Freitag, 23. Juli 2010

nachschLAg: Ein unvollständiger Wochenrückblick


1
LATEINAMERIKA
Nachdem die Führung in Costa Rica einer grossen US-Militärpräsenz im Land zugestimmt hatte, vermutet der venezolanische Luftwaffenoberst a.D. Braulio Martínez Zerpa, dass hinter dem Manöver eine Kriegsvorbereitung gegen Nicaragua steckt. Offiziell sollen die US-Truppen nach Costa Rica kommen um einen Krieg gegen Drogen zu führen.

Apropos Kampf gegen Drogen: Wachovia, die sechstgrösste US-Handelsbank, 2008 von Wells Fargo übernommen, hat von 2004 bis 2007 für mexikanische Drogenkartelle wissentlich $378.4 Mrd. gewaschen. Vor einem Gericht in Miami kam die Bank mit einer Buße von $160 Mio. davon.

BOLIVIEN
Boliviens Präsident Evo Morales hat am Montag das letzte Rahmengesetz zur rechtlichen Neugründung des Andenlandes unterzeichnet und damit den, durch die Annahme der neuen Verfassung, notwendigen Veränderungsprozeß abgeschlossen.

BRASILIEN
Brasilien, die Europäische Union und Mosambik haben ein umstrittenes Agrosprit-Dreiecksgeschäft in die Wege geleitet. Am Rande des Gipfeltreffens zwischen der EU und Brasilien in Brasília am Mittwoch wurde eine Erklärung über die »nachhaltige Entwicklung von Bioenergie« in dem afrikanischen Land verabschiedet.

Brasilien beginnt Ölförderung vor der Küste. Aus einem knapp 5000 Meter tief liegenden Ölfeld will Brasilien bis zu 13.000 Barrel Öl pro Tag fördern.

CHILE
Luis Corvalán ist tot. Im Alter von 93 Jahren ist der frühere Generalsekretär der chilenischen Kommunistischen Partei am Mittwoch in seinem Haus in Santiago de Chile gestorben.

ECUADOR
Die ecuadorianische Justiz angekündigt, den bereits eingestellten Prozess gegen den Kommandanten der kolumbianischen Streitkräfte, Freddy Padilla, wegen Mordes wieder aufzurollen.

HAITI
Sechs Monate nach dem schweren Erdbeben in Haiti ist der Wiederaufbau nach Einschätzung der Organisation »Ärzte ohne Grenzen« kaum vorangekommen, von anfangs 200 Hilfsorganisationen seien nur noch wenige vor Ort.

KOLUMBIEN
Die kolumbianische Regierung unterstellt der venezolanischer Führung Duldung von Rebellengruppen. Venezuela zweifelte die "Beweise" der Kolumbianer an und brach die Beziehungen mit dem Nachbarland ab.

KUBA
30 Jahre lang spionierte ein Ehepaar in den USA aus Bewunderung für den Kommunismus im Dienste Kubas - jetzt sind ein ehemaliger hoher Beamter des US-Außenministeriums und seine Frau zu langen Haftstrafen verurteilt worden.

Ein US-amerikanischer Lehrer wurde kritisiert weil er einen Ausflug nach Kuba für seine Schüler organisierte.

Der kubanische Politologe Esteban Morales wurde von der Kommunistischen Partei Kubas (PCC) ausgeschlossen, weil er die Korruption scharf kritisierte. Er bezeichnete die Korruption als "die wahre Konterrevolution, die weitaus gefährlicher ist als die sogenannte interne Dissidenz". Innerhalb der Partei formiert sich Widerstand gegen den Ausschluss.

Unterdessen geht die kubanische Führung verstärkt gegen Korruption vor. So wurde u.a. gegen einen chilenischen Geschäftsmann, der seit den 60ern enge Kontakte zu der Staatsführung hatte, ein Verfahren eingeleitet.

Während der kubanische Parlamentpräsident Ricardo Alarcon angekündigt hat, dass noch weitere Regierungsgegner aus der Haft entlassen werden könnten, fühlen sich die in Spanien angekommenen kubanischen Oppositionellen von der spanischen Regierung verraten und beklagen ihre Behandlung in Europa.

Die kubanische Führung modernisiert den Arbeitssektor. Eine Million Kubaner sollen sich im Berufsleben umorientieren.

Die Tageszeitung junge Welt brachte am 21. Juli eine Sonderbeilage zum Thema Kuba heraus. Mit einem Online-Abo kann man die Beilage im Netz nachlesen.

MEXIKO
Der mexikanische Drogenkrieg nimmt immer ärgere Züge an. Erstmals greift die Drogenmafia zu Autobomben. In diesem Jahr starben schon 7000 Menschen in diesem Bürgerkrieg.

PERU
Laut Umfrage für die Präsidentschaftswahlen 2011 würde Keiko Fujimori, die Tochter des Ex-Diktators Alberto Fujimori, die Wahlen gewinnen.

VENEZUELA
Der venezolanische Präsident Hugo Chávez warnt vor einen Putschversuch.

Die venezolanische Regierung übernimmt Anteile des privaten TV-Senders Globovision

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Donnerstag, 22. Juli 2010

ohrgeräusche: Küchenradio im Gespräch mit Andrej Holm über Gentrifizierung


Andrej Holm, Stadtsoziologe an der Uni Oldenburg, war schon mal im Küchenradio. Damals ging es ausschließlich um das jahrelange und von vielen Absurditäten geprägte Verfahren der Bundesanwaltschaft gegen ihn. Dieses Verfahren wurde jetzt nach vier Jahren eingestellt. Anlass, uns wie versprochen einmal ausführlich Andrejs eigentlichem Thema zu widmen: der Gentrifizierung. Bei einem kleinen Spaziergang durch den Prenzlauer Berg erläutert Andrej die vier Phasen der Gentrifizierung dieses Stadtteils und sagt auch, was dem nächsten Hypestadt-Quartier bevor steht (Neukölln) und wie es sich vom P-Berg unterscheidet.
Küchenradio im Gespräch mit Andrej Holm über Gentrifizierung

Download [mp3]

Den redblog-Podcast "ohrgeräusche" kann man auch abonnieren.

Link:
Küchenradio im Internet

Siehe auch:
ohrgeräusche: Küchenradio im Gespräch mit Andrej Holm

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Neues Logo und neuer Name für den Verfassungs"schutz"


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Mittwoch, 21. Juli 2010

Carlo Giuliani: Gegen das Vergessen




via

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Dienstag, 20. Juli 2010

In Erinnerung an Carlo Giuliani




Im Juni 2001 protestierte zehntausende Menschen gegen die neoliberale Politik der G8-Staaten in Genua, wo das jährliche Gipfeltreffen unter höchsten Sicherheitsvorkehrungen stattfand.
Die Proteste wurden vom staatlichen Repressionsapparat niedergeknüppelt, die Diaz-Schule, wo sich das alternative Medienzentrum befand, wurde gestürmt und im Gefängnis Bolzaneto gefoltert. Im Gedächtnis vieler blieb jedoch vor allem ein Ereignis hängen:
Am 20. Juli wurde der italienische Aktivist Carlo Giuliani erschoßen.
Was passierte auf der Piazza Alimonda?
Giuliano Giuliani ist der Vater von Carlo. Er rekonstruiert in der Dokumentation die letzten Minuten des Geschehens und widerlegt die offizielle Darstellung der Staatsanwaltschaft anhand von Fotos und Videosequenzen, die in dem Ermittlungsverfahren gegen den vermeintlichen Schützen verwendet wurden. Das Verfahren wurde inzwischen eingestellt, der angebliche Todesschütze wegen Notwehr freigesprochen.
Der Film ist aber nicht nur der Versuch einer detaillierten Rekonstruktion der Todesumstände seines Sohnes. Er ist gleichzeitig eine Anklage gegen Polizei und Justiz, die mit allen Mitteln versucht haben, die Sicherheitskräfte von jeder
Verantwortung für Carlos Tod freizusprechen.


Dokumentarfilm, Produced by Comitato Piazza Carlo Giuliani, ARCI, 35 Minuten

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Freitag, 16. Juli 2010

nachschLAg: Ein unvollständiger Wochenrückblick


1LATEINAMERIKA
Venezuela und Ecuador nehmen den Handel mit der neuen Währungseinheit "Sucre" auf. Dadurch soll die Abhängigkeit vom US-Dollar verringert werden.

Daily Kos listet die dümmsten Fehler in Rezensionen zu der Oliver Stone Dokumentation "South of the Border" auf.

ARGENTINIEN
Argentinien führt als erstes Land Lateinamerikas die Homo-Ehe ein. Der argentinische Senat stimmte am Donnerstag nach stundenlangen Debatten für die Einführung der gleichgeschlechtlichen Ehe.

BOLIVIEN
Evo Morales wurde wegen einer schweren Magen-Darm-Infektion ins Spital eingeliefert. Er musste für 4 Tage die Amtsgeschäfte ruhen lassen. Nun wird vermutet dass der Staatschef vergiftet wurde. Gegen die Köche des Präsidentenpalastes Quemado und der Präsidentenresidenz San Jorge in La Paz laufen nun Ermittlungen.

Boliviens Präsident Evo Morales hat seine Forderung an die Vereinten Nationen erneuert, Zugang zu Wasser als Menschenrecht zu verankern.

EDUACOR
Über ehemalige soziale AktivistInnen aus Quito, die mittlerweile politische FunktionsträgerInnen sind, berichtet Barbara Scholz in der neuen ila, deren Sommerausgabe sich ausgiebig mit der ecuadorianischen Hauptstadt beschäftigt.

GUATEMALA
Uli Stelzners neuester Film "La Isla. Archive einer Tragödie" dokumentiert wie Armee und Polizei in Guatemala Ende des 20. Jahrhunderts hunderttausende Menschen verschleppten und ermordeten. Nach dem zufälligen Fund eines geheimen Archivs 2005 tauchten Millionen neuer Dokumente auf.

HONDURAS
Der letzte demokratisch gewählte Präsident von Honduras, Manuel Zelaya, könnte in den kommenden Wochen in sein Land zurückkehren.

KOLUMBIEN
Die frühere Präsidentschaftskandidatin Ingrid Betancourt fordert von Kolumbien eine Entschädigung in Millionenhöhe. Diese soll für die mehr als sechs Jahre Geiselhaft bei den linken Rebellen der FARC bezahlt werden. Nach wenigen Tagen bedauerte sie die Millionenforderung wieder.

In Kolumbien wurd die Haft für Verantwortliche an Massaker und Vertreibungen von 39 auf acht Jahre herabgesetzt.

KUBA
Der kubanische Revolutionsführer Fidel Castro ist erstmals, seit seiner Erkrankung 2006, wieder in der Öffentlichkeit aufgetreten. Wie die offizielle kubanische Website Cubadebate berichtete und auf Fotos dokumentierte, besuchte Fidel am Mittwoch das Nationale Zentrum für wissenschaftliche Forschung (CNIC) in Havanna. Und zum ersten Mal seit drei Jahren hat sich Fidel im Fernsehen gezeigt. Eine Stunde lang sprach der 83-Jährige in der Sendung "Runder Tisch" unter anderem über das iranische Atomprogramm. Ebenso besuchte der Revolutionsführer ein weiteres Institut in Havanna.

MEXIKO
Ehemalige Regierungspartei PRI verliert nach 81 Jahren den Gouverneursposten im südlichen Bundesstaat Oaxaca

PANAMA
Auf Grund von Gesetztesbeschlüssen der Rechtsregierung des Unternehmers Ricardo Martinelli wurde ein Generalstreik anberaumt. Gewerkschaften in Panama haben den Generalstreik in dem mittelamerikanischen Land am Mittwoch positiv bewertet.

VENEZUELA
Zwischen der Europäischen Union und der Regierung Venezuelas droht neues Ungemach, nachdem eine Minderheit konservativer und rechter Angeordneter Ende vergangener Woche die Staatsführung in Caracas in einer Erklärung attackiert hatte.

Spezialisten aus den USA fanden heraus, dass die Ölvorkommen in Venezuela doppelt so hoch als die von Saudi-Arabien sein könnten.

Politische Aussagen des Erzbischofs von Caracas heizen Konflikt zwischen Regierung und Kirche in Venezuela an.

Venezuela wird der US-amerikanischen Drogen­bekämpfungs­behörde DEA drei international gesuchte kolumbianische Drogenhändler überstellen. Dies bestätigte der venezolanische Innenminister Tarek El Aissami am Montag gegenüber Medien.

Eva Golinger zeigt auf wie das US State Department private Medien in Venezuela unterstützt um gegen die Regierung Stimmung zu machen.

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Ich hatte mich gestern, vor der Presse von heute, an...
is (Gast) - 22. Juli, 22:09
Hehe
Tweets protectet, da nützt das (via) nichts. Leiber...
Antifa_ist_immer_da (Gast) - 21. Juli, 21:50
Manu Chao ist einfach...
Manu Chao ist einfach toll! Nachdem wir kürzlich...
Margarita Flores - 19. Juli, 10:20

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