militärpräsenz an der Grenze zu Kolumbien.

Kaum hatte Correa die Ausweisung bekannt gegeben, verbreitete die kolumbianische Regierung, man habe Dokumente bei dem Einsatz gefunden, die Verbindungen zwischen Correa und der FARC belegen. Laut Medienberichten soll es sich um Unterlagen von Reyes handeln, in denen er dem Generalsekretariat mitteilt, Correa habe ein Interesse an einem Treffen, um sich aktiv für eine friedliche Lösung des Bürgerkrieges und einen humanitären Austausch einzusetzen.

Es ist nicht das erste Mal, daß Kolumbien die Souveränität Ecuadors verletzte.

Weitere Informationen:
amerika21.de: Bogotá provoziert den Krieg
La Hora: ‘Colombia bombardeó Ecuador’
redglobe.de: Guerilla-Kommandant Reyes getötet
redglobe.de: Venezuela und Ecuador brechen Beziehungen mit Kolumbien ab
TeleSUR: FARC aseguran que asesinato de ''Raúl Reyes'' no afectará acuerdo humanitario

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BKA-Chef: Ruhe im Karton


BKA-Chef fordert Ende der Debatte über Online-Durchsuchungen Meldung vorlesen
Der Chef des Bundeskriminalamtes (BKA), Jörg Ziercke, hat nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts über heimliche Online-Debatte ein rasches Ende der Debatte über die heftig umstrittene Ermittlungsmaßnahme gefordert. Vor allem sei in der Öffentlichkeit nicht weiter über die mögliche Technik des so genannten Bundestrojaners zu spekulieren, erklärte der Oberpolizist gegenüber Spiegel Online. ...
via heise.de

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