Sonntag, 29. Januar 2012

Wer hat uns verraten?


Schwarzbuch SPDIn einem Beitrag für die junge Welt zur Praxis der Berufsverbote beschrieb der Göttinger Politikwissenschaftler Georg Fülberth das Verhalten der Sozialdemokratie gegenüber Linken mit den folgenden Worten: "Wenn bei der SPD etwas funktioniert, dann ist es der Reflex gegen linke Organisationskonkurrenz."

Anfang des Jahres, pünktlich zur Liebknecht-Luxemburg-Ehrung, erschien im Verlag Wiljo Heinen eine Chronik der SPD: das kleine Schwarzbuch der deutschen Sozialdemokratie. Konstantin Brandt beginnt seine Chronik mit dem Jahre 1913. Jenem Jahr, als die Sozialdemokratie dem deutschen Imperialismus erstmals mit der Bewillung der Besitzsteuervorlage zur Deckung der Rüstungskosten verhalf. Ein Jahr später folgte im Kriegstaumel die Zustimmung zu den Kriegskrediten und das Abkanzeln der Kriegsgegner in Partei uns Arbeiterschaft. Brandt widmet sich im ersten Teil der Chronik den Jahren bis 1933. Ausführlich beschreibt er die Rolle von Sozialdemokraten bei der Ermordung von Liebknecht und Luxemburg, der Niederschlagung der Arbeiteraufstände und der engen Zusammenarbeit mit dem Kapital.
Im zweiten Teil geht es um das Tun der SPD nach dem Krieg: von der Wiederaufrüstung über Berufsverbote und Kriegseinsätze bis hin zum Sozialabbau der Regierung Schröder/Fischer.

Das Schwarzbuch liefert einen Überblick über die Geschichte der Sozialdemorkratie seit 1913. Nicht mehr und nicht weniger. Der zweite Teil fällt im Vergleich zum ersten etwas zu kurz aus. Eine umfassende Analyse der Sozialdemokratie können die Leserinnen und Leser nicht erwarten. Sie zeigt jedoch zwei Konstanten in der Parteigeschichte auf: den Antikommunismus der Parteiführung und die Rolle als Kriegspartei.
Dem Buch ist eine Übersicht über Sozialdemokraten in verantwortlichen Positionen in Politik und Partei beigefügt.

Konstantin Brandt: »Das kleine Schwarzbuch der deutschen Sozialdemokratie«, Eine kurze Chronik der SPD von 1913 bis 2011, Verlag Wiljo Heinen, Berlin, ISBN 978-3-939828-90-7, 158 Seiten, 7,50 €
Das Buch wird demnächst auch als kostengünstiges E-Book erhältlich sein.

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Freitag, 27. Januar 2012

nachschLAg: Ein unvollständiger Wochenrückblick


1ARGENTINIEN
Der Malwinen-Konflikt spitzt sich zu. Nach Kolonialismusvorwürfen des britischen Premiers Camerons bekommt Argentinien Rückendeckung für eigenen Verhandlungswunsch

BRASILIEN
Während in Porto Alegre das Sozialforum eröffnet wird, geht die Polizei in São Paulo gewaltsam gegen Tausende Obdachlose vor.

CHILE
Chiles Studentenbewegung analysiert das vergangene Jahr, um aus Fehlern und Erfolgen zu lernen. Ein Gespräch mit Camila Vallejo und Gabriel Boric

HONDURAS
Trotz massiver Proteste von Lehrern in den vergangenen Monaten ist in Honduras eine umfassende Bildungsreform verabschiedet worden. Sie bedeutet einen Schritt in Richtung Privatisierung.

KUBA
Der Tod eines Häftlings in Kuba sorgt weiterhin für Kontroversen. Der 31-jährige Wilman Villar Mendoza war in der vergangenen Woche in Haft verstorben. Während rechtsgerichtete politische Akteure in den USA und Europa den Verstorbenen als "politischen Gefangenen" bezeichnen, ist die sozialistische Regierung Kubas diesen Darstellungen entgegengetreten.

PARAGUAY
Die Regierung Paraguays hat am 17. Januar aufgrund einer lang anhaltenden Trockenheit für 90 Tage den Ernährungsnotstand ausgerufen.

VENEZUELA
Die vor wenigen Jahren neu gegründete Bolivarische Nationalpolizei (PNB) in Venezuela weitet ihre Aktivitäten aus. Ab Juli dieses Jahres sollen Einheiten der PNB in sechs weiteren Bundesstaaten des südamerikanischen Landes aktiv werden.

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Montag, 23. Januar 2012

"Außer Kontrolle": Texte zu Verfassungsschutz, "NSU" und NPD-Verbot


Während die in der Bundesrepublik tätigen sogenannten Verfassungsschutzämter damit beschäftigt sind, Mitglieder der Funktionsträger der Partei DIE LINKE sowie fortschrittliche Bewegungen zu bespitzeln, konnte ein neofaschistisches Terrornetzwerk, das sich selbst den Namen Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU) gab, ungestört von den Sicherheitsbehörden über mehr als 13 Jahre brandschatzend und mordend durchs Land ziehen. Mindestens zehn Menschen wurden dabei von den Neonazis getötet, dutzende Personen durch Bombenanschläge – wie etwa in Köln – teils schwer verletzt.
(Aus dem Vorwort)

Die Broschüre „Außer Kontrolle“ steht im Internet als PDF-Version kostenlos zum Download bereit unter: www.linksfraktion-nrw.de/ausserkontrolle [pdf]

Die Broschüre kann außerdem bestellt werden bei:
Fraktion DIE LINKE. im Landtag NRW
Sonja Krurup
Platz des Landtags 1
40221 Düsseldorf
Telefon: 0211 / 884 – 4621
Telefax: 0211 / 884 – 3700
Mail: sonja.krurup@landtag.nrw.de

via lahnix

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Freitag, 20. Januar 2012

nachschLAg: Ein unvollständiger Wochenrückblick


1ECUADOR
Ecuadors Präsident Rafael Correa hat am Dienstag seinen Landwirtschaftsminister beauftragt, eine »Agrarrevolution« durchzuführen.

EL SALVADOR
Am Montag hat El Salvador den 20. Jahrestag des Friedensabkommens begangen. Präsident Mauricio Funes entschuldigte sich bei den Familien der über 1.000 zivilen Opfer, die 1981 in diesem Dorf durch Eliteeinheiten des Militärs ermordet worden waren.

HONDURAS
Neue Gesetze der De-facto-Regierung Porfirio Lobo verschärfen Landkonflikt in Honduras

NICARAGUA
Nicaragua bekommt bald weniger Entwicklungshilfe aus Deutschland. Entwicklungsminister Dirk Niebel (FDP) begründet dies zum einen mit den "umstrittenen" Wahlen vom vergangenen Herbst, als Präsident Daniel Ortega deutlich im Amt bestätigt wurde.

KOLUMBIEN
Die paramilitärische Gruppe Los Uribeños hat vergangene Woche einen bewaffneten Streik im westkolumbianischen Gebiet Urabá erklärt. Grund dafür sei die Hinrichtung ihres Anführers Juan Usuaga, auch bekannt als "Giovanni", durch die Polizei.

KUBA
Eine Bohrinsel schippert derzeit von China nach Kuba. Sie soll in der Tiefsee vor Havanna ein riesiges Ölfeld erschließen – und damit die Energieprobleme Kubas lösen.

VENEZUELA
Nach Ausweisung von Diplomatin schließt Venezuela Konsulat in Florida.

Hugo Chávez zieht bei seinem jährlichen Rechenschaftsbericht vor der Nationalversammlung eine positive Bilanz für 2011


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Freitag, 13. Januar 2012

nachschLAg: Ein unvollständiger Wochenrückblick


1ARGENTINIEN
Die argentinische Präsidentin Cristina Fernandez ist nicht an Schilddrüsenkrebs erkrankt. Die kurz nach Weihnachten verbreitete Diagnose erwies sich nach Angaben ihres Sprechers vom Samstag als falsch.

BOLIVIEN
Mit einem milliardenschweren Investitionsprogramm hat die Regierung das UNO-Recht auf Wasser und Sanitärversorgung umgesetzt.

CHILE
In der südchilenischen Araucanía-Region ist es zu einer Welle der Gewalt gegen Mapuche-Gemeinden gekomen. Zuvor hatte die rechts-konservative Regierung Sebastián Piñeras den Indigenen die Schuld an den Waldbränden gegeben, die vergangene Woche ausgebrochen waren.

EL SALVADOR
Ein Gericht stellte am Montag das Verfahren wegen des Mordes an Roque Dalton 37 Jahre nach der Tat ein. Ein Sohn des Opfers spricht von juristischer Barbarei.

HAITI
Zwei Jahre nach dem verheerenden Erdbeben, das bis zu 300.000 Menschen das Leben kostete, will Haiti offenbar die Konsequenzen aus den seither gemachten Erfahrungen ziehen und Vollmitglied der Bolivarischen Allianz für die Völker Unseres Amerikas (ALBA) werden.

KOLUMBIEN
Kolumbiens Staatschef Juan Manuel Santos hat ein Verhandlungsangebot der FARC-Guerrilla abgelehnt.

KUBA
Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International hat in ihrem Jahresbericht 2011 das Verfahren gegen fünf in den USA inhaftierte Kubaner zum wiederholten Male als "unfair" kritisiert.

Nordwestlich von Havanna soll im Auftrag des spanischen Konzerns Repsol nach Öl gebohrt werden. Alle Prognosen sind positiv.

NICARAGUA
Umfragen bestätigen Wahlsieg der FSLN. Knapp 70 Prozent der Nicaraguaner gehen davon aus, dass bei den Wahlen am 6. November der Wille des Volkes respektiert wurde.

VENEZUELA
Die Regierung der USA hat die Konsulin Venezuelas in Miami zur "Persona non grata" erklärt.

Der russische Fernsehsender "Russia Today" berichtet über das Sozialprogramm des venezolanischen Unternehmens CITGO in den Vereinigten Staaten von Amerika.

Die Regierung Venezuelas will mit einem neuen Sozialprogramm die Arbeitslosigkeit bekämpfen.

Venezuela lehnt ein Weltbank-Urteil ab und verweigert Milliardenzahlungen an Exxon.

Der Oberkommandierende der Streitkräfte Venezuelas und des Kommandos für Strategische Operationen der venezolanischen Armee, General Henry Rangel Silva, ist am Freitag von Präsident Hugo Chávez zum neuen Verteidigungsminister ernannt worden.

Kurz vor dem Jahreswechsel hat US-Präsident Barack Obama eine erste Stellungnahme zum Präsidentschaftswahlkampf in Venezuela abgegeben.

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mas socialista?
Im Bild: Sein ökonomisches Modell aktualisieren,...
nesta (Gast) - 10. Januar, 22:13
peinlich.... *kennt man...
peinlich.... *kennt man dieses gefühl eigentlich...
rosmarin - 6. Januar, 01:49
Werbekampagne bei Esprit
passend dazu ein schöner Aufruf im Konsumpf-Blog: http://www. konsumpf.de/?p=13566
southvibez (Gast) - 17. Dezember, 14:12

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