Montag, 9. Oktober 2006

Paßt besser ins Bild

Bevor am kommenden Wochenende die Ecuadorianer über einen neuen Präsidenten abstimmen, trafen sich vier Kandidaten, um sich im Fernsehen einer Diskussion zu stellen. Im Vorfeld der Sendung sollen Anhänger des Linkskandidaten Rafael Correa seine Gegner mit Obst beworfen haben. Der Wiener Standard veröffentlichte auf seiner Internetseite heute eine kleine Bilderserie. Die Kandidaten traten alle in Anzug auf. Die Einzelbilder des Bananen-Exporteurs Alvaro Noboa, Sozialdemokraten Leon Roldos und der konservativen Kandidatin Cynthia Viteri entstanden alle im Fernsehstudio. Das Bild des Linkskandidaten jedoch nicht. Hier entschied man sich für einen, auf er einen Gürtel schwingt, die scheinbar als Peitsche eingesetzt wird. Passend dazu noch schnell ein Text. So paßt alles wenigstens wieder ins Weltbild.

Artikel bewerten:

Lesenswertes auf der Buchmesse

Die 58. Frankfurter Buchmesse verzeichnete 286.621 Besucher. 7272 Ausstellern aus 113 Ländern präsentierten fast 400.000 Titel. Unter dieser Masse an Gedrucktem war es nicht ganz so einfach die wirklich interessanten Bücher zu finden. Besonders das Gedränge in den Gängen und auf den Verbindungswegen zwischen den verschiedenen Hallen machten es einem schwer vorwärts zu kommen, Platzangst ist auf der Messe fehl am Platze.

In Halle 5.1 präsentierten sich Verlage auf Spanien, Portugal und Lateinamerika. Das venezolanische Kulturministerium machte an seinem Stand auf seine Arbeit aufmerksam. In den letzten Jahren hat sich einiges auf dem Büchermarkt verändert. Im Zuge einer groß angelegten Alphabetisierungskampagne gründete das Ministerium zwei Verlage und eröffente in allen Bundesstaaten Buchhandlungen, wo preiswerte Bücher an die Bevölkerung gebracht werden. Da private Verlage nur das veröffentlichen, was Profite verspricht, wurden viele Autoren nicht verlegt. In den beiden neuen Verlagen haben sie nun Partner gefunden, um ihrere Arbeiten zu veröffentlichen. Ein großes Projekt des Ministeriums ist auch die Verbreitung von Weltliteratur. Im letzten Jahr produzierte man Cervantes´ "Don Quijote" in einer Auflage von 1.000.000 Stück, die kostenlos an Schulen, Bibliotheken und Interessierte vertrieben worden ist. In diesem Jahr besorgte man den Duck von Victor Hugos "Die Elenden". Die drei Teile wurden jeweils mit einer Auflage von 500.000 hergestellt.

Unweit der Venezolaner präsentierte sich die kubanische Cámara Cubana del Libro mit einer kleinen Auswahl an Büchern und warb für die kommende Buchmesse in Havanna, die zu einer der größten Lateinamerikas gehört. Die besten linken Bücher in der Halle 8.0, wo sich Aussteller aus den USA und Australien befanden, bot der australische Verlag Ocean Press. Der Verlag verlegt nicht nur Schriften von Che Guevara und Fidel Castro, das Verlagsprogramm widmet sich auch intensiv den aktuellen Entwicklungen Lateinamerikas. Empfohlen sei hier Roberto Regalados "Dominación, crísis, lucha social y alternativas políticas de la izquierda".

Die linken Verlage aus Deutschland präsentierten sich mit ihren Büchern in Halle 3.1. Am Gemeinschaftsstand von alive, der Assoziation Linker Verlage, hätte man gut und gerne jede Menge Geld lassen können. Bridget Anderson veröffentlichete bei Assozation A ein sehr interessantes Buch über Migrantinnen in der bezahlten Hausarbeit in Europa. Im kommenden Jahr erscheint im Atlantik Verlag ein neues Buch über die Ches Genossin Tania (Tamara Bunke). Am Stand der jungen Welt präsentierte Ekkehard Sieker sein, gemeinsam mit Lothar Buchholz, verfaßtes Buch "Rendezvous mit der Quote - Wie die ARD Kennedy durch Castro ermorden ließ". Grundlage des Buche ist eine WDR-Dokumentation von Wilfried Huismann, die Castro als Auftraggeber des Mordes an JFK darstellt. Die beiden Autoren wiederlegen die gewagte These Huismanns und bezichtigen die ARD und den Autor des Filmes der Fälschung. Sieker, der als Fernsehjournalist beim WDR arbeitet, berichtete über die Vorgänge und die unterdrückte Diskussion im Sender nachdem er seine Zweifel an der Richtigkeit der These Huismanns deutlich machte.

In den kommenden Tagen und Wochen werden einige Bücher vorgestellt. Linke Bücherliebhaber sollten sich unbedingt schon mal den Termin der 11. Linken Literatumesse in Nürnberg vormerken: 17. - 19. November 2006.

Artikel bewerten:

GraSS gegen FAZ

G.G. galt als mahnendes Gewissen, meist als das schlechte Gewissen der deutschen Republik. Kurz vor der Veröffentlichung seiner Jugenderinnungen "Beim Häuten der Zwiebel" wurde seine SS-Mitgliedschaft bekannt. Das Buch kam schnell in die Bestsellerlisten, mittlerweile haben sich mehr als 200.000 Bücher verkauft, in mehr als 30 Ländern soll es demnächst erscheinen. In der letzten Woche legte die FAZ und druckte in ihrer Sonntagsausgabe zwei Briefe von Grass an den früheren Wirtschafts- und Finanzminister Karl Schiller aus den Jahren 1969 und 1970 ab. Das fand G.G. gar nicht nett und will jetzt klagen. Der FAZ ist das egal. Die Briefe seien privat gewesen. Nö, sagt die FAZ. Die geforderte Unterlassungserklärung will sie nicht unterschreiben und freut sich scheinbar schon auf einen möglichen Prozeß.

Auf der Buchmesse in Frankfurt brauchte G.G. keine Angst haben. Sein Buch ist ein Bestseller, seine Vergangenheit und sein Umgang mit ihr für die meisten OK. Bereits im August hatte die BILD mal wieder der SS einen Freibrift gegeben.

Artikel bewerten:

Für Jorge Julio López und die Aufarbeitung

Am vergangenen Freitag zog eine riesige Demonstration durch die argentinische Hauptstadt Bueno Aires, um für eine schonungslose Aufklärung der Menschenrechtsverletzung während der Jahre der Militärdiktatur (1976-1983) einzutreten.
Mehr als 100.000 Menschen reihten sich beim "Marcha por Jorge Julio López" ein. Während der Militärdikatur wurden mehr als 30.000 Menschen ermordet bzw. sie verschwanden spurlos. Nach dem Ende der Dikatur konnten ihre Schergen durch eine Amnestie mit Straffreiheit rechnen, die erst 2003 abgeschaft worden ist. Seither kommt es zu immer neuen Verfahren gegen die Mörder und Folterer der blutigen Jahre. Jorge Julio López war einer der wichtigsten Zeugen in den Verfahren gegen den früheren Polizeioffizier Miguel Etchecolatz, der auf Grund der Aussage wegen Folter, Mordes und Entführung am 19. September 2006 zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt worden ist. Zehn Tage nach der Urteilsverkündung verschwand Jorge Julio López spurlos. Menschenrechtsgruppen und andere Aktivisten gehen davon aus, daß er durch alte Seilschaften aus Geheimpolizei und Militär beiseite geschafft worden ist. Das könnte auch andere Zeugen von ihrer Aussage abhalten.
Gegen den Richter, der die Verhandlung gegen Etchecolatz führte, sollen Morddrohungen gerichtet worden sein.

Quelle: argentina.indymedia.org

Artikel bewerten:

39. Todestag



  • Che - un hombre de este mundo
Dokumantation über Che Guevara von teleSUR, 58:41 Minuten, in spanisch
Video downloaden (2,02 GB !!!)

Artikel bewerten:


solidarische reklame



redblog erhält kein geld für diese bannerwerbung
che 1928 2008

empfehlung

menü














kommentare

http://video.google.de/vid eosearch?q=mit+gift+und+ge nen&sitesearch=# gibt's.. .
http://video.google.de/vid eosearch?q=mit+gift+und+ge nen&sitesearch=# gibt's.. .
superguppi (anonym) - 4. Juli, 13:07
Der Beitrag bei Gonorrea...
BoRev.net hat ebenfalls einen schönen Beitrag...
uebel (anonym) - 4. Juli, 09:40
schoßhündchen...
man ist das geil! der typ am andern ende iss schon...
tommegg (anonym) - 4. Juli, 09:24

suche

 

aktion





weltzeit

beiträge von redblog per mail abonnieren
emailadresse eintragen:

service von feedfurner

credits


Buchmesse Havanna
Frieden
Gentechnologie
Lateinamerika
Literatur
Medien
Medienlinks zu Lateinamerika
Podcastlinks
Politik
redblog
Revolution ist tanzbar
Rosa-Luxemburg-Konferenz
Skurriles
Profil
Abmelden
Weblog abonnieren