Dienstag, 30. Januar 2007

Keine abstrakte Integration


Im April letzten Jahres, knapp drei Monate nach dem Amtsantritt von Evo Morales, unterzeichneten Hugo Chavez und Morales einen Abkommen, mit dem sich Bolivien verpflichtete, Anteile (5 %) am lateinamerikanischen Fernsehsender teleSUR zu zeichnen.

Seit gestern ist nun Bolivien auch formell Teilhaber an teleSUR. Das Leitungsgremium des Senders, das gestern in Buenos Aires tagte, begrüßte Gaston Nuñez als Verteter Boliviens. Auf dem Arbeitstreffen wurden Pläne zum Ausbau des Fernsehsenders für den Zeitraum 2007 - 2011 vorgestellt.
In Venezuela soll mit der terrestrischen Ausstrahlung begonnen werden. Noch vor Mai 2007 soll der Sender auch in Europa via Satellit zu empfangen sein, für Brasilien soll ein Programm in portugiesischer Sprache produziert werden. Das Korrespondentennetz in Lateinamerika soll weiter ausgebaut werden, von zehn auf 15. Auch aus Europa sollen demnächst Korrespondenten berichten, geplant sind die Büros in Madrid und London.

Während des Treffens unterzeichneten Andrés Izarra, Präsident von teleSUR, und Martín Granovsky, Presidente der staatlichen Nachrichtenagentur Argentiniens Télam, eine Vereinbarung zur Zusammenarbeit. Granovsky erklärte, daß es zwei Formen der Integration gebe, "eine rhetorisch-abstrakte und eine konkrete". Die Vereinbarung beider Unternehmen gehöre zur zweiten.

via teleSUR

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Leer es creer: 16. Buchmesse Havanna


Am 8. Februar öffnen sich wieder die Türen einer der größten Buchmessen Lateinamerikas. Das Besondere der Buchmesse in der kubanischen Hauptstadt ist, daß sie nicht nur Besucherinnen und Besucher in die Messehallen locken wird. Nach dem 18. Februar, wenn sich die Türen wieder schließen, werden die Bücher eingepackt und machen eine Reise über die Insel. Eine Buchmesse, die durchs Land zieht.

Seit 1982 wurde fand die Buchmesse zum ersten Mal statt. In den kommenden Jahren unregelmäßig, seit dem Jahr 2000 jährlich.
Argentinien ist 2007 Gastland, die Ehrenpersonen in diesem Jahr sind die argentinischen Autoren Eduardo Torres Cuevas und César López Núñez .

Auch eine deutsche Präsenz wird es wieder geben, koordiniert vom Büro Buchmesse Havanna. Entstanden ist das Büro und die Initiative im Spätsommer 2003. Die Bundesrepublik Deutschland war für das kommende Jahr (also 2004) als Ehrengast eingeladen. Viel war schon vorbereitet, unter anderem der Druck zahlreicher Übersetzungen deutscher Autorinnen und Autoren. Aus Protest gegen die angeblich schlechte Menschenrechtslage, 2003 wurden 70 Dissidenten und Regierungsgegner verhaftet, entschied sich die rot-grüne Bundesregierung zu einem Kulturboykott. Alle bereits vorliegenden Planung für den Messeauftritt wurden auf Eis gelegt. Dann trat das Büro Buchmesse Havanna auf der Frankfurter Buchmesse an die Öffentlichkeit und bot an, die Messeauftritte deutscher Verlage zu organisieren. Die Initiatoren warfen der Regierung doppeltes Spiel mit den Menschenrechte vor. Eine solcher Boykott sei der falsche Weg. Die Buchmesse Havanna entschied sich, die deutschsprachige Kultur zum Thema zu machen. Die deutsche Regierung wollte mit ihrer Entscheidung verhindern, daß deutsche Verlage in großer Form teilnehmen. Sie erreichte jedoch das Gegenteil. Das Büro Buchmesse Havanna organisierte innerhalb kurzer Zeit den bis dahin größten deutschen Auftritt. Nicht nur linke Verlage stellten ihre Bücher aus, auch Bücher renommierter Verlagshäuser fanden den Weg nach Kuba. Zusätzlich wurde ein umfangreiches Kulturprogramm organisiert. Somit endete der Kulturboykott für dessen Initiatoren als Niederlage.
Seither organisiert nun das Buchmessebüro die Auftritte deutscher und deutschsprachiger Verlage in Havanna, mit zunehmendem Erfolg.

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hrhr
ich bin im moment wirklich ausgesprochen verpeilt *g*
docque (anonym) - 6. August, 17:06
genau!
deswegen hab ich das ja auch verlinkt ;).
tommegg - 6. August, 16:18
wer in die neuen Sachen...
wer in die neuen Sachen mal reinhören möchte(bevor...
docque (anonym) - 6. August, 14:51

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