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Donnerstag, 2. Februar 2006

»Demonstrantin!«


Kurz vor der Rede zur Lage der Nation von US-Präsident George W. Bush wurde die US-amerikanische Friedensaktivistin Cindy Sheehan verhaftet. Nach ihrer Verhaftung erklärte sie:

Am Dienstag nachmittag nahm ich zusammen mit den Kongreßabgeordneten Lynn Woolsey, John Conyers, Ann Wright, Malik Rahim und John Cavanagh an der Veranstaltung »Rede des Volkes zur Lage der Nation« teil, wobei Lynn mir eine Eintrittskarte für die Präsidentenrede überreichte. Zu diesem Zeitpunkt trug ich ein Hemd mit der Aufschrift: »2 245 Tote. Wie viele noch?« (...) zusammen mit einer Mitarbeiterin der Kongreßabgeordneten Barbara Lee ging ich dann durch den Tunnel ins Capitol. Ich passierte die Sicherheitsbeamten zum ersten Mal, mußte dann zur Toilette im 3. Stock und passierte die Sicherheitsbeamten ein zweites Mal. Der Platz auf meiner Karte war auf der 5. Galerie in der ersten Reihe, Stuhl Nr. 4. Der Mann, der mich ein paar Minuten später festnehmen sollte, half mir zu meinem Sitz. ...
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3.800.000.000 € Gewinn


Die Deutsche Bank machte im vergangnen Jahr einen Gewinn von 3,8 Milliarden Euro. Das entspricht einer Steigerung von 53 % gegenüber dem Vorjahr. Gleichzeitig hat die DB den Vertrag mit Josef Ackermann bis 2010 verlängert. Nun heißt seine Position nicht mehr nur Vorstandssprecher, sondern Vorstandsvorsitzender. Wie toll.
Sollte er jedoch im Zuge einer möglichen Verurteilung im Mannesmann-Prozeß seinen Posten niederlegen müssen, würde er kein zusätzliches Geld bekommen. Laut Spiegel Online wolle er kein Geld, wenn er keine Leistung abliefere. Keine Angst, verhungern müßte er ja auch dann nicht.

Wie sagte schon der gute alte Brecht: "Was ist ein Einbruch in eine Bank gegen die Gründung einer Bank?"

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José-Martí-Preis für Chavez


Hugo Chavez, Präsident von Venezuela, bekommt am heutigen Donnerstag den Internationalen José-Martí-Preis 2005 in Havanna überreicht. Die Verleihung soll auf der Plaza de la Revolución in Anwesenheit von kubanischen, venezolanischen und bolivianischen MedizinstudetInnen stattfinden. Der Preis wird für den "vorbildlichen Einsatz zum Schutz der Identität, Kultur und historischen Werte Lateinamerikas und der Karibik" vom Exekutivkomitte der UNESCO verliehen.
Außerdem wird Chavez an der Eröffnung der 15. Buchmesse Havanna teilnehmen, dessen Gastland Venezuela ist.

Quelle: abn

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Buchmesse Havanna öffnet ihre Türen


Am heutigen Mittwoch startet in Havanna die 15. Internationale Buchmesse. Wenn sich nach zehn Tagen die Türen der Buchmesse wieder schließen, ist sie aber noch lange nicht vorbei. Bis Anfang März wird sie in weiteren Städten des Landes präsentiert. Man stelle sich vor, nach der Frankfurter Buchmesse würde diese auf Reise durch das Land gehen, um ein breiteres Publikum zu erreichen.

Das Gastland ist in diesem Jahr die Bolivianische Republik Venezuela, breits vor der Eröffung wurden erste gemeinsame Projekte ziwschen den beiden Ländern bekanntgegeben. Nicht immer gestaltet sich die Zusammenarbeit mit dem Gastland so einfach. Zur Buchmesse im Jahr 2004 wurde die Bundesrepublik Deutschland eingeladen. Im Herbst 2003 sagte die Bundesregierung ihre Teilnahme ab, aus politischen Gründen. Die bereits für Kuba gedruckten Bücher verschwanden wo auch immer. In Folge der Absage wurde die damalige Buchmesse der "deutschen Kultur" gewidmet. Nach der Boykottankündigung gründete sich das Büro Buchmesse Havanna, welches die Organisiation des Auftrittes deutschsprachiger Verlage übernahm. Hauptakteure der Initiative waren Cuba Sí und die Tageszeitung junge Welt. Auf der Buchmesse Frankfurt 2003 wurde das Projekt vorgestellt, die Resonanz war groß. 35 Verlage machten sich auf die Reise nach Havanna, der Kulturboykott der Schröder/Fischer-Regierung war durchbrochen.
Mittlerweile organisiert das Büro Buchmesse Havanna das dritte Mal den Auftritt deutschsprachiger Verlage. In diesem Jahr werden 40 von ihnen teilnehmen, darunter auch große Häuser wie Rowohlt, S. Fischer, Westermann, Klett und Brockhaus.
Der offizielle Boykott geht jedoch weiter. Der Auftritt von deutschen Verlagen auf ausländischen Buchmesse wird durch die Bundesregierung unterstützt, im Fall der Buchmesse Havanna.

Quelle: junge Welt

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kommentare

Einschaltquote, nein...
Das ist ja stark. Kannte Democracy Now bis jetzt nur...
neuer Okto-Fan (Gast) - 2. Dezember, 14:09
übertreibung, schon...
übertreibung, schon mal gehört?
redblog - 30. November, 18:59
Käse
Warum fallen? In der logischen Konsequenz dürften...
Stormbound (Gast) - 30. November, 17:46

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