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Montag, 15. Januar 2007

Nobelpreis für Evo?


Boliviens Präsident Evo Morales wurde von Adolfo Pérez Esquivel am 6. Dezember 2006 als Kandidat für den Friedensnobelpreis gegenüber der offiziellen Jury in Norwegen vorgeschlagen. Pérez Esquivel selbst erhielt den Friedensnobelpreis 1980 für seinen gewaltfreien Widerstand gegen Menschenrechtsverletzungen in Argentinien und anderen Ländern Lateinamerikas.

Adolfo Pérez Esquivels Vorschlag schloßen sich bereits mehr als tausend Menschen an. Neben bekannten Vertretern aus Politik, Kultur und sozialen Bewegungen auch die Friedensnobelpreisträger Rigoberta Menchú.

Als Gründe, warum Morales des Friedensnobelpreises würdig ist, führen die Initiatoren der Kampagne "EVO MORALES PREMIO NOBEL DE LA PAZ 2007" unter anderem seinen Einsatz für die Würde der indigene Völker und seinen Kampf für die soziale Gerechtigkeit an.

Link zur Kampagne "EVO MORALES PREMIO NOBEL DE LA PAZ 2007"

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Neue Zeit in Ecuador


In Anwesenheit von Hugo Chavez und Evo Morales übernahm Rafael Correa in einem symbolischen Akt die Präsidentschaft Ecuadors in der indigenen Gemeinde von Zumbahua (Provinz Cotopaxi). Während des indigenen Aktes erhielt Correa einen bastón de mando (Holzstab mit bunten Bändern, der die Vielfalt des Landes darstellt).
Anschließend nahm Correa an einer Messe teil, die vom Salesianerpriester Luigi Ricardi gehalten. Der gebürtige Italiener leitet die Gemeinde in Zumbahua seit 20 Jahren. In den achtziger Jahren leistete Correa für ein Jahre gemeinsam mit Salesianerpriestern Gemeinschaftsarbeit in Zumbahua. Vor 5.000 Menschen erklärte der künftige Präsident, daß er an der Einrichtung der verfassungsgebenden Versammlung festhalte. Das dafür nötige Dekret werde er nach dem offiziellen Akt noch am Montag unterzeichnen. Correa versprach eine Demokratisierung und die Einhaltung seiner Wahlversprechen. Die Erfahrungen vieler Ecuadorianer mit der Politik ist nicht gut. In den vergangenen Jahren wurde das Land von sieben Präsidenten regiert, von denen drei durch Proteste aus dem Amt gedrängt worden sind. So auch Lucio Gutiérrez. Angetreten als "linker" Kandidat, bediente er, kaum im Amt, nur die Interessen des Kapitals und der Rechten. Correa will kein neuer Gutiérrez werden. Venezuelas Präsident Chavez lud Ecuador ein, Teil der Bolivarischen Alternative für Amerika (ALBA) zu werden. Chavez erklärte, daß "Correa die Hoffnung des ecuadorianischen Volkes" sei. Er bitte Gott, daß dieser Correa beistehe und ihm Mut und Kraft gebe. An die Bevölkerung gerichtet, erging seine Bitte, gemeinsam dem "neuen Präsidenten in dieser neuen Zeit Amerikas" beizustehen.

Die offizielle Amtsübernahme erfolgt am heutigen Montag. Zu dieser werden zahlreiche ausländische Gäste erwartet. Die ersten Gäste, neben Chavez und Morales, reisten am Sonntag an. Die ehemalige Kolonialmacht entsandte Prinz Felipe de Borbón einen Vertreter des Könighauses nach Ecuador. Die kubanische Delegation wird von Carlos Aurelio Lage, Vizepräsident des Staatsrates, angeführt. Des weiteren nehmen unter anderem auch die Päsidenten Perus und Brasilien, Alan García und Luiz Inacio Lula da Silva, sowie diplomatische Vertreter aus zahlreichen Ländern und Vertreter sozialer Bewegungen, wie Hebe Bonafini von den Madres de Plaza de Mayo.

Quellen: teleSUR, Gobierno de Ecuador, adital

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