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Freitag, 23. März 2007

Mumia Abu-Jamal auf die Ohren


Seit 2000 veröffentlicht die junge Welt in ihren Wochenendausgaben die Kolumnen von Mumia Abu-Jamal auf Deutsch.
Der afroamerikanische Journalist Mumia Abu-Jamal sitzt seit 1981 im Knast. Am 3. Juli 1982 wird nach kurzem, unfairen Prozeß das Todesurteil gegen ihn gefällt.

Die Kolumne von Mumia kann man aber nicht nur lesen, man kann sie sich auch anhören. Jede Woche wird sie via Telefon aufgezeichnet und dann verbreitet, über Radio, Zeitungen oder das Internet.

Mumia Abu-Jamal's Radio Essays
Commentaries by the award-winning journalist and activist, "live from death row".
Podcast

Weitere Infos zu Mumia Abu-Jamal gibt´s auf Freedom Now! und mumia.org.

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Kubanische Entwicklungshilfe


Am Mittwoch wurde die Leipziger Buchmesse eröffnet. Wieder werden zehntausende Besucher auf das Messegelände strömen. Als Lesefest sehen die Organisatoren die Leipziger Buchmesse. Doch man muß Lesen können, und das können viele Menschen nicht. Weltweit liegt die Zahl der Analphabeten bei ca. 861 Millionen Menschen, das sind gut 20 % der Weltbevölkerung.

In den letzten Jahren machte die Alphabetisierung vor allem in Lateinamerika Fortschritte. Einer der Gründe ist die kubanische Alphabetisierungsmethode "Yo, sí puedo" (Ja, ich kann). Entwickelt wurde es vom Instituto Pedagógico Latinoamericano y Caribeño, das Institut wurde dafür im November des letzten Jahres mit dem König Sejong-Alphabetisierungspreis der UNESCO ausgezeichnet.

Die kubanische Tageszeitung Granma veröffentlichte in ihrer gestrigen Ausgabe aktuelle Zahlen über die Alphabetisierungsmethode "Yo, sí Puedo". Zur Zeit lernen 580.000 Personen in 16 Ländern nach der kubanischen Methode.
Nach dem Sieg der kubanischen Revolution begann man auf der Insel mit einer Alphabetisierungskampagne. In jedes noch so entlegene Dorf wurden Lehrkräfte geschickt. Zum ersten Mal wurde die Methode "Yo, sí puedo" 1999 in Haiti eingesetzt, über Radio. Im Zuge des Alphabetisierungsprogrammes Missión Robinson wurde die Methode 2004 in Venezuela eingesetzt.
Hinter "Yo sí puedo" steht eine audiovisuelle Methode, die Schüler erhalten die Lektionen über einen Video oder Radio. In den Klassenräumen sind laufen jedoch nicht nur die Videos oder Radiosendungen, auch Betreuer sind vor Ort, die bei Problemen weiterhelfen können. Organisiert werden die Alphabetisierungskurse meist von sozialen Organisationen, in einigen Fällen auch mit staatlicher Unterstützung wie in Venezuela und Bolivien, wo das Programm im März 2006 wenige Wochen nach dem Regierungsantritt von Evo Morales startete.
Nach der kubanischen Methode wird unter anderem in Paraguay, Argentinien, Ecuador, Brasilien, Honduras, Nicaragua, der Dominikanischen Republik, Neuseeland und El Salvador gelehrt. In Planung ist die Erarbeitung von Programmen für Afrika.

Neben der spanischen Version existieren auch Materialien für Englisch, Portugiesisch, Quechua und Aymara.
Bislang erlernten 2,16 Millionen Menschen mit Hilfe von "Yo, sí puedo" das Lesen und Schreiben.

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Neun Fragen zum Kapitalismus


Was ist eigentlich Kapitalismus?
Wann hat der Kapitalismus angefangen – und wo?
Der Profit und seine Vermehrung: woher und – wieviel?
Rosa Luxemburg: Was war ihre Idee vom Kapitalismus?
Und was bleibt?
Geopolitik und Geoökonomie: Ist »Raum« das neue Schlüsselwort für den neuen Kapitalismus?
Gibt es einen »neuen« Imperialismus?
Was ist »neoliberaler« Kapitalismus?
Wer wird Milliardär? Und wer Maulwurf?
Und das Ende dieser Geschichte: Wann endlich kommt der große Kladderadatsch und ist der Kapitalismus zu Ende?


Im Rahmen der Rosa-Luxemburg-Konferenz der Rosa-Luxemburg-Stiftung beantworteten am 4. März 2006 Michael Krätke und Georg Fülberth »Neun Fragen zum Kapitalismus«. Moderiert wurde die Veranstaltung von Dorothea Schmidt, erfunden, organisiert und in ein Buch umgesetzt hat sie Rainer Rilling.

Michael Krätke und Georg Fülberth
»Neun Fragen zum Kapitalismus«
dietz-berlin | ISBN 978-3-320-02102-3 | 72 Seiten | erschienen März 2007 | 6.90 € oder als kostenloser Download auf der Seite der RLS

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