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Montag, 29. Mai 2006

Der Erklärbar zu Problembär


Der überaus gewandte Rethoriker Edmund Stoiber, im Hauptberuf Ministerpräsident und verhinderter Bundeskanzler, gab mal wieder den Erklärbar ab.
In der letzten Woche gab er eine Erklärung zum neuen pelzigen Bewohner Bayerns ab:

„Äh, natürlich freuen wir uns, das ist gar keine Frage, freuen wir uns, und die Reaktion war völlig richtig, einen, äh, sich normal verhaltenden Bär in Bayern zu haben, äh, ja das ist gar net zum Lachen. Äh, und der Bär im Normalfall, ich muss mich ja auch, äh, Werner Schnappauf hat sich hier intensiv mit so genannten Experten ausgetauscht und austauschen, äh, müssen. Nun haben wir, der normal verhaltende Bär lebt im Wald, geht niemals raus und reißt vielleicht ein bis zwei Schafe im Jahr. Äh, wir haben dann einen Unterschied zwischen dem normal sich verhaltenden Bären, dem Schadbär und dem Problembär. Und, äh, es ist ganz klar, dass, äh, dieser Bär, äh, ein Problembär ist und es ist im Übrigen auch, im Grunde genommen, durchaus ein gewisses Glück gewesen, er hat um 1 Uhr nachts praktisch diese Hühner gerissen. Und Gott sei Dank war in dem Haus, äh, war, also jedenfalls ist das nicht bemerkt worden. Auf Grund von, äh, es ist nicht bemerkt worden. Stellen Sie sich mal vor, der war ja mittendrin, stellen Sie sich mal vor, die Leute wären raus und wären praktisch jetzt, äh, dem Bär praktisch begegnet. Äh, was da hätte passieren können.“

Besser als das nur zu lesen ist es diese Erklärung zu hören.

via: Der Tagesspiegel

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Rechtsextremist bleibt


Bei den Präsidntschaftswahlen in Kolumbien setzte sich der Rechtsextremist Álvaro Uribe gleich in der ersten Runde durch. Mit 62,2 % muß er nicht in die zweite Runde ziehen. Damit kann der Präsident weitere vier Jahre regieren, nachdem er für sich extra die Verfassung ändern ließ, um erneut kandidieren zu können.

Carlos Gaviria, Kanidat des Mitte-Links-Bündnisses Polo Democratico, erreichte mit 22,1 % ein beachtliches Ergebnis, welches er als Erfolg für die Linke sieht. Gaviria kündigte einen harten Kurs gegen die Politik von Uribe an.
Der Wahlausgang ist wenig überraschend, in Washington ist man froh über den Sieg des Rechtsextremisten. Hat man doch so in einer Region, die in den letzten Jahren zunehmend einen Linksrutsch verzeichnete, weiterhin einen gnadenlosen Kettenhund Bushs in der Regierung Kolumbiens.
Bleibt zu Hoffen, daß das gute Wahlergebnis des Polo Democratico einen weiteren Aufschwung der Linken zur Folge hat. Die wie alle Teile der Gesellschaft, die gegen Uribe und seine Politik agieren, An- und Übergriffen des Staates und seiner getreuen paramilitärischen Strukturen ausgeliefert sind.

Quellen: teleSUR, EL COLOMBIANO

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