Mittwoch, 16. Mai 2007

Sie war eine lateinamerikanischer Internationalistin


Im Oktober diesen Jahre jährt sich zum 40. Mal die Ermordung von Ernesto Che Guevara, bereits im September der 40. Todestag von Tamara Bunke. Bunke kämpfte als Tania la Guerrillera gemeinsam mit Che und anderen Compañeros in der bolivianischen Guerilla.

Geboren wurde sie 1937 in Buenos Aires, dem Exil der Eltern, die als jüdische Kommunisten aus Deutschland flüchten mußten. Im Alter von 14 siedelte Tamara mit ihren Eltern in die DDR über. Das Interesse an der sozialen und politischen Entwicklung Lateinamerikas riss nie ab. Dank ihrer Zweisprachigkeit dolmetschte sie für verschiedene Delegationen, vor allem aber auch für die kubanischen, die nach dem Sieg der Revolution politische und wirtschaftliche Beziehungen aufnahmen. So traf Tamara auch auf Che Guevara.
Tamara entschied sich nach Kuba zu gehen und am Aufbau einer neuen Gesellschaft mitzuarbeiten. Begeistert von den nationalen Befreiungsbewegungen wollte sie sich den Sandinisten in Nicaragua anschließen. Ein Auftrag brachte sie jedoch nach Bolivien, wo sie die Vorbereitungen für die Entwicklung der Guerilla traf.
Im September 1967 starb sie durch Kugeln der Armee.

Ulises Estrada Lescaille bekam 1963 den Auftrag, Tamara Bunke auf ihren Einsatz in Bolivien vorzubereiten. Aus einer Arbeitsbeziehung entwickelte sich eine Liebesbeziehung. Mit »Tania – Mit Che Guevara im bolivianischen Untergrund« legt Ulises Estrada ein spannenden und lesenswertes Buch über das Wirken von Tania la Guerrillera vor.

Es gibt viele Geschichte über sie. Sie sei Doppel- oder gar Dreifachagentin gewesen sein. Sie sei die Frau gewesen, die Che im bolivianischen Urwald liebte. Für nichts gibt es Beweise, aber für Medien und Verlage lassen sich so "tolle" Geschichte verkaufen. Dem Buch ist ein umfangreicher Anhang angefügt. Ihm ist zum Beispiel zu entnehmen, daß weder die Staatssicherheit noch der sowjetische Geheimdienst sie als Agentin führten.
Im 40. Todesjahr wird wohl wieder viel Dreck hochgespült werden, meinte der Verleger Jürgen Heiser vom Bremer Atlantik Verlag. Daher sei das Buch notwendig.
Angeboten wurden dem Atlantik Verlag das Buch von Ocean Press. Dort war man der Meinung, daß es gut in einen Verlag passe, der auch die Bücher von Mumia Abu-Jamal, Assata Shakur und Malcolm X herausgibt.

Ulises Estrada Lescaille
Tania – Mit Che Guevara im bolivianischen Untergrund
Atlantik Verlag, ca. 320 Seiten, 20.00 Euro, ISBN 3-026529-67-9

Zur Zeit findet noch eine Lesereise durch mehrere deutsche Städte statt:
Do 17.05. Heidelberg; Fr 18.05. Stuttgart; Mo, 21.05. München; Di 22.05. Konstanz; Mi 23.05. Freiburg; Do 24.05. Würzburg; Fr 25.05. Göttingen; Di 29.05. Freiberg/Sachsen; Mi 30.05. Leipzig; Do 31.05. Chemnitz; Fr 01.06. Magdeburg
Weitere Angaben unter www.cuba-si.org

PS: Bücher beim Buchhändler direkt oder bestellt sie beim Verlag.

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ERNESTO alias ERNST - Der Langstreckenkämpfer


Der Dokumentarfilmer Martin Keßler, bekannt durch seine Dokus über die Sozialproteste in der BRD ("Neue Wut") und die Studierendenproteste ("Kick it like Frankreich – der Aufstand der Studenten"), arbeitet seit 2003 an einem Film über Ernesto Kroch, der im April diesen Jahres die Ehrenbürgerschaft Montevideos erhielt.
Die Kurzfassung des Films "Ernesto alias Ernst – Der Langstreckenkämpfer" ist fertiggestellt. Eine 90-minütige Fassung soll voraussichtlich Anfang 2008 erscheinen.

Am Pfingstmontag wird der Film über den jüdischen Widerstandskämpfer und Globalisierungskritiker Ernesto Kroch im Berliner Kino Babylon aufgeführt. Ebenfalls an diesem Abend wird die Dokumentation "Kick it like Frankreich – der Aufstand der Studenten" gezeigt. Im Anschluß diskutieren Ernesto Kroch und der Filmemacher mit dem Publikum über neue und alte Protestformen, kurzfristigen und lebenslangen Widerstand.

Die Kurzfassung des Films "Ernesto alias Ernst – Der Langstreckenkämpfer" kann über die Internetseite von Keßler angeschaut und bestellt werden.

Termin
EINIGE KÄMPFEN IHR LEBEN LANG
Dokumentarfilme über Widerstand.
Pfingstmontag, 28. Mai 2007, 18.00 Uhr, Kino Babylon
Flyer downloaden [pdf]

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zitiert


Ich stehe lieber in der Tradition Luxemburgs und Liebknechts als in der Tradition eines Noske oder Ebert.Oskar Lafontaine in der jW-Beilage "gute nacht, g8", 16.05.2007

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Ich kann das irgendwie...
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Gibriam (Gast) - 2. Februar, 17:16
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nesta (Gast) - 10. Januar, 22:13
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rosmarin - 6. Januar, 01:49

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