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Mittwoch, 12. Dezember 2007

Reaktionen zur Abwahl von Blocher


Wenige konnte sich vorstellen, daß der Schweizer Bundesrat Christoph Blocher der extrem rechten SVP (Schweizer Volkspartei) bei den heutigen Wahlen durchfällt. (redblog berichtete)

Noch herrscht Unklarheit, ob Widmer-Schlumpf ihren Posten annehmen wird. Sie will sich erst am Donnerstag um 8 Uhr äußern. Mittlerweile soll der SVP-Politiker Samuel Schmid aus der Fraktion ausgeschlossen worden sein. Er wurde gewählt und nahm sein Amt an, obwohl Blocher durchgefallen war.

Natürlich sorgte diese Nachricht auch für Reaktionen in der Schweizer Blogosphäre. redblog gibt hier einen Überlick, wie die Reaktionen auf einigen linken Blogs ausgefallen ist.

Schnell reagierte Gonorrea und forderte "laßt die Korken knallen - Blocher wurde abgewählt!". Im Kommentarbereich findet sich ein Link zu einer schönen Bildmontage. Am Nachmittag wurde dann eben dort auf die sehenswerte Doku "Gebrüder Blocher – Betrachtungen vor der Bundesratswahl" verwiesen. "In der Sendung ging der Bruder von Ex-Bundesrat Christoph Blocher, Gerhard Blocher, auf alles los, was ihm in den Weg kommt und redet vom “blutigen Nahkampf” im Bundeshaus."

Lupe zollt der CVP Respekt, daß sie bei der zweiten Abstimmung nicht gekniffen hat und erneut gegen Blocher stimmte. "respekt liebe cvp, damit habt ihr euch zwar in euren stammlanden keine freunde gemacht, aber man weiss nun, dass auch die cvp über rückgrat verfügt."

Unter dem Titel "Schlumpfine schlägt Christoph Blocher" beschäftigt sich natürlich auch das Anti-SVP-Blog mit der Abwahl und zollt ebenfalls der CVP Respekt. "Sieger könnten heute zudem die Frauen sein, da sie mit Widmer-Schlumpf zu fast 50 Prozent im Bundesrat vertreten wären."

Absolut spannend liest sich die Liveberichterstattung bei wision.ch. Die Autorin/der Autos verfolgte die Wahl vor dem Fernseher und bietet neben dem aktuellen Geschehen sehr lesenwerte persönliche Kommentare und hier noch das "Bild des Tages".

Als "Balsam für die linke Seele" bezeichnet ignoranz.ch das Wahlergebnis und kommt zum Schluß, daß es "für eine solch menschenverachtende und Niveaulose Politik, wie sie Blocher im Bundesrat betrieben hat, in der Schweiz kein Platz ist". Und unter dem Titel "Der "Duce" ist gefallen" wurde auch noch gleich das Video zum Sturz von Blocher gebloggt.

Bei ABHIJIT/BOSSOTTO gibt es einen kleinen, aber feinen, Beitrag, der als Brief an Blocher formuliert ist.

Weitere lesenswerte Blogeinträge können über die Kommentarfunktion mitgeteilt werden.

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Blocher abgewählt


Im Oktober zog die extrem rechte Schweizer Volkspartei SVP mit 29 % der Stimmen als stärkste Partei ins Parlament.
Bei den heute stattgefundenen Bundesratswahlen mußte sie und ihr rechter Frontmann Christoph Blocher eine deutliche Niederlage hinnehmen.

Die Mitgliederinnen und Mitglieder des Bundesrates werden noch der sogenannten Konkordanz gewählt. Dadurch haben die SVP, FDP, CVP und SP Anspruch auf Sitze in der Regierung. Bislang war Blocher als Vertreter der SVP Justizminister der Alpenrepublik.

Heute stellte er sich erneut, mußte jedoch gegen eine Gegenkandidatin antreten, gegen Eveline Widmer-Schlumpf. Widmer-Schlumpf, selber Mitglied der SVP, trat jedoch nicht selber an, sondern war - scheinbar ohne ihr Wissen - von den Sozialdemokraten und den Grünen nominiert worden.

Im ersten Wahlgang verfehlten beide Kandidaten eine Mehrheit, im zweiten konnte sich Widmer-Schlumpf mit 125 zu 115 durchsetzen. Damit ist Blocher nicht wiedergewählt worden. Unklar ist jedoch noch, ob die neue Bundesrätin ihr Amt überhaupt annehmen wird. Sie war bei der Abstimmung nicht in Bern und machte sich erst im Anschluß an die Wahl auf dem Weg ins Parlament, wo sie Stellung nehmen wird. Sollte sie die Wahl nicht annehmen, könnte Blocher erneut kandidieren. Das Erreichen einer Mehrheit in diesem Falle scheint jedoch nicht aussichtsreich.

Bekanntgabe des Abstimmungsergebnisses


Die SVP hatt angekündigt, völlig in die Opposition zu gehen, wenn Blocher nicht vom Parlament gewählt werden würde. Für große Aufregung sorgte die SVP im Wahlkampf mit einem fremdenfeindlichen Wahlplakat, das mittlerweile auch bei der NPD und italienischen Faschisten als Vorlage für die eigene Wahlwerbung diente.

siehe auch gonorrea.ch

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Londons Guerilla-Gärtner


lguerilla gärtnerWohnt man in einer Stadt und hat keinen eigenen Garten, will jedoch auch ein bißchen rumgärtner, dann kann man das auch in der urbanen Umgebung tun.
Am 11.12. widmete Deutschlandradio Kultur den Guerilla-Gärtner von London eine kleine Reportage. Sehr zu empfehlen.
Reportage runterladen [mp3, 2,13 MB]

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