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Sonntag, 5. August 2007

In Florida darf wieder gemordet werden


Am 13. Dezember 2006 wurde Ángel Nieves Díaz durch eine Giftspritze hingerichtet. Mehr als eine halbe Stunde dauerte sein Todeskampf. Laut Süddeutsche berichteten Augenzeugen von "offensichtlich unter großen Schmerzen" unter denen er litt. Rund acht Monate nach dem langen Todeskampf eines Häftlings während seiner Hinrichtung hat Florida die Exekutionsvorschriften verschärft. Künftig muss auf jeden Fall staatlich anerkanntes medizinisches Personal einer Hinrichtung beiwohnen. Außerdem werden Ausbildung und Auswahl der Vollstrecker verbessert, wie aus einem Dokument hervorgeht, das das Oberste Gericht am Freitag auf seiner Webseite veröffentlichte.
via derStandard.at
Ab November soll wieder gemordet werden - staatlich legitimiert.

siehe auch trueten.de

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Slomka macht wieder Chavez-, Lafontaine- und Linkspartei-Bashing


Am 17. Juni begrüßte Marietta Slomka die Zuschauerinnen und Zuschauer des heute journals mit einer verlogenen Ansage. Chavez-, Lafontaine- und Linkspartei-Bashing mit einem Schlag.
Trotz einiger kritischer Nachfragen bei der Redaktion gab es keine Reaktion. Am Freitag zeigten nun die Redaktion des heute journals und Marietta Slomka erneut, daß Chavez-, Lafontaine- und Linkspartei-Bashing zum Programm gehören.
Anmoderation von Slomka: Um die Freiheit der Medien geht es auch im nächsten Bericht. Man stelle sich mal folgendes vor: Bundeskanzlerin Merkel würde den Privtsender RTL abschalten, weil ihr die Bertelsmanngruppe politisch nicht passt oder weil RTL sich weigert, jederzeit auf Komando, Sendplätze freizuräumen, um ellenlange Merkelreden auszustrahlen. Eine absurde Vorstellung, natürlich wäre das undenkbar. Doch so ist es in Venezuela geschehen. Der immer dikatorischer regierende Hugo Chavez hat den größten, ältesten und populärsten Privatsender Venezuelas [RCTV, Anmerkung von redblog] aus dem Antennennetz genommen. Nur über Kabel und Satellit darf er noch senden. Doch die hat in Venezuela kaum jemand. Hugo Chavez, hierzulande von Okar Lafontaine und der Linkspartei als Vorbild gefeiert, hat sich mit dieser Zensur aber womöglich schwer verkalkuliert, denn er nahm damit seinem Volk dessen liebste Sendung weg. Diesmal ließ es sich Slomka nicht nehmen, im Anschluß an den Beitrag, nachzutreten: Tja, womit sich wieder mal zeigt, wenn Despoten entscheiden, was gut für das Volk ist, herrscht graue Tristess, nicht nur im Fernsehen.

Über den Beitrag selber mag man streiten können. Offen ist jedoch der Widerspruch zur Anmoderation. "Doch die hat [Kabel und Satellit] in Venezuela kaum jemand" meint Slomka in der Anmoderation. Im Beitrag von Carsten Thurau heißt es hingegen, RCTV habe nun 50 % weniger Zuschauer. Komisch, mindestens die Hälfe der ehemaligen Zuschauer müssen ja eine haben.
Über die Rolle des Privatsenders während des Putsches vom April 2002 ist keine Rede. Lapidar heißt es bei Thurau, der Sende habe sich in den letzten Jahren "wegen all zu offener Kritik" unbeliebt gemacht.

Man mag zu Chavez und der Entscheidung bezüglich RCTV stehen wie man will, guter Journalismus sieht anders aus. Kein Wort auch darüber, daß der Oberste Gerichtshof entschieden hat, daß RCTV nicht gezwungen werden kann, Reden von Chavez auszustrahlen. Zeigt doch diese Entscheidung, daß die Jusitiz nicht nur aus "100%igen Chavezanhängern" besteht, wie man so gerne verlautbart.

Tondokumente


Anmoderation von Marietta Slomka in heute journal vom 03.08.2007
Audiodatei runterladen


Abmoderation von Marietta Slomka in heute journal vom 03.08.2007
Audiodatei runterladen

Die Sendung des heute journals vom Freitag kann man sich hier anschauen [mp4] (Der Link funtioniert nur temporär).

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